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Miteinander
stark!

Miteinander stark!

Ziel: Stärkung der Schulgemeinschaft an Grundschulen
Laufzeit: Januar 2017 - August 2018
Teilnehmer: 14 Grundschulen
Region: Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen
Geber: Postbank

Die Idee

Alle Kinder sollen ungeachtet ihrer sozialen und ethnischen Herkunft die gleiche Chance auf gute Bildung haben. Doch nicht alle Kinder kommen in der Schule gleichermaßen gut zurecht. Nicht alle fühlen sich als Teil der Schulgemeinschaft. Gerade Kinder in belastenden Lebenslagen, die beispielsweise in Armut leben oder Erfahrungen mit Flucht gemacht haben, finden oft schwer Anschluss.

Mit dem Projekt „Miteinander stark!“ stärken wir das Gemeinschaftsgefühl an Grundschulen. Das Ziel: Jeder kann sich einbringen und mit der Schule identifizieren ─ egal, ob Kind, Elternteil, Lehrkraft oder Hausmeister*in. So wird die Schule zu einem Ort, an den jeder gerne kommt. Denn nur dort, wo man sich wohlfühlt, kann man seine Potenziale ausschöpfen.


Die Umsetzung

14 Grundschulen in drei Bundesländern haben im Schuljahr 2017/18 an „Miteinander stark!“ teilgenommen. Durch vielfältige Aktivitäten haben sie die Schulgemeinschaft gestärkt: in Projekten zur kulturellen Bildung, bei gemeinsamen Unternehmungen mit den Familien und in der täglichen Zusammenarbeit im Kollegium. Unterstützt wurden die Schulen dabei durch externe Prozessbegleiter, die ihnen bei der Planung und Umsetzung halfen.

Die folgenden Bausteine trugen zum nachhaltigen Erfolg des Projekts bei.

Kulturelle Bildung

Eine starke Schulgemeinschaft braucht selbstbewusste Kinder. In "Miteinander stark!" stärken wir Mädchen und Jungen durch Projekte zur kulturellen Bildung. Ob eine Musical-AG, eine Zirkusprojektwoche, ein Schulsongworkshop oder doch etwas ganz anderes? Wichtig ist: Die Interessen und Wünsche der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Gemeinsam wird zu Beginn des Schuljahres geschaut, was die Kinder umsetzen wollen. Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Eltern beraten und begleiten die Kinder auf diesem Weg. Kinder erleben dadurch Selbstwirksamkeit. Sie entdecken eigene Stärken, formulieren ihre Wünsche und Ideen und erhalten neue Impulse. Zugleich wird die Identifikation mit dem Lebens- und Lernort Schule gefördert, wenn eigene Ideen Gehör finden oder sogar Realität werden.

Eltern einbinden

Eine starke Schulgemeinschaft braucht engagierte Eltern. Denn für den Bildungserfolg eines Kindes ist die Unterstützung durch seine Familie maßgeblich. In "Miteinander stark!" fördern wir die Zusammenarbeit zwischen Familien und Bildungseinrichtungen.

Wir unterstützen beim Aufbau von Elterncafés, bei gemeinsamen Projekten mit der ganzen Familie oder bei thematischen Elternabenden. Die Eltern werden dabei aktiv mit einbezogen. Gemeinsam mit dem Schulkollegium überlegen sie: Wo ist mein ganz eigener Platz an der Grundschule? Welchen Raum für die Mitgestaltung habe ich? Wie kann ich das Kollegium unterstützen und entlasten? Während gemeinsamer Projekte wie dem Anlegen eines Schulgartens kommt man ins Gespräch und begegnet sich auf anderer Ebene. Der Kontakt zwischen Eltern und Lehrkräften wird enger. Das schafft Verständnis füreinander und fördert das Engagement.

Lehrkräfte weiterbilden

Eine starke Schulgemeinschaft braucht ein starkes Kollegium. In "Miteinander stark!" stärken wir deshalb Lehrkräfte sowie andere pädagogische Fachkräfte für die Herausforderungen im beruflichen Alltag an ihrer Grundschule.

