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DZI-Spendensiegel

Wo wir arbeiten

Save the Children Deutschland gehört mit 29 anderen nationalen Organisationen zu Save the Children International. Wir arbeiten in über 120 Ländern, um für die Rechte der Kinder zu kämpfen und sie vor Krankheit, Hunger und Ausbeutung zu schützen.

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Pakistan

Ein Jahr nach der Jahrhundertflut in Pakistan kämpfen die Menschen schon wieder mit dem Wasser. In der Provinz Sindh sind bereits 5 Millionen von der Flut betroffen. Dämme sind zum Teil durchbrochen und Ernten ruiniert. Save the Children ist vor Ort, um zu helfen.


Im Sommer 2010 wurde Pakistan von einer der schwersten Fluten des letzten Jahrhunderts überschwemmt. Mehr als 20 Millionen Menschen waren von den Auswirkungen der Katastrophe betroffen, allein zehn Millionen von ihnen Kinder. Noch immer kämpfen viele ums Überleben.
Obwohl sich die Wirtschaftslage in Pakistan zusehends verbessert, steht die pakistanische Bevölkerung noch immer vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Jahrzehnte des Krieges mit Indien um die Region Kaschmir und anhaltende Flüchtlingsströme aus dem benachbarten Konfliktstaat Afghanistan haben das südasiatische Land gezeichnet. Zudem ist Pakistan sehr anfällig für Naturkatastrophen wie Erdbeben, Dürren oder Über-
schwemmungen. Noch immer leben 24 Prozent der Pakistani unterhalb der Armutsgrenze. Vor allem in ländlichen Regionen gibt es viel zu wenig Schulen, die Gesundheitsversorgung ist unzureichend. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung kann weder lesen noch schreiben, Armut zwingt viele Kinder in unsichere Arbeitsverhältnisse. Schätzungsweise acht Millionen Mädchen und Jungen müssen zum Überleben der Familie beitragen, die Hälfte dieser Kinder ist nicht einmal neun Jahre alt.

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children 

Millionen von Menschen leben auch ein Jahr nach der schrecklichen Flut im Sommer 2010 noch in Notlagern und Behelfs-Unterkünften. Sie haben kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser. Studien zufolge leiden besonders Kinder an den Folgen der Katastro-
phe. Für die Jungen und Mädchen ist es schwer, in den Alltag zurück zu kehren, da ein Großteil der Schulen zerstört wurde. Außerdem ist der ohnehin sehr hohe Anteil an Kinderarbeit in manchen Gebieten nach der Flut noch einmal um ein Drittel angestiegen. Bereits vor der Flut waren Schätzungen zufolge 7% aller Erwerbstätigen in Pakistan Kinder. Unberücksichtigt bleiben in dieser Statistik diejenigen, die ihren Eltern im Haushalt oder im Geschäft helfen müssen. Kinder, die ohne Schutz aufwachsen, sind Prügelstrafen, sexuellem Missbrauch, Gewalt und Krankheiten wie HIV/AIDS vollkommen ausgeliefert. In manchen Gegenden sind mehr als 20 Prozent der Kinder unterernährt.
Die Angst vor einer erneuten Flutkatastrophe ist groß, weil ein Großteil der Dämme noch nicht wieder errichtet werden konnte und viele Häuser nicht ausreichend gesichert sind, um den Wassermengen stand zu halten.

Die Antwort von Save the Children

Save the Children arbeitet bereits seit 1979 in Pakistan. Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Not-und Katastrophenhilfe in den über-
fluteten Gebieten. Wir konnten mehr als 4 Millionen Menschen erreichen, die Hälfte von ihnen Kinder. Save the Children arbeitet verstärkt an Wiederaufbau- und Katastrophenvor-beugungsprogrammen.
Neben der Nothilfe in Krisensituationen setzen wir uns für die Umsetzung der Kinderrechte in der Republik ein. Schwer-punkte von Save the Children in Pakistan sind hierbei die Verbesserung des Gesundheits- und Bildungssystems sowie der Schutz besonders gefährdeter Kinder. Wir wollen Mädchen und Jungen helfen, der Armut und deren Folgen zu entkommen, um ihnen eine Chance auf ein besseres Leben zu geben.

