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Save the Children Deutschland

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Not- und Katastrophenhilfe

Was ist eine Katastrophe?

Betalham, five, eats plumpy nut, a high-energy food prescribed to children suffering the effects of malnutrition, Ethiopia. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Eine Katastrophe ist ein Ereignis mit so schwerwiegenden Folgen für eine Gesellschaft, dass sie diese aus eigener Kraft nicht bewältigen kann. Katastrophen können natürliche oder menschen-gemachte Ursachen haben: Hungersnöte, Überschwemmungen, Erdbeben, Wirbelstürme, aber auch Kriege. Viele Katastrophen brechen plötzlich über ein Land herein, andere bahnen sich an und sind voraussehbar. Viele dieser Krisen sind „chronisch“ – sie dauern über viele Jahre, der Krisenzustand wird zur Normalität. Beispiel Äthiopien: Dürre-Perioden verursachen immer wieder Hungersnöte.

Katastrophen nehmen zu

Kind in Gaza. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Naturkatastrophen vervierfacht. Allein 2008 sterben 230.000 Menschen durch Wirbelstürme, Erdbeben, Brände und Dürre-Katastrophen. Der Zyklon Nargis in Myanmar und das Erdbeben in China forderten dabei die meisten Opfer. Aber auch  kriegerische Auseinandersetzungen lösten Kathastrophen aus. Beispiel Gaza: Im Januar 2008 eskaliert der Konflikt mit Israel. Drei Wochen lang fallen Bomben. Tausende Kinder und ihre Familien werden obdachlos. Derzeit leben weltweit 40 Millionen Menschen in Flüchtlingslagern unter katastrophalen Bedingungen.

Kinder sind besonders betroffen

Kind im Flüchtlingslager in Goma, DRC. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Kinder sind von Katastrophen am stärksten betroffen. Sie sind  Naturgewalten und Konflikten hilflos ausgeliefert. Die Hälfte aller Opfer in Katastrophen sind Kinder! Tausende sterben oder werden schwer verletzt. Andere verlieren auf der Flucht ihre Familie und irren alleine und schutzlos umher. Die Gefahr entführt und missbraucht zu werden ist sehr groß. In Krisen- und Konfliktgebieten wie der Demokratischen Republik Kongo zwingen bewaffnete Gruppen Mädchen und Jungen oft dazu, als Kindersoldaten zu kämpfen. Weltweit sind mehr als 250.000 Kindersoldaten für Rebellen- und Regierungsarmeen im Einsatz.

Save the Children in Katastrophengebieten

Save the Children hilft Kindern im Nachkriegsdeutschland. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Save the Children leistet seit seiner Gründung vor 90 Jahren Not- und  Katastrophenhilfe. Eines der ersten Länder, in denen wir aktiv wurden, war Deutschland. Nach dem Ersten Weltkrieg versorgte Save the Children hier Tausende Mädchen und Jungen mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung und kümmerte sich um Waisen- und Flüchtlingskinder. Heute helfen wir Kindern und ihren Familien weltweit in Not- und Katastrophensituationen. Wir sind die einzige Nichtregierungsorganisation, die zusammen mit der UN die Katastrophenhilfe im sogenannten „Emergency-Cluster“ im Bereich Bildung koordiniert.

Katastrophenvorsorge - Disaster Risk Reduction

Was ist Disaster Risk Reduction?

Kinder zeichnen Flüchtpläne nach dem Zyklon Nargis in Myanmar. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)In unseren Projekten zur Katastrophenvorsorge (Disaster Risk Reduction) lernen Kinder, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Risiken einzuschätzen. Außerdem erfahren sie, wie sie sich in Katastrophensituationen richtig verhalten. Konkret heißt das zum Beispiel: Kinder entwerfen Fluchtpläne für den Ernstfall. In Gebieten, die häufig von Flutkatastrophen betroffen sind, kann auch Schwimmunterricht Kinderleben retten. In den kommenden fünf Jahren wird Save the Children in besonders gefährdeten Regionen drei Millionen Kinder auf Katastrophen vorbereiten, um die  Auswirkungen im Ernstfall möglichst gering zu halten.

 

Lernen aus der Katastrophe: Min Mins Geschichte

Min Min in Myanmar. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Der sechsjährige Min Min lebt in Kamar Kalun, einem kleinen Ort, eineinhalb Stunden von der Hauptstadt Rangun entfernt. Im Mai 2008, verwüstete ein verheerender Zyklon sein Dorf, das von Reisfeldern umgeben ist. Viele Bewohner, darunter auch acht Kinder, starben. Min Mins Haus wurde völlig zerstört. „Als der Sturm kam, rannen wir zu einer alten Scheune. Ich lief mit meiner Mutter einfach nur los, wir hatten keine Zeit nachzudenken." Sie brachten sich in einer alten Scheune in Sicherheit und überlebten. Nach dem Sturm war das Dorf überflutet. An manchen Stellen mussten die Menschen durch das Wasser waten und versanken bis zum Bauch im Schlamm. In den Tagen und Wochen danach wurden überall Leichen angeschwemmt.

