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Save the Children Deutschland

Kinderrechte

Vier Jahrzehnte nach dem Inkrafttreten der Menschenrechte wurden Kindern 1989 besondere Rechte zuerkannt. Für Save the Children stehen Kinderrechte bereits seit mehr als 90 Jahren im Mittelpunkt der Arbeit.

Kinderrechte sind Menschenrechte

1948 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Was zunächst nur als politische Absichtserklärung begann, konnte in den folgenden Jahrzehnten in völkerrechtlich verbindlichen Verträgen festgeschrieben werden. Die Konvention über die Rechte des Kindes ist der am weitesten verbreitete Vertrag. Alle Länder der Welt – außer Somalia und die USA – haben die Kinderrechtskonvention als rechtlich verbindlich anerkannt. 

Erfahren Sie hier, wie Save the Children sich seit seiner Gründung 1919 für die Rechte von Kindern stark macht und wie wir die Kinderrechtskonvention praktisch umsetzen.

Unser Einsatz für Kinderrechte

Save the Children setzt sich dafür ein, dass die in der UN-Kinderrechtskonvention verbürgten Rechte für alle Kinder Realität werden – nicht nur auf dem Papier. Nicht alle Länder sind derzeit in der Lage dies selbst zu tun. Und so füllen wir in unserer täglichen Arbeit die Lücken und machen uns besonders für die praktische Umsetzung folgender Rechte stark:

  1. Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden.
  2. Kinder haben das Recht, gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden.
  3. Kinder haben das Recht bei ihren Eltern zu leben. Leben die Eltern nicht zusammen, haben die Kinder das Recht, beide Eltern regelmäßig zu treffen.
  4. Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein.
  5. Kinder haben das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht.
  6. Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, sich zu informieren, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.
  7. Kinder haben das Recht, dass ihr Privatleben und ihre Würde geachtet werden.
  8. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung.
  9. Kinder haben das Recht, im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden.
  10. Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit die aktiv am Leben teilnehmen können.

Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert Kindern noch viele weitere Rechte. Hier gibt es die ganze Konvention im Wortlaut.

Kinder haben Rechte

Alle Menschen haben allein aufgrund ihres Menschseins die gleichen Rechte. Diese sind universell, unteilbar und unveräußerlich. Das bedeutet, Menschenrechte gelten für alle Menschen, überall auf der Welt und unabhängig von ihrer Situation. Sie decken alle Bereiche des menschlichen Lebens ab und beinhalten bürgerliche und politische Rechte wie das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und freie Meinungsäußerung ebenso wie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, wie das Recht auf Bildung. Alle Rechte sind miteinander verbunden, so dass die Verweigerung einzelner Rechte auch die Realisierung andere Rechte schwächt. Menschenrechte können nicht aberkannt oder aufgegeben werden – sie sind unveräußerlich. Die gleichen Prinzipien gelten für Kinderrechte.

Die über Jahrhunderte erkämpften Rechte wurden erst in den letzten Jahrzehnten in Verträgen und Konventionen niedergeschrieben. Darin verpflichten sich Staaten die Rechte des jeweiligen Vertrages gegenüber den Menschen auf ihrem Territorium zu wahren und umzusetzen. Die Konvention über die Rechte des Kindes (allgemein bekannt als UN-Kinderrechtskonvention) von 1989 ist das Hauptinstrument, das die Kinderrechte garantiert. Mit 193 Mitgliedsstaaten ist sie der am weitesten anerkannte Menschenrechtsvertrag der Welt.

Die Rechte der UN-Kinderrechtskonvention gelten für alle Kinder unter 18 Jahren. Es ist also keine Frage der Wohltätigkeit, ob Kindern diese Rechte zugestanden werden – sie haben einen gesetzlichen Anspruch darauf. Einerseits verbietet die Konvention die Eingriffe in persönliche Freiheitsrechte (z.B. das Recht von Kindern auf Leben und Entwicklung), andererseits verpflichtet sie die Regierungen der Länder dort aktiv zu werden, wo es nötig ist, um die einzelnen Rechte zu gewährleisten (z.B. können alle Kinder ihr Recht auf kostenlose Grundschulbildung nur wahrnehmen, wenn es genügend Schulen gibt.).

Von der Genfer Erklärung zur UN-Kinderrechtskonvention

Wie kann Kindern, die von Katastrophen, Not und Ungerechtigkeit betroffen sind, geholfen werden? Wie kann man ihre Situation dauerhaft verändern? Was bedeutete es, bestimmte Rechte zu haben? Und wie können diese auch verwirklicht werden?

