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3x1 macht
stark!

3x1 macht stark!

Ziel: Förderung der Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen mit Familien
Laufzeit: Oktober 2013 - August 2017
Teilnehmer: 67 Schulen und Kitas
Region: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein
Geber: Postbank, Stiftung RTL, private Spenden

Die Idee

Wer über eine gute Bildung verfügt, hat bessere Chancen im Leben. Doch Eltern und ihre Kinder finden sich im Bildungssystem unterschiedlich gut zurecht. Weil der Bildungserfolg eines Kindes wesentlich von der Unterstützung abhängt, die es in seiner Familie erhält, stärken wir die Zusammenarbeit von Schule bzw. Kita mit den Eltern.

Ziel ist es, eine Bildungspartnerschaft auf Augenhöhe zu etablieren. Kita und Schule sollen zu Orten werden, an denen die ganze Familie willkommen ist. Von einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre profitieren letztendlich die Kinder am meisten.


Die Umsetzung

67 Schulen und Kitas in neun Bundesländern haben von 2013 bis Sommer 2017 an „3x1 macht stark!“ teilgenommen. Durch vielfältige Aktivitäten wurden dabei die Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und Eltern gestärkt und Schulen und Kitas durch gemeinsame Projekte aufgewertet. Die teilnehmenden Einrichtungen wurden dabei durch eine externe Prozessbegleitung vor Ort unterstützt, die ihnen bei der Planung und Durchführung der Aktivitäten half. Zudem erhielten die Schulen Fördergelder zur Umsetzung der Projekte.

Die folgenden Bausteine trugen zum nachhaltigen Erfolg des Projekts bei.

Ideenwerkstätte und Aktionstage

Gemeinsame Projekte verbinden! In Ideenwerkstätten können Kinder, Eltern und Pädagog*innen deshalb eigene Ideen entwickeln, um ihre Kita oder Schule schöner zu machen. An Aktionstagen werden diese Ideen dann gemeinsam umgesetzt: Es werden Wasserspielplätze gebaut, Klassenzimmer gestrichen, Bänke gezimmert, Pflanzen auf dem Schulhof gepflanzt und vieles mehr.

Während bei Elterngesprächen oft Probleme oder fehlende Lernerfolge im Mittelpunkt stehen, kommen Eltern und pädagogische Fachkräfte hier ungezwungen miteinander ins Gespräch. Eltern gewinnen so Vertrauen zu den Pädagog*innen und fühlen sich in den Schulen oder Kitas ihrer Kinder willkommen. Pädagog*innen lernen die Familien besser kennen. Kinder erfahren bei diesen Aktivitäten Wertschätzung und Aufmerksamkeit und haben die Möglichkeit, ihren Eltern und anderen Familienmitgliedern den Ort zu zeigen, an dem sie so viel Zeit verbringen.

Familienfreundliche Angebote

Schulen und Kitas werden dabei unterstützt, ihre Einrichtungen durch vielfältige Angebote zu Orten für die ganze Familie weiterzuentwickeln. In Familienbildungswochen nach dem FuN-Konzept kommen Familien beispielsweise über einen Zeitraum von acht Wochen jeweils einen Nachmittag pro Woche in der Schule oder Kita zusammen. In einfachen Übungen lernen sich die Eltern untereinander kennen und werden spielerisch in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Andere Schulen eröffnen Elterncafés, bieten gemeinsame Wochenendfahrten an oder laden zu thematischen Elternabenden ein. So wird der Kontakt zwischen pädagogischen Fachkräften und den Eltern gestärkt und innerhalb der Elternschaft entstehen neue Netzwerke. Davon profitieren letztendlich die Kinder am meisten.

Zusatzqualifikationen für Pädagog*innen

Eltern in Schule und Kita mit einzubeziehen ist wichtig ─ doch es ist nicht immer leicht. Mit Fort- und Weiterbildungen unterstützt „3x1 macht stark!“ Pädagog*innen dabei, sich neue Kompetenzen anzueignen. Sie lernen beispielsweise Methoden zur gewaltfreien Kommunikation oder der beratenden Gesprächsführung. Außerdem können sie sich durch unseren Kooperationspartner „praepaed – Institut für präventive Pädagogik“ zu Teamer*innen ausbilden lassen, um Familienbildungswochen nach dem FuN-Konzept durchzuführen.


Wenn man ein gemeinsames Projekt gestemmt hat, dann fällt es einem danach auch leichter über Probleme zu sprechen.

