Für die Rechte von Kindern: Gesundheit, Bildung, Katastrophen und Schutz vor Gewalt und Ausbeutung.
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Projektreise nach AngolaDetails
Ende April besuchte Christina Niederelz, Managerin in unserer Partnerschaftsabteilung, zusammen mit Reckitt Benckiser verschiedene Gesundheitsprojekte in Angola, die das Unternehmen in den letzten Jahren unterstützt hat.
„Unser Flugzeug landet pünktlich auf dem Airport von Luanda, der Hauptstadt Angolas. Luanda gilt als eine der teuersten Städte der Welt und war im letzten Jahr der größte Absatzmarkt für Autos der Luxus-Marke Hummer. Gleichzeitig nimmt Angola einen der untersten Plätze im Ranking des Human Development Index ein. 70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder medizinischer Grundversorgung. Die Kindersterblichkeitsrate gehört zu den höchsten der Welt. Die Infrastruktur ist spärlich ausgebaut. Uns erwarten acht Stunden Autofahrt über eine holprige Piste, und wir kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit in Huambo, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, an.
In den folgenden Tagen besuchen wir verschiedene Gesundheitsprojekte von Save the Children, die in den letzten Jahren von unserem Partner Reckitt Benckiser unterstützt wurden – darunter zum Beispiel eine Gesundheitsstation in der Gemeinde Mbave.
Diese Gemeinde der Provinz Huambo liegt so abgelegen, dass wir sie selbst bei trockenem Wetter kaum erreichen. Dennoch befinden sich die Bewohner Mbaves in einer vergleichsweise guten Situation, denn sie leben in einer der wenigen Gemeinden, die einen „Krankenjeep“ haben. Ohne diesen wäre es für die meisten Bewohner unmöglich, bei einer schwereren Erkrankung die Gesundheitsstation rechtzeitig zu erreichen. Sowohl die Kolleginnen und Kollegen von Save the Children, als auch die vielen Freiwilligen, die sich in unseren Projekten engagieren, beeindrucken uns mit ihrer Motivation und mit ihrem Wissen. Ich erlebe wieder wie wichtig es ist, dass Menschen vor Ort die Möglichkeit erhalten, ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familien und Kinder aktiv zu verbessern.
Vielen Dank an unseren Partner Reckitt Benckiser für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung unserer Gesundheitsprojekte für Kinder in Angola!“
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Be ready - Katastrophenhilfe von Save the Children und UnternehmenspartnernDetails
Die durch das Erdbeben vom 11. März ausgelöste Katastrophe in Japan und die dramatischen Nachrichten und Bilder, die uns seitdem erreichen, haben auch in Unternehmen zu großer Betroffenheit und Hilfsbereitschaft geführt. Viele Unternehmen entschlossen sich umgehend, unsere Nothilfe für Japan mit großzügigen Unternehmensspenden zu unterstützen, oder gemeinsam mit Kunden und Mitarbeitern Spenden zu sammeln.
Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen unseren Partnern bedanken!
Schneller Einsatz vor Ort
Save the Children kann in Notsituationen schnell handeln, weil wir besonders gut auf Katastrophenfälle vorbereitet sind. Vor allem in akuten Notlagen wie jetzt in Japan, aber auch nach dem Erdbeben in Haiti oder der Flutkatastrophe in Pakistan im vergangenen Jahr ist schnelles Handeln wichtig.
Daher hat Save the Children vor zwei Jahren ein Katastrophenaktionsplan namens be ready! entwickelt, um uns, aber auch unsere Unternehmenspartner adäquat auf Notsituationen vorzubereiten. So haben bereits am Freitag, dem Tag der Katastrophe in Japan, viele unserer Partner erste konkrete Berichte, Bilder und Online-Informationen erhalten, die sie für Spendenaktionen und ihre interne Kommunikation verwenden. Die Materialien werden regelmäßig aktualisiert und unsere Partner so auf dem neuesten Stand über unsere Soforthilfe gehalten.
