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Unsere Projekte
in Somalia

Im Einsatz für Kinder in Somalia

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Somalia, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Somalia können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Projekt: Kinderschutz und Re-Integration

Projekt: Kinderschutz und Re-Integration in das somalische Schulsystem für Flüchtlingskinder aus Dadaab
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: 1. März 2017 – 31. Dezember 2018

Kenia hat seit dem Bürgerkrieg in Somalia 1991 den größten Teil der somalischen Flüchtlingsbevölkerung aufgenommen. In den in Dadaab errichteten Flüchtlingslagern befinden sich derzeit rund 275.000 Menschen. Trotz der seit Jahrzehnten anhaltenden humanitären Krise, dem bewaffneten Bürgerkrieg und der wiederaufkommenden Dürren, die zu Hungerkrisen führen, hat die kenianische Regierung beschlossen, die Flüchtlingslager in Dadaab zu schließen und die Rückführung der somalischen Flüchtlinge zu beginnen. Auf dem Weg sind die Rückkehrenden, insbesondere vulnerable oder unbegleitete Kinder und Frauen, einem erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt und es kann zu Familientrennungen kommen. In Somalia werden die Rückkehrenden von Unsicherheit, Konflikten, Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten und Nahrung erwartet. Eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten zu Bildung in den Lagern in Dadaab und mangelnde Kapazitäten der Schulen in Somalia stellen ein besonderes Problem dar, da sie die Wiedereingliederung von rückkehrenden Kindern in das Bildungssystem erschweren und das Recht von Kindern auf Bildung beeinträchtigen.

Im Rahmen dieses Projektes sorgt Save the Children mit Unterstützung des Auswärtigen Amts zum einen für Schutz und psychosoziale Unterstützung der Kinder während der Rückkehr und zum anderen für die Wiedereingliederung in das somalische Schulsystem nach der Rückkehr. Der Zugang zu Bildung soll dabei sowohl für die vorerst in Dadaab verbleibenden Kinder als auch für die nach Somalia zurückkehrenden Kinder sichergestellt werden. Dazu werden unter anderem Schulen in Kismayo, einer der Hauptanlaufstätten für Rückkehrende, saniert und Förderkurse für rückkehrende Kinder angeboten, damit diese sich schneller in das bestehende somalische Bildungssystem integrieren können. Um den Schutz und das Wohlbefinden der Kinder während der Rückreise sicherzustellen, werden grenzüberschreitende Kommunikationsverbindungen zwischen relevanten Kinderschutzakteuren eingerichtet, verschiedene gewaltpräventive Maßnahmen vorgenommen, die das Wissen der Kinder über potentielle Gefahren erhöhen und Child Friendly Spaces an den wichtigsten Rückkehrstationen eingerichtet. Dazu wird psychosoziale Unterstützung für betroffene Kinder bereitgestellt.

Projekt: Integrierte humanitäre Hilfe

Projekt: Integrierte humanitäre Hilfe für vulnerable Gruppen im Shabelle-Binnenvertriebenenlager in Mogadischu, Somalia
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit 1. Phase: März 2016 bis September 2017
Laufzeit 2. Phase: 1. November 2017 bis 30. Juni 2018

Seit über zwei Jahrzehnte herrscht in Somalia eine der am längsten anhaltenden humanitären Krisen der Welt, bedingt durch bewaffnete Konflikte, Unsicherheit, Massenvertreibung, wiederkehrende Dürre, Überschwemmungen und extremer Armut sowie einem äußerst niedrigen Niveau an staatlicher sozialer Grundversorgung. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Situation der Zivilbevölkerung in Somalia, insbesondere für die 1,1 Millionen Binnenvertriebenen (IDPs), von denen die Mehrheit in überfüllten Siedlungen leben und nur eingeschränkten Zugang zu Infrastruktur und Dienstleistungen haben.

Die Antwort von Save the Children auf diese anhaltenden humanitären Bedürfnisse, erfolgt durch die integrierte Bereitstellung von lebensrettenden Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, WASH und einkommensschaffende Maßnahmen im Shabelle-IDP-Camp im Bezirk Dharkenley bei Mogadischu, wo diese Projektaktivitäten stattfinden. Dadurch soll die Vulnerabilität der ca.42.000 dort lebenden Bewohnern und besonders von Frauen, die 52% dieser Bevölkerung stellen sowie Kindern von denen 20% unter 5 Jahren sind, reduzieren.

