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Save the Children Deutschland

Wo wir arbeiten

Save the Children Deutschland gehört mit 27 anderen nationalen Organisationen zur International Save the Children Alliance. Wir arbeiten in über 120 Ländern, um für die Rechte der Kinder zu kämpfen und sie vor Krankheit, Hunger und Ausbeutung zu schützen.

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Deutschland

Save the Children hilft Kindern in Deutschland

Mitwirkung in Sicht, Bildungscent e.V. und Save the Children Deutschland. (Copyright: Bildungscent e.V./Save the Children Deutschland, Save the Children Deutschland)1919 gründete die englische Lehrerin und Krankenschwester Eglantyne Jebb zusammen mit ihrer Schwester Dorothy den „Save the Children Fund“ in London. Die beiden Schwestern sammelten vor allem Spenden, um Kindern in Deutschland und Österreich zu helfen, die unter den Folgen des Ersten Weltkrieges litten. Überlebenswichtige Dinge wie Kohle und Kleidung waren im Nachkriegsdeutschland Mangelware. Save the Children führte Patenschaften für arme Kinder ein. Die Hilfsorganisation unterstütze Waisenhäuser und Schulen in Berlin, führte Speisungen in so genannten „Cacao-Stuben“ durch und verteilte Essensrationen und Kleiderspenden.  Zwischen 1919 und 1960 hat Save the Children so Tausenden Kindern in ganz Deutschland geholfen.

Warum fördert Save the Children seit 2008 wieder Projekte in Deutschland?

Save the Children hat das Ziel, die universell geltenden Rechte aus der UN-Kinderrechtskonvention überall auf der Welt umzusetzen - auch in unserem eigenen Land. In Deutschland geht es Kindern heute vergleichsweise gut. Die Probleme von Mädchen und Jungen sind weniger drastisch, als wir das aus Entwicklungsländern kennen. Die Forderung beispielsweise nach guter Schulbildung steht aber auch in Deutschland ganz oben auf der Tagesordnung.

Wie können die Menschen in Deutschland die deutschen Programme unterstützen?

Save the Children arbeitet seit Frühsommer 2008 mit zwei erfahrenen Partnerorganisationen zusammen. Schwerpunkte unserer Projekte in Deutschland sind Schule und Bildung. Unser Ziel ist es, die Programme in Deutschland weiter auszubauen und noch mehr Mädchen und Jungen zu erreichen.

Kinderrechte in den Neuen Medien 

Seit den 90er Jahren macht sich Save the Children international für die Einhaltung von Kinderrechten in den Neuen Medien stark. Neue Technologien erfordern eine andere Herangehensweise an den Schutz der Persönlichkeitsrechte von Kindern und Jugendlichen. Sie haben das Recht auf Freiheit und Information, sie sind technisch versiert, greifen selbstverständlich auf Informationen aus dem Internet zu und erstellen eigene Inhalte. Save the Children stellt sich der Herausforderung, gemeinsam mit Jugendlichen alle Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre voll auszuschöpfen.

Mobile Nutzung 2.0

Neue Medien: Mobile Nutzung 2.0. Neue Medien: Mobile Nutzung 2.0 (Copyright: Save the Children Deutschland)Das Mobiltelefon ist aus dem Alltag der Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. 95 % der 12- bis 19-Jährigen haben ein eigenes Handy (Jim-Studie 2008) und insbesondere für die jüngeren Nutzer entwickelt es sich zu einem selbstverständlichen Zugangskanal zum Internet. Laut der aktuellen Studie Mobile Web Watch 2008 besitzen bereits 68 % der 14- bis 19-Jährigen ein internetfähiges Handy, mit dem sie auch sogenannte Location Based Services (LBS) in Anspruch nehmen können. Diese standortbezogenen Dienste ermöglichen es unter Zuhilfenahme von positions-, zeit- und personenbezogenen Daten, ein Handy und somit den aktuellen Standort des Besitzers in Sekundenschnelle zu orten.

Die Nutzungsmöglichkeiten der LBS sind vielfältig. Zwar bietet die Inanspruchnahme eines mobilen Dienstes gegenüber dem stationären Internet Vorteile, doch offenbaren sie sensible Daten aus der Privatsphäre der jungen Nutzer. Ziel von Save the Children ist es, Kinder und Jugendliche in Bezug auf die Verwendung standortbezogener Dienste aufzuklären, zu sensibilisieren und ihre Rechte zu schützen. Dabei ist es eine wichtige Voraussetzung, dass diese ihre Rechte kennen und an der Diskussion und Entwicklung von Maßnahmen beteiligt werden.

Mitwirkung in Sicht

Mitwirkung in Sicht. BildungsCent e.V. und Save the Children Deutschland. (Copyright: Bildungscent e.V./Save the Children Deutschland, Save the Children Deutschland)Kinder, die aktiv beteiligt sind an der Gestaltung ihres Schulalltags, sind motivierter, toleranter und sozialer im Umgang miteinander, lautet die zentrale Erkenntnis demokratiepädagogischer Forschung. Save the Children fördert deshalb das Projekt „Mitwirkung in Sicht“ von BildungsCent e.V. , das die Mitbestimmung der Kinder in ihrer Schule fördert.

