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08.01.2016 16:54

Hungersnot in Madaya: Kinderleben stehen auf dem Spiel

Seit Juli 2015 sind mehr als 42.000 Menschen in der belagerten syrischen Stadt Madaya eingeschlossen. Sie sind von Lebensmitteln, Medikamenten, Heizöl und Strom abgeschnitten. Im Dezember starben mindestens 31 Menschen an den Folgen von Mangelernährung – darunter vier Kinder. Save the Children fordert das sofortige Ende der Belagerung und den uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfsorganisationen.

Die Lage in der syrischen Stadt Madaya ist dramatisch. Seit mehr als drei Monaten sind die Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Nichts und niemand wird in die Stadt reingelassen bzw. darf diese verlassen. Einwohner berichten von Kontrollpunkten, Scharfschützen und Landminen rund um die Stadt. In Folge dessen gibt es kaum noch Nahrungsmittel und Trinkwasser – die Menschen drohen zu verhungern.

"Hunger wird in Madaya und anderen besetzten Gegenden als Waffe benutzt – und Kinder zahlen dabei den höchsten Preis", sagt Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. "Es ist schrecklich, dass Zivilisten auf diese Art und Weise leiden müssen. Humanitäre Helfer vor Ort versuchen verzweifelt zu helfen, doch auch ihnen gehen Nahrungsmittel und Medikamente aus. Wenn nicht bald Hilfe in Madaya ankommt, werden noch mehr Kinder sterben."     

Auch die Kälte ist für die Menschen lebensbedrohlich. Es gibt weder Strom noch Heizmaterial, während die Temperaturen weit unter null Grad gesunken sind. Die Menschen verbrennen Müll oder sogar ihre Kleider, um sich vor der Kälte zu schützen.

Bisher starben mindestens 31 Menschen an den Folgen von Mangelernährung – darunter vier Kinder. Bereits im Oktober berichteten Ärzte vor Ort, dass mehr als 1.000 Kinder unter einem Jahr mangelernährt sind. Da sich die Belagerung seitdem noch verschärft hat, ist davon auszugehen, dass diese Zahl gravierend gestiegen ist. Für Kinder ist der Nahrungsmangel lebensgefährlich. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig ausgereift und die fehlende Nahrung macht sie besonders anfällig für Krankheiten.

Save the Children warnt, dass in den nächsten Tagen und Wochen noch mehr Kinder sterben werden. Wir fordern das sofortige Ende der Belagerung, damit unsere Mitarbeiter und andere humanitäre Hilfsorganisationen die Menschen mit Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Hilfsgütern versorgen können.

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