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Myanmar (Birma)
Save the Children arbeitet seit 1995 in Myanmar (Birma). Die Situation der Kinder und ihrer Familien ist extrem schlecht: Die Menschen im Land leiden unter großer Armut. Viele Kinder in Birma haben noch schlechtere Bildungschancen, als sie ihre Eltern hatten. Die allumfassende und wachsende Armut im Birma betrifft Kinder ganz besonders stark. Auch die Ausbeutung von Kindern nimmt immer mehr zu. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung gibt es kaum.
Die zentralen Herausforderungen für Save the Children
- Die schlechten Gesundheitsstandards bedrohen vor allem Kinder. Die medizinische und hygienische Grundversorgung ist zum Teil mangelhaft. Die Kindersterblichkeit liegt als Folge daraus bei ca. 75 Kindern pro 1.000. Die medizinische Grundversorgung, aber auch die frühkindlichen Entwicklungsmöglichkeiten müssen nachhaltig verbessert werden.
- 35 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt, fast acht Prozent sogar sehr stark. Ernährungs- und Pflegeprogramme für unterernährte Kinder sind deshalb besonders wichtig. Über die Hälfte der Kinder in Birma geht weniger als fünf Jahre zur Schule. Es gibt nicht genug Schulen, vorhandene Bildungseinrichtungen sind mangelhaft ausgestattet.
- Kinderhandel, Kindermissbrauch und Kinderarbeit sind ein großes Problem.
- Vor allem die junge Generation weiß nur wenig über HIV/AIDS. Prävention und Aufklärung sowie die medizinische und psychologische Versorgung von Betroffenen sind dringend notwendig, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Die Antwort von Save the Children
Seit 1995 arbeitet Save the Children als eine von wenigen Nichtregierungsorganisationen in Birma. Unsere Arbeit mit Kindern unter fünf Jahren umfasst die medizinische Versorgung und die Überwachung und Förderung der frühkindlichen Entwicklungsprozesse. In schwer zugänglichen Gebieten behandeln wir Infektionen und Krankheiten wie Malaria und Durchfall. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Hilfe für Familien, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind. Wir stellen z.B. sicher, dass diese Familien genug zu essen und sauberes Trinkwasser haben.
Drei Beispiele für die Arbeit von Save the Children
Schutz für Kinder
Save the Children konnte bisher viele Kinder und Jugendliche, die von Ausbeutung, Kinderhandel und Kinderarbeit betroffen waren, in stabile Lebensverhältnisse zurückführen. Durch unser Präventionsprogramm „Aufklärung gegen Ausbeutung“ haben wir mehr als 50.000 Kinder vor der Ausbeutung geschützt. Über 2.000 Freiwillige und lokale Mitarbeiter erhielten Schulungen, damit sie die Menschen in schwer zugänglichen Gebieten des Landes über Kinderhandel und Kinderarbeit aufklären.
Bildung
In Zentren für frühkindliche Entwicklung und Pflege verbessern wir die Frühförderung von Kindern unter fünf Jahren. In 85 dieser Zentren konnten wir bisher über 20.000 Kinder fördern. Obwohl 80 Prozent der Kinder in die Schule gehen, beendet die Hälfte dieser Kinder die fünf Grundschuljahre nicht. Save the Children gibt Kindern aus sozial schwachen und veramten Familien die Möglichkeit, die verpassten Schuljahre in unseren Bildungsprojekten nachzuholen. Für Jugendliche führen wir Schulungen durch, die den Berufseinstieg ermöglichen sollen. Hier lernen die Jugendlichen unter anderem, mit einem Computer umzugehen. Bisher konnten wir 300 Mädchen und über 2.500 junge Männer durch diese Schulungen auf ihr Berufsleben vorbereiten.
Gesundheit und medizinische Versorgung
Save the Children sorgt dafür, dass Kinder und ihre Eltern eine medizinische Grundversorgung erhalten. Außerdem ergreifen wir Maßnahmen, um die Kindersterblichkeit zu senken. Wir sorgen dafür, dass schwangere Frauen und Mütter medizinisch betreut werden. Zudem klären wir über hygienische Grundregeln auf, durch die Krankheiten und Infektionen verhindert werden können. Unsere Gesundheitsprogramme versorgen Familien mit sauberen Wasser und hygienischen Sanitäranlagen. In 49 Dörfern haben unsere Projekte bereits über 32.000 Menschen erreicht.