Kathrin Schneider, Prozessbegleiterin „3x1 macht stark!“

Die Kinder fühlen sich hier nur wohl, wenn sich die Eltern auch wohlfühlen.

Sonja Herdeg, stellv. Leitung Kita Immergrün, Freiburg

Bei den Familienbildungswochen reden jetzt Leute miteinander, die bisher nicht miteinander gesprochen haben.

Angelika Vey-Rossellit, Leiterin des Kath. Kindergartens St. Bilhildis, Veitshöchheim

Wenn man als Kita versucht, alles selber zu machen, reichen Personal und Mittel schnell nicht aus. Durch die Eltern sind viele Menschen da, die anpacken können. Gleichzeitig identifiziert man sich ganz anders mit der Kita, wenn man weiß, man hat da selber was gemacht.

Klaus Kaulard, Vater an der Kita Immergrün, Freiburg

Ich habe erlebt, dass Kinder unwahrscheinlich stolz sind, wenn Eltern in Schule auftauchen, und sie merken, dass das nicht zwei getrennte Welten sind.

Gisela Beck, Prozessbegleiterin „3x1 macht stark!“

Tipps und Impulse

Manchmal reichen schon kleine Veränderungen, um die Zusammenarbeit zwischen Kita und Schule mit den Eltern zu verbessern. Fangen Sie zum Beispiel bei den Elternabenden an. Sie werden genutzt, um Eltern über Neuigkeiten in der Kita oder Schule zu informieren. Doch Elternabende bieten noch viel mehr Möglichkeiten.

Nutzen Sie den Elternabend beispielsweise dazu sich besser kennenzulernen. Gerade zu Beginn des Kita- oder Schuljahres sitzen vielleicht viele neue Gesichter in der Runde. Warum beginnen Sie nicht mit einer kreativen Vorstellungsrunde?

Kennenlernbingo

Dauer: 5–10 Minuten
Material: Fragen auf einem Flipchart oder auf Papier

Jede Person bekommt einen Bingo-Spielschein mit Fragen zum Kennenlernen. Nicht jede Person muss Karten mit den gleichen Aussagen haben, Sie können gerne verschiedene Aussagen verteilen. Nun gehen alle durch den Raum und sprechen sich gegenseitig an, um eine andere Person zu finden, die die Aussage erfüllt. Also, wer von den anderen Eltern spielt ein Instrument? Wer kocht gerne? Wer spricht zwei oder mehrere Sprachen? Der Name der Person, die der Aussage entspricht, wird in das passende Kästchen geschrieben. Wer zuerst in jedem Kästchen einen Namen stehen hat, ruft laut: „Bingo!“

Hier finden Sie einen Vordruck zum Bingoschein. Natürlich können Sie gerne einen eigenen Spielschein basteln.

Fingerfangen

Dauer: 5 Minuten
Material: keines

Beim Fingerfangen stellen sich alle im Kreis auf. Alle halten nun ihre rechte Hand flach nach oben zum jeweils rechten Nachbarn. Zugleich tippt jeder mit dem linken Zeigefinger auf die flache Hand des linken Nachbarn. Bei einem Startsignal versucht nun jeder, zugleich mit seiner rechten Hand den Zeigefinger des linken Nachbarn zu schnappen und gleichzeitig den eigenen Zeigefinger schnell genug wegzuziehen. Wiederholen Sie das Spiel einige Male mit vertauschten Seiten.

„Die Geschichte zu meinem Vornamen“

Dauer: 5–10 Minuten
Material: Fragen auf einem Flipchart oder auf Papier

Vorstellungsrunde mit Erläuterungen zum Vornamen:

  • Warum tragen Sie Ihren Namen? Gibt es dazu eine Geschichte?
  • Haben Sie einen Spitznamen?
  • Haben Sie zwei oder mehrere Vornamen?
  • Wie werden Sie am liebsten genannt?

Gesammeltes Wissen

Im Anschluss an das Projekt "3x1 macht stark!" entstand eine umfangreiche Material- und Methodensammlung. Wir schenken Ihnen diesen Schatz und hoffen, dass Sie als pädagogische Fachkräfte von unseren Erfahrungen profitieren können.

Zur Materialsammlung

Unser Partner

Ermöglicht wird das Projekt „3x1 macht stark!“ durch eine Förderung unseres Unternehmenspartners „Postbank“. Seit 2013 engagiert sich die Postbank gemeinsam mit uns für bessere Bildungschancen von Kindern in Deutschland.

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Ihr Ansprechpartner

Johannes Freund


Ein Programm von:

In Kooperation mit: