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Save the Children Deutschland

Wo wir arbeiten

Save the Children Deutschland gehört mit 27 anderen nationalen Organisationen zur International Save the Children Alliance. Wir arbeiten in über 120 Ländern, um für die Rechte der Kinder zu kämpfen und sie vor Krankheit, Hunger und Ausbeutung zu schützen.

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Ruanda

Ein Land im Umbruch

Mutter mit Baby in Rwanda. (Copyright: Amadou Mbodj/Save the Children, Save the Children Deutschland)Ruanda hat 15 Jahre nach dem verheerenden Völkermord 1994, bei dem 800.000 Menschen getötet wurden noch immer große Probleme. In dem ostafrikanischen Land leben noch immer sechs von zehn Menschen unterhalb der Armutsgrenze und müssen von weniger als einem Euro pro Tag leben. Die Lebenserwartung liegt bei 46 Jahren. Eines von zehn Kindern stirbt vor seinem fünften Geburtstag. Von den 9.4 Millionen Menschen sind mehr als die Hälfte Kinder unter 15. Viele von ihnen müssen hart arbeiten, um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern. Das Land hat eine der höchsten AIDS-Infektionsraten der Welt. Viele Mädchen und Jungen wachsen als Waisenkinder auf.

Die Arbeit von Save the Children in Ruanda

Wir arbeiten seit 1994 in Ruanda und haben zunächst dafür gesorgt, dass Familien, die in der Zeit des Völkermords auf der Flucht auseinandergerissen worden waren, wieder zusammengeführt werden konnten. Save the Children hat 40.000 Kindern hgeholfen, ihre Verwandten wiederzufinden. Seitdem arbeiten wir eng mit der Regierung und Behörden vor Ort zusammen. Wir haben Tausenden ehemaliger Kindersoldaten eine Rückkehr in ein ziviles Leben ermöglicht.

Wir schützen Waisen- und Flüchtlingskinder

Junge im Bureara Distrikt, Rwanda. (Copyright: Amadou Mbodj/Save the Children, Save the Children Deutschland)Insbesondere Waisenkinder brauchen Schutz. Sie werden sehr leicht Opfer von Missbrauch, Gewalt und Ausbeutung. Unser Ziel ist es, Kinder, die ohne Familie aufwachsen, zu unterstützen. Darüber hinaus kümmern wir uns um Flüchtlingskinder. 50.000 Menschen sind in den vergangenen Jahren aus dem Nachbarland, der Demokratischen Republik Kongo, nach Ruanda geflohen. Kinder, die auf der Flucht ihre Eltern verloren haben, sind besonders gefährdet. Mädchen und Jungen werden von bewaffneten Banden systematisch entführt und zu Sexsklaven oder Kindersoldaten gemacht. In Schulen sind Kinder besser geschützt vor Mißbrauch und Zwangsrekrutierung. Sie lernen dort nicht nur lesen und schreiben  sondern erfahren (Über)lebenswichtiges über Hygiene, Gesundheit und Ernährung. Save the Children hat 1.600 Kindern in drei Flüchtlingslagern ermöglicht, zur Schule zu gehen. Wir haben Bücher zur Verfügung gestellt und Lehrer ausgebildet.

Wir helfen Kindern, die arbeiten müssen

Kinder in Gicumbe, Rwanda. (Copyright: Amadou Mbodj/Save the Children, Save the Children Deutschland)Viele Kinder in Ruanda müssen arbeiten, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Sie sind auf Tee-Plantagen oder Steinbrüchen beschäftigt. Die Arbeit dort ist sehr hart, Prügelstrafen und sexueller Missbrauch sind an der Tagesordnung. Save the Children ermöglicht diesen Kindern zumindest eine Grundschulbildung. Wir sprechen mit Familien und Gemeindemitgliedern über das Thema Kinderarbeit und versuchen vor allem gefährliche, ausbeuterische Formen von Kinderarbeit zu verhindern. Außerdem helfen wir bedürftigen Familien, neue Einkommensquellen zu erschließen und dadurch ihre Existenz zu sichern, damit sie ihre Kinder künftig in die Schule statt zur Arbeit schicken können.

Wir sorgen dafür, dass Kinder medizinisch versorgt sind

Krankenschwestern im neuen Gesundheitszentrum in Rwanda. (Copyright: Binyam Woldetsadik Gebru, Save the Children Deutschland)In Ruanda gibt es eine Krankenversicherung, das heißt jedes Kind und jeder Erwachsene ist versichert. De facto können sich aber nur einige wenige die Kosten leisten. Außerdem gibt es nicht genug medizinisch geschultes Personal. So versorgt in Ruanda ein einziger Arzt bis zu 41.000 Menschen. Viele Kinder bekommen keine Medikamente gegen Malaria oder Durchfall. Jährlich sterben Tausende an den Folgen vermeidbarer Infektionskrankheiten. Save the Children hat in zwei der ärmsten Regionen Ruandas, in Burera und Gicumbe Gesundheitsprogramme aufgebaut. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium haben wir dafür gesorgt, dass Kleinkinder und Mütter besser medizinisch versorgt werden. Wir haben zusätzliche Krankenstationen aufgebaut und Krankenschwestern weitergebildet. Außerdem werden mehr Kinder auf Malaria getestet und frühzeitig behandelt. In Burera, wo es bisher kein Krankenhaus gab, haben wir ein Gesundheitszentrum aufgebaut, das Anlaufstelle für 30.000 Menschen sein wird. Unser langfristiges Ziel ist es, Frauen und Kindern unter fünf Jahren kostenlosen Zugang zu Gesundheitsvorsorge und medizinischer Behandlung zu ermöglichen.

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