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G8-Gipfel: Für Millionen Kinder geht es um Leben oder Tod
Während sich die Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen in Kanada treffen, sterben in den ärmsten Ländern der Welt mehr als 72.000 Kinder. Die meisten von ihnen könnten mit einfachen Mitteln gerettet werden.
Beispiel Niger: Unbeachtet von der Weltöffentlichkeit sind in dem westafrikanischen Land zurzeit Hunderttausende Kinder vom Hungertod bedroht. Beispiel Afghanistan: Am Hindukusch erlebt jedes vierte Kind seinen fünften Geburtstag nicht, weil Krankheiten wie Lungenentzündung oder Durchfall nicht behandelt werden. Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 350.000 Frauen während Schwangerschaft und Geburt, weil es zu wenige Hebammen und Ärzte gibt.
Die Teilnehmer des G-8-Gipfels haben es in der Hand, das zu ändern und allen Mädchen und Jungen ihr angeborenes Recht auf Überleben und Gesundheit zu sichern.
Bereits 2005 hatten sich die G-8-Staaten darauf geeinigt, die Entwicklungshilfe jährlich um 50 Milliarden aufzustocken. Passiert ist bisher allerdings wenig. Auch Deutschland stellt in diesem Jahr lediglich 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe bereit, statt der zugesagten 0,51 Prozent.
Save the Children fordert deshalb von der deutschen Bundesregierung und den anderen Teilnehmern des G-8-Gipfels:
- Die G-8-Staaten sollen einen verbindlichen Aktionsplan zur Überlebenssicherung von Müttern, Neugeborenen und Kindern entwerfen.
- Die G-8-Staaten müssen die Entwicklungshilfe gemäß ihrer Zusagen endlich aufstocken.
- Bis Ende des Jahres müssen mindestens ein Fünftel der Gelder in die Bekämpfung des globalen Hungers und die Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit investiert werden.
Wenn es nicht einmal die acht reichsten Nationen der Welt schaffen, verbindliche Zusagen zur Rettung dieser Kinder zu machen, wer dann?