Projekt: Integrierte lebensrettende Maßnahmen

Projekt: Integrierte lebensrettende Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und WASH für dürre-betroffene Gemeinden in Somaliland
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: 1. März 2017 – 30. August 2018

Somalia ist seit über zwei Jahrzehnten von einer der größten humanitären Krisen weltweit betroffen. Neben dem bewaffneten Konflikt, der Massenvertreibungen und der Armut sorgt besonders die Dürre, die Somalia seit zwei Jahren wieder fest im Griff hat, für eine dramatische Verschlechterung der Lage. Ausbleibende Niederschläge lassen Ernten ausfallen und sorgen für Viehsterben. Dies hat zur Folge, dass Nahrungsmittel immer knapper werden und es sich viele Familien nicht mehr leisten können, diese zu erwerben. Die daraus entstehende Hungerkrise betrifft in erster Linie marginalisierte Kinder, Frauen und ältere Menschen. In Somalia leben insgesamt über 6,2 Millionen Menschen in der Gefahr von Hunger betroffen zu sein, davon sind 2,9 Millionen akuter Ernährungsunsicherheit ausgesetzt und somit dringend auf Lebensmittel angewiesen.

Als Reaktion unterstützt Save the Children in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Maßnahmen, die zu einer Verringerung der humanitären Krise beitragen. Als Sofortmaßnahme werden lebensrettende Gesundheitsversorgung für die betroffene Bevölkerung bereitgestellt. Dazu werden unter anderem mobile Ernährungsteams eingesetzt, die in der Lage sind, auch Menschen in entlegenen Gebieten zu erreichen. Insgesamt trägt das Projekt so zur Verringerung der ernährungsbedingten Krankheits- und Todesfälle bei, indem besonders für akut gefährdete Kindern sowie schwangere und stillende Frauen Nahrungsmittel und Medikamente bereitgestellt werden. Weitere Hilfsmaßnahmen, die zur Verbesserung der Überlebenssituation der betroffenen Menschen beitragen, umfassen die Bereitstellung von Wasser-, Sanitär- und Hygienedienstleistungen. Dies beinhaltet unter anderem die Notfall-Wasserversorgung von circa 10.000 Haushalten durch Wassertanklaster.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Wiederaufbau von Schulen nach Überschwemmungen in der Region Hiran
Geldgeber: Private Spender
Laufzeit: August 2016 bis Juli 2017

Nach jahrelangen Konflikten verzeichnet Somalia heutzutage mit ca. 1,7 Millionen Kindern, die im Schulalter sind aber nicht zur Schule gehen können, eine der niedrigsten Einschulungsraten der Welt. Insbesondere in Süd- und Zentralsomalia ist der Zugang zu qualitativ guter Schulbildung mangelhaft und die fehlende Unterstützung führt zu einer hoch bleibenden Anzahl Kinder, die nicht zur Schule gehen. Die Überschwemmungen im Mai 2016, die weite Teile der Region Hiraan in Zentralsomalia unter Wasser setzten und 186.000 Menschen schwer getroffen haben. Zudem haben diese Wassermassen zahlreiche Klassenzimmer einschließlich Lehr-und Lernmaterialien und Latrinen in flussnahen Gemeinden massive zerstört, sodass der bereits mangelhafte Zugang zu Bildung für Kinder weiter eingeschränkt wird.

Durch dieses Projekt soll für Kinder in den betroffenen Gemeinden in der Region der Zugang zu qualitativ hochwertiger Grundschulbildung in einem inklusiven und geschützten Umfeld verbessert und nachhaltig gesichert werden. Hierfür werden bereits existierende Schulen rehabilitiert und in drei ausgewählten Schulen Leseecken eingerichtet. Die Lehrer werden durch Schulungen sowie Mentoring unterstützt und die Kapazitäten und Partizipation von Kindern im Bereich Kinderschutz durch sogenannte Jugendklubs gestärkt. Kinder die nicht zur Schule gehen, insbesondere Mädchen und Kinder mit einer Behinderung, sollen (wieder) in das Schulsystem eingebunden werden. Damit die Kinder auch vor, während und nach einer Krisen in die Schule gehen können, werden die Kapazitäten der Regierung sowie der Gemeinden darin gestärkt, in Zeiten von Überschwemmungen und Konflikten den Schulbetrieb am Laufen halten zu können.

Projekt: Stärkung der Resilienz in Puntland und Somaliland, Nordsomalia
Geldgeber: Privatspender aus Deutschland / Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: September 2014 bis Juni 2017

Andauernde politische Konflikte, extreme Armut und wiederkehrende Naturkatastrophen in Somalia beeinträchtigen das Leben von Kindern und ihrer Familien in vielfältiger Weise. So gehen nur 57% aller Jungen und 40% aller Mädchen im Grundschulalter in die Schule. Viele Kinder sind akut unterernährt; im Durchschnitt geben Haushalte mehr als 80% ihres bescheidenen Einkommens für Nahrungsmittel aus. Das Projekt bekämpft die Nahrungsunsicherheit und ermöglicht den Menschen vor Ort den Zugang zur Basisversorgung wie Bildung, sauberes Wasser und Gesundheitsleistungen.