Nach Einschätzung der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention fehlt gerade an Schulen in Deutschland oft eine lebendige Beteiligungskultur. Dabei liegt in der Mitwirkung die große Chance, dass Schülerinnen und Schüler die positive Erfahrung machen, wertgeschätzt zu werden. Wenn Schule als Ort erlebt wird, an dem alle weltoffen, respektvoll und gerecht miteinander umgehen, kann das die Bereitschaft zum gemeinsamen Engagement fördern.

Mitwirkung in Sicht, Bildungscent e.V. und Save the Children Deutschland. (Copyright: Bildungscent e.V./Save the Children Deutschland, Save the Children Deutschland)Sieben Grundschulen in Ostdeutschland und drei in Westdeutschland haben sich im Schuljahr 2009/2010 an diesem Programm beteiligt. Unterstützt werden sie durch einen fachkundigen SchulCoach. Dieser SchulCoach arbeitet in enger Verbindung mit dem Kollegium, der Schulleitung, Eltern und Kindern an Ideen, wie die Schüler Unterricht und Schulalltag aktiver mitgestalten und Konflikte gewaltfrei lösen können. Im vergangenen Schuljahr gab es bereits gute Ergebnisse dieser Arbeit. In einer Grundschule wurden z.B. Trainingseinheiten zu sozialen Kompetenzen etabliert. An einer anderen Schule entstand ein Projekt zur Bildung von Klassenräten, nachdem sich die Schüler mit den bestehenden Regeln der Schule auseinandergesetzt hatten. Ziel der gemeinsamen Initiative von Save the Children und BildungsCent e.V. ist es, Kindern schon frühzeitig solche Mitwirkungsmöglichkeiten zu bieten. Bereits in der Grundschule sollen demokratisches Denken und Handeln im Bewusstsein der Kinder verankert werden. Langfristig werden so Kinderrechte gestärkt und ein positives, gewaltfreies Schulklima gefördert.

 

BildungsCent e.V.

BildungsCent e.V. wurde 2003 gegründet, um die Lern- und Lehrkultur in Deutschland zu fördern. Bis heute hat der Verein mehr als 200 Schulprojekte mit SchulCoaches umgesetzt. Diese SchulCoaches beraten Schulen über Themen wie Medienkompetenz, Ernährung und Klimaschutz und versuchen, diese Themen in den Schulalltag zu integrieren. Darüber hinaus versteht sich BildungsCent e.V. als Plattform des gesellschaftlichen Engagements im Bildungsbereich und wird von namhaften Unternehmen unterstützt.

Deutschland VESSNA: Starke Mädchen, starke Jungen - Recht auf Bildung und Zukunft

Kinderrechte sind keine Frage der kulturellen Identität. (Copyright: Strohhalm e.V./Save the Children Deutschland, Save the Children Deutschland)Gewalt in Familien kennt viele Gesichter: Brutale Schläge und psychische Misshandlung, aber auch die alltägliche Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen. Jede Form von Gewalt ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte und, bei Minderjährigen, außerdem ein Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Menschen- und Kinderrechte gelten universell – unabhängig davon, welcher Religion oder Kultur man angehört.

Mit Unterstützung von Save the Children setzt Strohhalm e.V. im Schuljahr 2009/2010 das Programm VESSNA an einer Förderschule in Berlin fort. Die Schule wird von vielen Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund besucht. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihrer Umwelt in Schule und Familie zu beteiligen und die Zahl der Schulabbrecher zu reduzieren. Einer der Gründe dafür, dass Mädchen und Jungen der Schule fernbleiben ist oft eine von Familien arrangierte Verheiratung im Teenager-Alter.

Strohhalm e.V.. (Copyright: Strohhalm e.V./Save the Children Deutschland, Save the Children Deutschland)Vor allem Roma-Mädchen und ihre Familien sind heute in Deutschland schwer für Hilfe und Unterstützung zu erreichen. Sie sind vor der Gewalt in ihrer Heimat geflohen und haben schlechte Erfahrungen mit Institutionen gemacht. Als Folge schotten sie sich ab und haben kaum Kontakt zu Familien anderer Herkunft.

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit arabischem und Roma-Hintergrund arbeiten in dem Präventionsprojekt direkt mit Kindern und Eltern zusammen, aber auch mit Lehrerinnen und Lehrern sowie den zuständigen Behörden. Die Einbeziehung aller soll dazu führen, dass Kinder sich selbst besser vor Gewalt und Unterdrückung schützen können. Gleichzeitig bekommen Eltern alternative Möglichkeiten zur Konfliktlösung in ihren Familien aufgezeigt. Langfristig lernen Kinder ihre Rechte selbstbewusst zu vertreten und das Recht auf ein gewaltfreies Umfeld einzufordern.

Strohhalm e.V.

Der Verein Strohhalm hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen professionellen Beitrag zur Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen zu leisten. Die Kernaufgabe ist seit der Gründung des Vereins 1987 die pädagogische Prävention in Grundschulen und Kitas. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass sexueller Missbrauch keine Form von Sexualität sondern eine Form von Gewalt ist.

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