Die russische Hungersnot 1921 gab für Save the Children Gründerin Eglantyne Jebb den Ausschlag, sich für langfristig angelegte Hilfe einzusetzen. Nicht nur in Krisenzeiten, sondern dauerhaft wollte sie sich für die Rechte von Kindern engagieren und ihre Lebenssituation verbessern. Diese Überlegung führte zur ersten Erklärung der Rechte der Kinder, die Eglantnye Jebb 1923 im Save the Children-Magazin „The World’s Children“ veröffentlichte. Ihrem vehementen Einsatz für die Kinderrechte ist es zu verdanken, dass diese Grundsätze 1924 vom Völkerbund als „Genfer Erklärung“ verabschiedet wurden. 1959 bildeten sie die Grundlage für die „Erklärung der Rechte der Kinder“ der Vereinten Nationen – dem direkten Vorgänger der Kinderrechtskonvention. Am 20. November 1989 nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention an und schuf damit endlich eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für Kinderrechte. Sie ist der meist anerkannte Menschenrechtsvertrag der Welt.

Save the Children kämpft tagtäglich dafür, dass die Kinderrechtskonvention kein zahnloser Papiertiger bleibt und die Rechte auch umgesetzt werden. Denn eines haben wir von Eglantyne Jebb gelernt: Der stete Kampf lohnt sich und zeigt Früchte.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Seit 2011 gibt es ein Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention, das es Kindern erlaubt, sich über die Verletzung ihrer Rechte zu beschweren. Werden Kinder in ihren Rechten aus der Konvention verletzt, können sie nun eine Klage auf UN-Ebene anstreben.

Deutschland hat das Zusatzprotokoll als eines der ersten Länder unterschrieben – in Kraft tritt es aber erst 3 Monate nachdem mindestens 10 Länder es nicht nur unterzeichnet, sondern auch ratifiziert haben.

Die Umsetzung der Kinderrechte

Save the Children macht sich in seiner täglichen Arbeit für die Umsetzung der Kinderrechte stark, sowohl in der praktischen Umsetzung als auch auf politischer Ebene. Wir setzen uns für den Schutz von Kindern während und nach bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen ein. Dabei kümmern wir uns beispielsweise um Flüchtlingskinder in Gaza, Sri Lanka, Simbabwe und Pakistan. Dank unserer Programme gegen Säuglingssterblichkeit konnten wir tausende Neugeborene in Bangladesch, Ruanda und Afghanistan retten.

Beispiele aus der Praxis: In unseren Katastrophenvorsorgeprojekten identifizieren Kinder selbst in Gesprächen mit ihren Nachbarn und Mitschülern potentielle Gefahren, lernen Rettungswege und Fluchtrouten festzulegen, erhalten Schwimm- und Erste-Hilfe Unterricht und werden darin gefördert, diese Kenntnisse weiterzuvermitteln.

In vielen Projekten bilden wir Freiwillige aus, beispielsweise in der Früherkennung von Katastrophen oder in der Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten und Mangelernährung. Diese Kenntnisse werden von den Freiwilligen an Familien- und Gemeindemitglieder weitervermittelt und sorgen somit auch langfristig für eine verbesserte Versorgung der Kinder. Damit unterstützen wir die Umsetzung der garantierten Kinderrechte.

In Flüchtlingscamps richten wir Lern- und Spielzelte ein, damit Kinder die Möglichkeit haben, auch in Not- und Katastrophensituationen ein Stück Normalität zu erleben und Kind sein zu dürfen – denn sie haben ein Recht darauf.

Der Kinderrechtsbasierte Ansatz: In unserer Projektarbeit arbeiten wir nach dem kinderrechtsbasierten Ansatz. Das bedeutet, die in der Kinderrechtskonvention garantierten Rechte sind die Grundlage unserer Arbeit. In der Entwicklung, Umsetzung und Auswertung stellen wir sicher, dass unsere Projekte

  • das beste Interesse von Kindern in den Mittelpunkt stellen
  • die Entwicklung und – wo nötig – das Überleben von Kindern fördern,
  • besonders benachteiligte Kinder einbeziehen und Diskriminierung jeder Art entgegenwirken
  • Kinder aktiv in alle Projektschritte integrieren und ihre Meinung berücksichtigen

Download Poster "Kinderrechte"

Jetzt das Poster mit den Kinderrechten herunterladen, ausdrucken und im Klassenzimmer oder zu Hause aufhängen.

Viel Spaß damit!

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Kontakt

Bei weiteren Fragen zum Thema Kinderrechte wenden Sie sich bitte an:

 

Julia Burmann

Tel: 030-27 59 59 79 50

julia.burmann@savethechildren.de

Poster (Download)

Das Poster mit den Kinderrechten, für die wir uns stark machen. Hier als PDF zum Downloaden.

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Was wir tun

Erfahren Sie mehr über die Arbeitsbereiche von Save the Children.

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