Der Projektansatz zieht traditionelle Dorfstrukturen und Bewältigungspraktiken von lokalen Gemeinden mit ein und zielt auf langfristige und nachhaltige Veränderungen ab. Durch regelmäßige Geldtransfers sowie Cash-for-Work Maßnahmen können die begünstigten Familien eine Minimalversorgung mit Nahrungsmitteln auch in Trockenzeiten aufrechterhalten. Zudem erwerben Individuen neue Kompetenzen wie Schreiner oder Bäcker und diversifizieren dadurch ihre Einkommensquellen. Zur Stärkung der Katastrophenvorsorge werden gemeindebasierte Frühwarnsysteme eingerichtet und Komitees für Katastrophenrisikominderung ausgebaut. Schließlich fördert das Projekt kinderfreundliche Ernährungspraktiken und trägt zur Verbesserung der sanitären Infrastruktur bei.

Projekt: Lebensrettende humanitäre Maßnahmen für die Flutopfer in Hiraan, Somalia
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: November 2015 bis Februar 2016

Die humanitäre Lage in weiten Teilen Somalias ist durch die Auswirkungen des El-Nino-Phänomens und die daraus resultierende ungleiche Verteilung von Niederschlägen gekennzeichnet. Die Folgen von Dürre und Überschwemmungen sowie der anhaltende bewaffnete Konflikt insbesondere im Süden des Landes waren zu Jahresbeginn ca. 4,7 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Über 950.000 Menschen werden als akut krisenbetroffen eingestuft und insgesamt 305.000 Kinder gelten als akut mangelernährt. Vor allem die Projektregion Hiraan in Zentral-Somalia war besonders durch die verstärkten Regenfälle und die folgenden Überschwemmungen von Mitte Oktober bis Ende November 2015 betroffen, die in den Überschwemmungsregionen die Evakuierung von insgesamt ca. 144.000 Menschen erforderten.

Zur Eindämmung von notfallbedingten Krankheits- und Todesfällen von Kindern zielt dieses Projekt mit zwei Komponenten darauf ab, die sanitäre Bedingungen und Ernährungssicherheit in der Stadt Beletweyne, in der besonders viele Familien von den Überschwemmungen betroffen sind, zu verbessern. Zur Deckung grundlegender Ernährungsbedarfe von besonders betroffenen Haushalten, werden in der ersten Komponente Lebensmittel-Gutscheine verteilt, mit denen die Familien Rationen an Lebensmitteln (Reis, Öl, Zucker, Weizen, Hülsenfrüchte) beziehen können. In einer zweiten Komponente soll die sanitäre Versorgung für mehr als 2.100 Menschen (davon 1.500 Kinder) verbessert werden und so die Ausbreitung übertragbarer Krankheiten verhindert werden. Dafür wird die sanitäre Basis-Infrastruktur wiederhergestellt und betroffene Haushalte erhalten Hygiene- und Wash-Kits, die unter anderem aus Gegenständen wie Wasserkanistern, Baby-Töpfchen, Seife, Waschmittel, oder Handtüchern bestehen.

Projekt: Kinderschutz und Kinderbeteiligung
Geldgeber: Private Spender
Laufzeit: März 2015 bis Februar 2016

Dieses Projekt baut auf einem anderen Projekt – „Stärkung der Wiederstandfähigkeit von Familien“ – auf. Die Projektzielorte umfassen drei Flüchtlingscamps und drei Aufnahmegemeinden in Hargeisa, der Hauptstadt von Somaliland. Obwohl die Sicherheitslage in diesem Teil des Landes relativ stabil ist, leben viele Kinder – vor allem aus binnenvertriebenen Familien – unter schrecklichen Bedingungen. Sexuelle und physische Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung, fehlender Zugang zur Grundversorgung und zu Bildung sind die gravierendsten aber nicht die einzigen Kinderrechtsverletzungen. Die vorhandenen Kinderrechts-Komitees tragen aufgrund fehlender Kenntnisse und Ressourcen  noch nicht ausreichend zur Verbesserung der Situation bei.

Save the Children schult daher die in den bestehenden Komitees engagierten erwachsenen Gemeindemitglieder und unterstützt die Gründung neuer Komitees. Inhalte der Schulungen sind beispielsweise der Schutz von Kindern vor Gewalt und Ausbeutung sowie der Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystems.  werden erwachsene Gemeindemitglieder zu Schutz der Kinder von Gewalt und Ausbeutung geschult. Zudem ermutigt Save the Children Kinder aus Camps und Gastgemeinden, selbst Kinderrechtsgruppen zu gründen und sich für die Durchsetzung der eigenen Rechte einzusetzen. Trainings zu Führungs- und Lebenskompetenzen wie Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick sollen Kinder dabei unterstützen, ihre Interessen gegenüber Erwachsenen in der Gemeinde und politischen Akteuren zu vertreten.  Kindergruppen und Kinderrechts-Komitees arbeiten anschließend als Partner zusammen. Diese Maßnahmen fördern eine sichere Umgebung für schutzbedürftige Kinder.