Schnelle Kommunikation mit unseren Unternehmenspartnern
Viele Katastrophen brechen plötzlich über ein Land herein, andere bahnen sich an und sind voraus- sehbar. Hinzu kommt, dass Notsituationen immer häufiger auftreten. So hat sich allein die Zahl der Naturkatastrophen in den letzten 20 Jahren vervierfacht - Überschwemmungen, Erdbeben, Wirbel- stürme. Doch natürlich können auch andere Ereignisse katastrophale Folgen für Menschen haben, zum Beispiel Hungersnöte, Kriege, Flucht und gewaltsame Auseinandersetzungen. Kinder sind von solchen Katastrophen oft am stärksten betroffen. Sie sind Naturgewalten und Konflikten hilflos ausgeliefert. Die Hälfte aller Opfer in Katastrophen sind Kinder!
Save the Children wurde selbst nach einer Katastrophe gegründet, 1919 nach dem 1. Weltkrieg, und ist seit Jahrzehnten in der Nothilfe aktiv. Wir haben die Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung unserer Hilfsmaßnahmen erkannt und verfolgen deshalb seit einigen Jahren weltweit einen einheitlichen Ansatz. Neben der akuten Nothilfe leisten wir auch Katastrophenvorsorge, um Kinder und ihre Familien auf Notsituationen vorzubereiten.
Warum Partner so wichtig sind
Bereit sein, schnell reagieren, vielen Menschen helfen – Unternehmen können dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie selbst spenden, ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner um Unterstützung bitten oder uns mit Bannern und Anzeigen helfen, auf die akute Not von Menschen aufmerksam zu machen.
Wenn auch Sie unser Partner in Katastrophen werden wollen, wenden Sie sich gerne an:
Christina Niederelz
030 – 27 59 59 79 – 24
christina.niederelz@savethechildren.de
Be ready!
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Erfolg und ProjektevaluationDetails
Erfolg ist definiert als das Erreichen eines Ziels. Übergeordnetes Ziel von Save the Children ist es, das Leben von Kindern zu verbessern – sofort, wirkungsvoll und dauerhaft.
Als eine Maßnahme zur Erreichung unseres Ziels – unserer „Mission“ – führen wir Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit durch. Jedes dieser Projekte dient einem Projektziel, das zur Erreichung unserer übergeordneten Ziele führen soll. So fördern wir zum Beispiel die Ausbildung von Hebammen und Lehrern mit dem Ziel, dass Kinder eine bessere Gesundheitsversorgung und Schulausbildung erhalten. Innerhalb dieser Projekte sind wiederum Unter- und Zwischenziele definiert, die Wahl unserer Maßnahmen dient diesen Etappenzielen. Aber woran erkennen wir überhaupt, ob bestimmte Maßnahmen zum Projektziel und damit zum Erreichen unseres Auftrags führen?
Im ersten Schritt kann ein Erfolg nur dann erreicht werden, wenn die Zieldefinition auf Basis einer Aus-
gangsanalyse erfolgt. Den Soll-Zustand definieren wir als Impact, also die Wirkung eines Projektes. Geeignete Maßnahmen, entwickelt und erprobt in über 90 Jahren Erfahrung in Kombination mit der aktuel-
len Forschung, führen zum Projekt-Output. Ob der Output tatsächlich im gewünschten Maße erfolgt und dann auch noch die gewünschte Wirkung erzielt, muss laufend evaluiert werden.
Zur Kontrolle des Projektdesigns führt Save the Children regelmäßige Evaluationen durch, die neben der laufenden, meist quantitativen Berichterstattung, qualitative Ergebnisse liefern sollen. Es ist nicht für jedes einzelne Projekt möglich, ein Institut oder eine andere wissenschaftliche Einrichtung mit der Evaluation zu beauftragen. Um möglichst objektive Ergebnisse zu erhalten, wird ein Team aus internatio-
nalen Save the Children-Experten gewählt, um die Evaluation durchzuführen. Stichprobenartig wird der Projekt-Output kontrolliert. Der Schwerpunkt liegt auf der qualitativen Befragung der Projektbeteiligten und Projektmitarbeiter. Dabei wird zum Beispiel gefragt, welche Bedeutung das Projekt für einzelne Gemein-demitglieder hat, oder was die Gemeinde tun kann, um das Leben ihrer Kinder weiter zu verbessern.
