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DZI-Spendensiegel
28.01.2013 12:29

Massenflucht aus Syrien - Familien rennen um ihr Leben

 

In der vergangenen Woche flohen rund 20.000 Kinder und ihre Familien über die syrische Grenze nach Jordanien. Die große Anzahl von Menschen, die sich aus Syrien in Sicherheit bringen, überfordert das Nachbarland. Die Mitarbeiter von Save the Children und anderen Hilfsorganisationen versuchen nun alles, um die Flüchtlinge sicher unterzubringen und sie mit dem Nötigsten zu versorgen.

Jede Stunde erreichen bis zu fünf Busse das Flüchtlingslager Za’atari. Sie sind voll mit verängstigten und erschöpften Menschen. Die sich verschärfenden Kämpfe im Süden Syriens zwangen in den vergangenen Tagen tausende Menschen zur Flucht. Die meisten kommen zu Fuß und haben nur so viel dabei, wie sie tragen können. „Viele Frauen und Kinder, die um ihr Leben rennen mussten, kommen mit nichts an, außer der Kleidung, die sie anhaben. Vielen bleibt nicht die Zeit, essenzielle Dinge mitzunehmen. Sie brauchen dringend unsere Hilfe“, erzählt Saba Al Mobaslat, Programm-Direktor von Save the Children im Camp.

Wie Save the Children hilft
Die Mitarbeiter von Save the Children, der UN und der jordanischen Behörden arbeiten rund um die Uhr, um Decken, Essen und warme Kleidung an die ankommenden Flüchtlinge zu verteilen. Zudem bieten sie Kindern, die Opfer oder Zeugen von Gewalt geworden sind, professionelle Unterstützung.

Doch das Za’atari Flüchtlingslager hat mit knapp 50.000 Bewohnern sein Maximum bereits erreicht. „Trotz unseren Bemühungen haben wir kaum Möglichkeiten die Flüchtlinge noch unterzubringen und es wird in den nächsten Tagen noch viel schlimmer werden, wenn die Zahl der Flüchtlinge weiterhin anwächst“, so Saba Al Mobaslat. Schätzungen zufolge warten noch zwischen 9.000 und 12.000 Menschen an der Grenze zu Jordanien auf ihre Einreise. Die Mitarbeiter von Save the Children versuchen nun, das Lager auf die erwarteten Neuankömmlinge vorzubereiten.

Eisige Temperaturen verschlimmern die Situation
Die Temperaturen in Jordanien liegen derzeit bei minus 4 Grad und das Wetter soll sich in der nächste Woche sogar noch verschlechtern. Heftige Regenfälle sind angekündigt. „Es ist eiskalt, nass und die Lager sind überfüllt“, erzählt Saba Al Mobaslat. „Die Kinder, die ankommen, sind erschöpft, stehen unter Schock und haben schreckliche Angst.“ Damit die Flüchtlinge die kommenden Wochen überleben, brauchen sie dringend warme Kleidung, warme Mahlzeiten und Heizöl.

Im nächsten Monat könnten es 1,1 Millionen Flüchtlinge sein – die Hälfte davon Kinder
Die aktuelle Flüchtlingszahl in den Grenzgebieten beläuft sich auf knapp 554.900 Flüchtlinge. Zehntausende werden in den nächsten Monaten noch erwartet. Die Zahl der Flüchtlinge wird sich voraussichtlich im Juni auf 1,1 Millionen belaufen, davon mehr als die Hälfte Kinder. Diese Kinder haben alles verloren und brauchen nun unsere Hilfe. Bislang sind jedoch nur 30 Prozent der benötigten Gelder gesichert, die dringend gebraucht werden, um die Nothilfe für die syrischen Flüchtlinge in den Anrainerländern zu ermöglichen.


Save the Children bittet um Spenden für syrische Flüchtlinge. Schon ein kleiner Betrag von 15 Euro verhilft einem Kind zu einem warmen Schlafsack. Helfen Sie jetzt!

 

 

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