Min Min, six, attends class in a temporary school built by Save the Children, Kungyangon Township, Yangon, Myanmar (Burma).. (Copyright: Louise Dyring Nielson/Save the Children Denmark, Save the Children Deutschland)Heute, ein Jahr nach der Katastrophe, lebt Min Min mit seinen Eltern und seiner Großmutter in einem neuen Haus. Er geht auch wieder zur Schule. Save the Children-Mitarbeiter errichteten ein neues Schulgebäude, zunächst aus Bambus und Plastikplanen. Drei Lehrer unterrichten hier 94 Schüler.  „Wir sind sehr glücklich, dass wir diese Schule haben", sagt eine der Lehrerinnen und zeigt nach draußen. Von der alten Schule ist nur noch ein Trümmerhaufen übrig geblieben. In der Schule lernt Min Min nicht nur lesen und schreiben, sondern auch, wie er sich im Katastrophenfall schützen kann. Die Schüler erarbeiten Fluchtpläne und lernen Erste Hilfe zu leisten – einfache Dinge, die im Ernstfall Leben retten können.

Katastrophenvorbereitung - Emergency Preparedness

Auf den Ernstfall vorbereitet sein

Lagerhaus von Save the Children In Vietnam. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland) Um im Katastrophenfall schnelle Hilfe leisten zu können, müssen wir gut vorbereitet sein. Wir stocken deshalb Lebensmittel, Medikamente und wichtige Haushaltsgegenstände in unseren Lagerhäusern ständig auf, damit wir sie unmittelbar nach einer Katastrophe verteilen können. Darüber hinaus bereiten wir unsere Mitarbeiter vor Ort in speziellen Schulungen gezielt auf ihren Einsatz in Katastrophengebieten vor. Außerdem arbeiten wir eng mit lokalen Behörden zusammen. In Kolumbien haben wir beispielsweise Angestellte im öffentlichen Dienst weitergebildet und für das Thema Kinderschutz im Katastrophenfall sensibilisiert. So sind wir  für den Ernstfall gerüstet und in der Lage sofort zu reagieren.

Vietnam: Vorbereitung auf die nächste Flut

Moi, nine, Em, six and Hanh, nine (left to right) stand next to a row of thin palm trees, Tan Dien, Vietnam.. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Oktober 2007: Eine Flutwelle vernichtet im Oktober 2007 die Ernte in Thach Lam, Vietnam.  Tausende Menschen, darunter viele Kinder, fliehen vor den Wassermassen. Der neunjährige Moi, Em (6) und Hanh (9) haben überlebt. Save the Children für und mit den Menschen dort Katastrophenpläne erarbeitet, damit sie künftig besser auf solche Katastrophen vorbereitet sind. Auch die Kinder waren an der Ausarbeitung beteiligt.  In unseren Lagerhäusern lagern Sandsäcke und - ganz wichtig - Schwimmwesten speziell für Kinder!Außerdem gibt es inzwischen einen Fluchtweg, der es Kinden wie Moi und seinen Freunden ermöglicht, auch im Katastrophenfall noch ihre Schule zu erreichen.

Nothilfe - Emergency Response

Schnell Hilfe leisten

Kind im Flüchtlingslager in Goma, DRC. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Unmittelbar nach einer Katastrophe verteilen wir Lebensmittel und Medikamente. Mit mobilen Krankenstationen erreichen unsere Ärzteteams Verwundete und Verletzte auch in besonders abgelegenen Regionen. Außerdem errichten wir Schutz- und Spielzelte, wo Kinder Zuflucht finden, psychologisch betreut werden und vor Ausbeutung und Gewalt geschützt sind. Darüber hinaus helfen wir Familien, ihre Existenz wieder aufzubauen und so ihre Zukunft zu sichern.Beispiel Ostkongo: Save the Children kümmert sich um Kinder, die vor den blutigen Kämpfen in ihrer Heimat fliehen mussten. Wir versorgen Familien mit Nahrungsmitteln und Medikamenten und bieten traumatisierten Kindern psychologische Hilfe.

Auf der Flucht im Ostkongo: Gasigwas Geschichte

Flüchtlingskind im Ostkongo, Gasigwa. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Der 10-jährige Gasigwa ist allein. Seine Eltern und fünf Geschwister sind tot. Alles, was er besitzt, trägt er am Körper: Kleider und ein paar alte Schuhe. „Ich bin aus Rugari geflohen, weil ich Angst vor den Kämpfen hatte. Am meisten fürchte ich mich vor den Gewehrsalven. Als ich die Schüsse hörte, rannte ich weg.“ Gasigwa hatte Glück. Er wurde nicht von Soldaten gekidnappt. Er schaffte es, sich allein bis in die Provizhauptstadt Goma durchzuschlagen. Dort nahm ihn eine Familie auf. „Wir haben kein Dach über dem Kopf. Aber die Familie, bei der ich jetzt bin, gibt mir jeden Tag zu essen, meistens Maniok oder Bohnen. Aber oft sind wir danach noch hungrig.“

Save the Children im Einsatz im Ostkongo. (Copyright: Save the Children, Save the Children Deutschland)Wie Gasigwa sind Tausende Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo auf der Flucht vor Hunger, Krieg und Krankheit. In den vergangenen sieben Jahren sind in dem afrikanischen Land vier Millionen Menschen ums Leben gekommen. Save the Children-Mitarbeiter versorgen unterernährte Kinder mit Essen und Trinkwasser. Wir impfen Mädchen und Jungen gegen tödliche Infektionskrankheiten. Wir bieten traumatisierten Jungen und Mädchen psychologische Hilfe an und kümmern uns um die Zusammenführung von Familien, die durch Flucht und Vertreibung auseinandergerissen wurden.

Schule und Bildung

Kinder haben ein Recht auf Bildung - dafür kämpfen wir weltweit.

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Ausbeutung und Gewalt

Täglich werden Millionen Kinder geschlagen, missbraucht oder ausgebeutet.

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Überleben und Gesundheit

Jeden Tag sterben 25 000 Kinder weltweit an vermeidbaren Krankheiten.  

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