Save the Children arbeitet kontinuierlich daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern und damit den Projekterfolg zu sichern, um der Erreichung der Ziele wieder ein kleines Stück näher zu kommen. -
Transparenz schafft VertrauenDetails
Als Unterstützer und Kooperationspartner von Save the Children schenken uns Spender und Unternehmen ihr Vertrauen – eine Art der Wertschätzung, die Glaubwürdigkeit und Transparenz voraussetzt. Bei Save the Children begegnen wir diesem Thema daher schon seit vielen Jahren mit Eigeninitiative sowie freiwilligen Verpflichtungen und wollen auch die aktuell geführte Transparenzdebatte aktiv fördern und anregen.
Transparenz – Dieses Stichwort ist derzeit immer wieder in den Medien zu lesen und wird in der Gesellschaft viel diskutiert. Besonders für den Dritten Sektor spielt Transparenz eine relevante Rolle und stellt das Fundament allen sozialen Engagements. So wird das Gesamtspendenvolumen in Deutschland auf drei bis fünf Milliarden Euro geschätzt - ein Betrag, der nur auf Grund des Vertrauens der Spender erzielt werden kann.
In den letzten Jahren führten Negativschlagzeilen über veruntreute Spendengelder zu einer wachsenden Verunsicherung der Spender. Nachdem sich die Organisationen der Zivilgesellschaft dieser Herausforderung lange Zeit versperrt haben, begegnen sie ihr nun endlich mit Eigeninitiative und konkreten Forderungen. So gründete sich beispielsweise in diesem Jahr, einberufen unter Federführung von Transparency International, die „Initiative transparente Zivilgesellschaft“. Der Zusammenschluss von Privatpersonen engagiert sich für eine einheitliche Veröffentlichungspflicht für gemeinnützige Organisationen und benennt Transparenz als Grundstein der Vertrauensbildung. Neben diesen gegenwärtigen und privatinitiierten Aktivitäten dürfen aber staatlich finanzierte Prüforgane, wie etwa das 1893 eröffnete DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen), nicht unerwähnt bleiben.
Ebenso gibt es auf Unternehmensseite zahlreiche Anstrengungen, um die Einhaltung bestimmter CSR-Kriterien transparent zu halten und offen zu legen. Diese Initiativen reichen von der freiwilligen Veröffentlichung jährlicher Nachhaltigkeitsberichte über die Selbstverpflichtung zur Einhaltung bestimmter Kriterien (z.B. im UN Global Compact) bis hin zur Überprüfung der angestrebten CSR-Ziele durch externe Organe (bspw. Ranking der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch IÖW/ future e.V.).
Selbstverständlich besetzt das Thema Transparenz auch bei Save the Children eine übergeordnet wichtige Position. So unterziehen wir uns freiwillig einer jährlichen Wirtschaftsprüfung, verpflichten uns zur Einhaltung des VENRO-Verhaltenskodex „Transparenz – Organisationsführung – Kontrolle“, gehören zu den Gründungsunterzeichnern der INGO Accountability Charter und besitzen den vom Finanzamt anerkannten Status der Gemeinnützigkeit.
Speziell für unsere Unternehmenspartner bieten wir bei Kooperationen zusätzlich ein regelmäßiges Reporting der Fortschritte und satzungsgemäßen Verwendung der Gelder im Projekt vor Ort, führen Evaluationen durch und ermöglichen mit Field-Trips den direkten Einblick „mit den eigenen Augen“. Diese Transparenzkriterien gelten gleichberechtigt auch für potentielle Partner, welche wir vor Vereinbarung einer Kooperation durch ein unabhängiges Institut auf die Einhaltung unserer Leitlinien und Kodizes überprüfen lassen. Für uns ist dies alles ein fester Bestandteil nachhaltiger Zusammenarbeit und ein Dankeschön an unsere Partner – ohne deren Vertrauen und Unterstützung wir unsere Arbeit nicht so erfolgreich fortsetzen könnten!
Informationen zum Weiterlesen:
- http://www.ingoaccountabilitycharter.org/
- http://www.transparency.de/Initiative-Transparente-Zivilg.1612.0.html
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Partnerschaften mit StiftungenDetails
Vom 5.-7. Mai fand der Deutsche StiftungsTag 2010 des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen statt. Save the Children war zum zweiten Mal bei dem größten europäischen Stiftungstreffen vertreten, obwohl wir keine Stiftung, sondern ein eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit sind.
