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Arbeit
in Deutschland

Unser Einsatz für Kinder in Deutschland

Die Kinderrechte gelten gleichermaßen für alle Kinder weltweit. Doch auch in Deutschland werden sie nicht für jedes Kind gleichermaßen verwirklicht. Auch hierzulande werden Kinderrechte verletzt.

Gemeinsam mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft, staatlichen Akteuren und mit den Kindern selbst setzen wir uns dafür ein, die Kinderrechte in Deutschland nachhaltig zu stärken. Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Migration und Flucht, Bildung sowie Schutz vor Gewalt. Dabei haben wir vor allem Kinder im Blick, die zum Beispiel aufgrund ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft oder ihrer Lebenssituation benachteiligt und besonders von Kinderrechtsverletzungen betroffen sind.


Unsere Arbeitsschwerpunkte

Migration und Flucht

Wir machen uns für die Rechte geflüchteter Kinder in Deutschland stark.

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Bildung

Wir setzen uns für gerechtere Bildungschancen für bildungsbenachteiligte Kinder in Deutschland ein.

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Schutz vor Gewalt und Ausbeutung

Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder, die Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung erfahren, besser geschützt sind.

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Wie wir arbeiten

Wir setzen uns in Deutschland auf verschiedenen Ebenen für die Rechte von Kindern ein.

Arbeit mit und für Kinder vor Ort

Wir engagieren uns direkt vor Ort überall dort, wo sich Kinder aufhalten. Dafür entwickeln wir Projekte, die die Situation von Kindern direkt und unmittelbar verbessern. Dabei setzen wir auf Kooperationen und Partnerschaften mit Organisationen aus der Praxis; wir arbeiten in Kindergärten und Grundschulen, mit Jugendorganisationen oder in Unterkünften für geflüchtete Menschen. Wir beziehen Kinder durch regelmäßige Bedarfsanalysen und Mikroprojekte ein und stellen so sicher, dass unsere Arbeit relevant ist und die Situation der Kinder tatsächlich verbessert.

Mehr zu einzelnen Projekten erfahren Sie auf den Seiten Migration und Flucht, Bildung und Schutz vor Gewalt.

Fortbildungen und Wissenstransfer

Jeder einzelne Mensch kann sich für die Kinderrechte stark machen. Denn Kinderrechte werden nicht nur in Gesetzen verwirklicht, sondern sind in unserem täglichen Handeln allgegenwärtig. Bestimmte Bezugspersonen für Kinder sind als sogenannte „Pflichtenträger“ in der Verantwortung für die Umsetzung der Kinderrechte. Vor allem Menschen, die beispielsweise als Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen oder Lehrer*innen mit Kindern arbeiten, können einen großen Unterschied bei der Stärkung von Kinderrechten machen. In unseren Projekten setzen wir daher unter anderem auf Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte oder Mitarbeiter*innen von Unterkünften und Verwaltung.

Zudem beraten und vernetzen wir Leitungen von Bildungseinrichtungen oder von Unterkünften für geflüchtete Menschen und Verwaltungsmitarbeiter*innen zu Themen wie Kinderschutzstandards, psychosozialer Unterstützung oder Zusammenarbeit mit Eltern. Unser Wissen machen wir in zahlreichen Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich.

Tipps und Impule

Besuchen Sie unsere Website zur Zusammenarbeit mit Familien an Kita und Grundschule. Dort finden Sie viele praktische Beispiele, wie im Sinne der Kinderechte die Zusammenarbeit gestaltet und verbessert werden kann.

Politische Arbeit auf Landes- und Bundesebene

Die Einhaltung der Kinderrechte kann nur dann umfänglich gelingen, wenn Entscheidungsträger*innen auf allen Ebenen die entsprechenden Strukturen dafür schaffen. Basierend auf unseren Praxiserfahrungen setzen wir uns dafür ein, dass die Kinderrechte auch im Handeln und in der Gesetzgebung der Landes- und Bundesbehörden Berücksichtigung finden.

Bei allen Belangen staatlichen Handelns, von denen Kinder betroffen sind, müssen die Verwirklichung der Kinderrechte und das Kindeswohl an erster Stelle stehen. Dafür arbeiten wir in verschiedenen thematischen Foren wie der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ mit oder beraten ausgewählte Landesregierungen zu der konkreten Ausgestaltung ihres Handelns, um strukturell Kinderrechte der am meisten benachteiligten Kinder in Deutschland sichern zu können.

Unterbringungs-TÜV

Mit dem sogenannten „Unterbringungs-TÜV“ haben wir einen Qualitätsrahmen entwickelt, der die Unterbringungsbedingungen im Hinblick auf die Umsetzung von Kinderrechten überprüft und transparent macht.

Zusammenarbeit mit anderen NROs und Mitgliedschaften

Die Verwirklichung der Kinderrechte braucht eine starke Zivilgesellschaft. Daher arbeiten wir eng mit verschiedenen anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Partnerorganisationen zusammen, um unser gemeinsames Engagement zu bündeln. Denn gemeinsam sind wir stärker. Wir sind unter anderem Mitglied der National Coalition zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland sowie Teil der Globalen Bildungskampagne, die sich zum Ziel gesetzt hat, allen Kindern weltweit Bildung zu ermöglichen.

Kinderrechte in Deutschland

Die Rechtslage

Die Rechtslage und Praxis zur Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland ist sehr komplex. So sind die Kinderrechte nicht im Grundgesetz verankert. Doch Deutschland hat sich, wie fast alle Länder der Welt, zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 verpflichtet. 1992 trat diese in der Bundesrepublik in Kraft, zunächst jedoch nur unter Vorbehalt. Der Vorbehalt bezog sich dabei auf die Rechte von geflüchteten Kindern, wie sie insbesondere in Artikel 22 der Konvention formuliert sind. Erst 2010 nahm die deutsche Regierung ihre Vorbehalte offiziell zurück und erkannte somit zumindest formal die Rechte aller Kinder vollumfänglich an.

Mehr zu Geschichte und Inhalt der UN-Kinderrechtskonvention und den einzelnen Artikeln finden Sie auf unserer Themenseite Kinderrechte.

Die Umsetzung

Auf nationaler Ebene ist die UN-Kinderrechtskonvention in zahlreichen Bereichen noch immer unzureichend umgesetzt. Durch das föderale System in Deutschland gibt es zudem verschiedene Regelungen auf Ebene der Länder und Kommunen. In der Praxis führt dies dazu, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Politik, Verwaltung und Rechtsprechung in Deutschland noch immer viel zu wenig berücksichtigt werden.

Anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention im November 2019 sind die im Jahre 2010 vorgelegten Empfehlungen der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland noch immer hochaktuell. So gehören die Bekanntmachung und Umsetzung des Prinzips des Kindeswohlvorrangs, die Erhöhung der Chancengerechtigkeit in der Bildung, der Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, die Bekämpfung von Kinderarmut und die Erhöhung der Beteiligung von Kindern noch immer zu den relevanten Schwerpunktbereichen für die Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland.

Rechtslage geflüchteter Kinder

Im Rahmen unserer Arbeit im Bereich Migration und Flucht haben wir die Rechtslage geflüchteter Kinder in Deutschland untersucht und Herausforderungen aufgezeigt. So gilt seit 2010 die Kinderrechtskonvention als vorrangig im Vergleich zum Ausländerrecht. Ein Fortschritt, doch lange nicht genug.

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Ihre Ansprechpartnerin

Weneta Suckow