UNSERE PROGRAMME IN PAKISTAN

Hilfe bei Naturkatastrophen

Während der Jahrhundertflut 2010 konnte Save the Children mit mobilen Gesundheitsteams, Ernährungsprogrammen und psy-
chologischer Unterstützung für traumatisierte Kinder sofort hu-
manitäre Hilfe leisten. Außerdem haben wir Übergangs-Schulen eingerichtet und setzen uns für den Wiederaufbau der von der Flut zerstörten Schulgebäude ein.
Save the Children arbeitet daran, Kinder und ihre Familien künftig besser auf Katastrophen vorzubereiten. Bereits im Oktober 2005 waren 73.000 Menschen bei einem schweren Erdbeben ums Leben gekommen, drei Millionen wurden ob-
dachlos. 2008 verloren 10.000 Menschen in der Region Balochistan durch ein Erdbeben und nachfolgende Überflutung ihr Zuhause. Save the Children war immer sofort vor Ort und konnte umgehend mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidung und Zelten beginnen. Möglich ist uns dies vor allem, durch unsere langjährige Erfahrung in Pakistan und durch Ihre Spenden.

Gemeindearbeit zur Überlebenssicherung von Müttern und Neugeborenen

Im Rahmen unserer globalen Kampagne gegen Kindersterblichkeit „EVERY ONE“ mobilisieren wir auch in Pakistan Gemeindemitglieder zur besseren Vorsorge und Fürsorge von werdenden Müttern, Wöchnerinnen und ihren Neugeborenen. Zusammen mit den lokalen Behörden etablieren wir auch in entlegenen Dörfern Systeme, um beispielsweise Frauen bei Geburtskomplikationen sicher in die nächste Gesundheitsstation zu bringen. Zudem klären wir direkt in den Dörfern über Säuglingspflege auf.

Schule statt Arbeit

Etwa die Hälfte der pakistanischen Kinder bekommt keine regelmäßige Schulbildung. Noch immer sehen viele Eltern keine Möglichkeit ihre Töchter und Söhne für längere Zeit in die Schule zu schicken, die Zahl der Schulabbrecher ist entsprechend hoch. In zahlreichen Schulprojekten mit lokalen Partnern arbeitet Save the Children an der dauerhaften Verbesserung des Bildungswesens in Pakistan. Vor allem Kinderarbeiter sollen die Möglichkeit haben, am Schulunterricht teilzunehmen. Wir bieten für die Mädchen und Jungen alternative Schulmöglichkeiten mit flexiblen Unterrichtszeiten an. So können Kinder, auch wenn sie arbeiten müssen,lernen.

Kinderschutz und Rechte


Save the Children hat es geschafft, auf Themen wie Armut, Gewalt, Missbrauch und Krankheit in der pakistanischen Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Zusammen mit der Regierung haben wir so beispielsweise für die Kinder in Azad Kashmir ein gesondertes Schutzgesetz entworfen. Save the Children ermöglicht es den Kindern, sich selbst für ihre Rechte einzusetzen und sorgt dafür, dass die Meinung der Kinder in nationalen Entscheidungen berücksichtigt werden. Zum 20. Geburtstag der Kinderrechtskonvention 2009 haben wir eine Aufklärungskampagne gestartet, die die Regierung zur Verabschiedung eines Gesetzes zum Schutz der Kinder vor ausbeuterischer Arbeit, sexuellem Missbrauch und der Prügelstrafe veranlassen soll. Eine wichtige Forderung ist hier auch, das Alter der Straffähigkeit von 7 auf 12 Jahre zu erhöhen.

 


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Ahmad lebt in Afghanistan. In der winzigen Wohnung gibt es  weder eine Toilette noch eine Küche.

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