Mit den Stiftungen vereint uns unser philanthropischer Gedanke. Trotz ganz unterschiedlich ausgeprägter Satzungen verfolgen wir letztendlich ein gemeinsames Ziel – die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Das unterscheidet Stiftungen auch von Unternehmen, die verständlicherweise zunächst ihr Unternehmensinteresse – also gegebenenfalls auch das ihrer Teilhaber – verfolgen müssen.
Von der thematischen und methodischen Entwicklungsarbeit, die Stiftungen leisten, profitiert letztendlich die ganze Gesellschaft. Welche Themen identifizieren Stiftungen als besonders förderungswürdig? Wenngleich der Trend in Deutschland in Richtung Wissenschaftsförderung geht, setzt sich Save the Children dafür ein, internationale Projekte und Entwicklungszusammenarbeit stärker in den Fokus zu rücken. Globale Krisen können nicht nur lokal gelöst werden.
Nicht zu kurz kommen darf auch der Austausch über das „Tagesgeschäft“. Wie werden Projekte letztendlich umgesetzt, wo entwickeln sich Partnerschaften? Save the Children arbeitet bereits mit mehreren Stiftungen, insbesondere Unternehmensstiftungen, zusammen, zum Beispiel mit der Siemens Stiftung und der Else Kröner Fresenius Stiftung. Wichtig ist für uns eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“. Nur so kann es eine gleichberechtigte Projektzusammenarbeit geben, in der beide Partner ihre Expertise einbringen.
Letztendlich ist der StiftungsTag auch ein großes Netzwerktreffen. Er bietet die Gelegenheit, viele mögliche Partner gezielt aber auch zufällig kennen zu lernen – zum Beispiel im neu gegründeten Forum für Unternehmensstiftungen. Wir brauchen die tatkräftige Unterstützung deutscher Stiftungen, um unsere Ziele zu erreichen und Kindern zu helfen. Herzlichen Dank an den Bundesverband Deutscher Stiftungen, der uns die Möglichkeit gibt, diesem Ziel näher zu kommen.
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Partnerschaften von NGOs und UnternehmenDetails
Wie können NGOs und Unternehmen gut zusammenarbeiten, um nachhaltig und langfristig zu helfen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein neues Buch, das Save the Children initiiert hat. Der Sammelband „Partnerschaften von NGOs und Unternehmen – Chancen und Herausforderungen“, ist eine der ersten Veröffentlichungen zu diesem Thema in Deutschland. Autoren aus NGOs, Unternehmen, Wissenschaft und Beratung beschreiben, vor welchen Herausforderungen die Partner dabei stehen, aber auch, welche Potenziale sich durch die Zusammenarbeit eröffnen.
Die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dazu gehören auch Kooperationen mit lokalen und internationalen Nichtregierungs-organisationen. Die Umsetzung stellt für beide Partner oft eine Herausforderung dar, denn die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren aus dem Sektor Wirtschaft (Unternehmen) und dem Dritten Sektor (Nichtregierungsorganisationen) befindet sich in Deutschland noch in den Anfängen. Es bedarf daher einer Vielzahl an Faktoren und Rahmenbedingungen, die vor und während einer Zusammenarbeit beachtet werden müssen, um die unterschiedlichen Erwartungen und Ziele zu erfüllen.
Bei der Vorstellung des Buches auf dem 6. Deutschen CSR-Forum EnviComm in Stuttgart zeigte sich, dass das Thema Unternehmen wie NGOs gleichermaßen umtreibt. Sind die Unternehmen nur marketing-getrieben und auf gute PR aus? Gefährden Partnerschaften die Identität der gemeinnützigen Organisa-tionen? Sind NGOs nicht professionell genug, um den Unternehmen gleichwertige Partner zu sein? Solche Fragen wurden offen diskutiert und es zeigte sich, dass es trotz großer Unterschiede in den Zielsetzungen ein Bedürfnis nach Annäherung und Zusammenarbeit gibt. Große Probleme können nur in Allianzen gelöst werden. Darum liegt in den Bündnissen von Organisationen und Unternehmen die Chance, gemeinsam nachhaltig zu helfen.
Weitere Einzelheiten zum Buch finden Sie hier: http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-17099-2/Partnerschaften-von-NGOs-und-Unternehmen.html