Wir ermöglichen beispielsweise Fortbildungen in Psychosozialer Unterstützung, Kommunikationstrainings zur Zusammenarbeit mit Eltern oder Workshops zu Selbstfürsorge und beruflicher Gesundheit. Unterstützt werden die Fachkräfte durch externe Prozessbegleitungen, die dabei helfen, die eigenen Bedarfe zu erkennen und zu formulieren. Was brauche ich, um die Herausforderungen im Schulalltag zu meistern? Wie kann ich mit meinen eigenen Stärken die Kinder bestmöglich fördern? Wo kann ich selbst Entlastung und Unterstützung erhalten? Im Austausch untereinander und durch die externe Begleitung erhalten Fachkräfte neue Impulse und gehen gestärkt in ihre Bildungseinrichtung.


Eine gute Schulgemeinschaft ist, wenn Lehrer nett sind und wenn sich die Kinder wohlfühlen.

Ein Kind, das an „Miteinander stark!“ teilgenommen hat

Es ist wichtig, den Kindern das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Und wenn du hundert Mal auf die Tonne haust, bist du immer noch willkommen.

Lars Meier, Leiter der Bildungsabteilung, Bildungshaus Eimsbüttel

Wenn man ein gemeinsames Projekt gestemmt hat, fällt es einem danach auch leichter über Probleme zu sprechen.

Kathrin Scheider, Prozessbegleitung "Miteinander stark!"

Tipps und Impulse

Partizipation fördert Identifikation, Engagement und die Übernahme von Verantwortung für die Schule. Wer mitentscheiden darf und wessen Ideen Gehör finden, der fühlt sich eher als Teil der Gemeinschaft. Doch Partizipation braucht nicht nur geeignete Methoden und Formate. Es ist auch eine Frage der eigenen Haltung und Wahrnehmung. Sie sollte ein festes Element im Schulalltag sein. Machen Sie sich zunächst bewusst, wer alles zur Schulgemeinschaft dazugehört. Dann überlegen Sie gemeinsam, wer sich wie einbringen kann.

Haben wir alle im Blick

Die Schulgemeinschaft ist oft größer, als man im ersten Moment denkt. Machen Sie sich bewusst, wer alles dazu gehört und fragen sie dabei auch die Kinder. Vielleicht bekommen Sie ein paar überraschende Antworten. Auf dieser Liste finden Sie eine ganze Reihe von Personen, die grundsätzlich dazugehören können:

  • Schüler*innen
  • Schulleiter*innen
  • Lehrer *innen
  • Erzieher*innen
  • Schulsozialarbeiter*innen
  • Sonderpädagog*innen
  • Referendar*innen und Lehramtsanwärter *innen
  • Praktikant*innen
  • Absolvent*innen eines Freiwilligen Sozialen Jahres
  • haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter*innen im Ganztag
  • Mitarbeiter *innen des Schulsekretariats
  • Hausmeister*innen
  • Betreiber*innen oder Mitarbeiter*innen des Kiosks oder der Cafeteria
  • externe Anbieter von AGs, Nachmittagsangeboten oder bestimmten Veranstaltungen wie Trainings
  • Eltern, Großeltern, Geschwister oder andere zentrale Bezugspersonen der Kinder
  • Personen aus dem Sozialraum der Schule, beispielsweise aus Vereinen, naheliegenden Geschäften
  • etc. …

Partizipation im Alltag mitdenken

Eine Idee, wie Schüler*innen teilhaben können: Lassen Sie sie konkrete Aufgaben für die Schulgemeinschaft übernehmen.

  • Ältere Schüler*innen übernehmen Patenschaften für jüngere Schüler*innen.
  • Schüler*innen werden zu Streitschlichter*innen oderunterstützen Lehrkräfte bei der Pausenaufsicht.
  • Schüler*innen betreuen den Kiosk in den Pausen oder unterstützen dabei.
  • Schüler*innen organisieren die Schulbücherei mit, helfen bei der Ausleihe von Büchern, beim Einsortieren oder bei der Entscheidung, welche Bücher angeschafft werden sollen.
  • Schüler*innen übernehmen Verantwortung für Tiere, die die Schule hält, und sorgen für ihre Pflege.

Wichtig dabei ist: Verteilen Sie diese Aufgaben nicht einfach, sondern entscheiden Sie gemeinsam mit den Kindern, welche Aufgaben wichtig sind und wer sie übernehmen kann.



Unser Partner

Ermöglicht wird das Projekt „Miteinander stark!“ durch eine Förderung unseres Unternehmenspartners „Postbank“. Seit 2013 engagiert sich die Postbank gemeinsam mit uns für bessere Bildungschancen von Kindern in Deutschland.

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Ihr Ansprechpartner

Johannes Freund


Ein Programm von:

Gefördert durch: