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Unsere Projekte
in Tansania

Im Einsatz für Kinder in Tansania

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Tansania, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Tansania können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Humanitäre Schutzmaßnahmen für burundische Kinderflüchtlinge im Nduta-Flüchtlingslager in Tansania
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: April 2017 – März 2018

Anhaltende Gewaltausbrüche in Burundi haben zur Vertreibung von mehr als 300.000 Kindern, Frauen und Männern in die benachbarten Länder geführt. Die Mehrheit sucht Zuflucht im benachbarten Tansania. Fast 60% der Flüchtlinge aus Burundi in Tansania sind Kinder. Neben der sich verschärfenden humanitären Krise sind Kinder und Jugendliche Risiken wie sexueller und geschlechtsbezogener Gewalt, sowie Ausbeutung und Kinderarbeit ausgesetzt und haben nur mangelhaften bis keinen Zugang zu Bildung und psychosozialer Unterstützung.

Durch das Projekt werden 20.000 besonders bedürftige und gefährdete Flüchtlinge geschützt. Ziel des Projekts ist es, ein sicheres Umfeld für Flüchtlingskinder zu schaffen, ihnen psychosoziale Unterstützung zu bieten und ihnen Hilfsgüter (NFI) zur Deckung ihres akuten Bedarfs zur Verfügung zu stellen, damit sie so besser vor Missbrauch, Vernachlässigung, Gewalt und Ausbeutung geschützt sind. Im Rahmen dieses Projekts werden von Save the Children drei stationäre und ein mobiler Schutz- und Spielraum für Kinder in drei verschiedenen Zonen, in denen Neuankömmlinge angesiedelt werden, gebaut, eingerichtet und betrieben. Flüchtlingskinder werden zeitnah durch psychosoziale Maßnahmen und Aktivitäten unterstützt, damit sich ihr psychosoziales Wohlbefinden verbessert und sie besser in ihrem neuen Umfeld zurechtkommen.

Projekt: Bildung und Ausbildung für Kinder und Jugendliche in kaffeeproduzierenden Gemeinden in Tansania
Geldgeber: Tchibo
Laufzeit: März 2015 – Dezember 2017

Die extrem niedrige Qualität des Unterrichts an Grundschulen und der schwierige Zugang zu beruflichen Qualifizierungen in Tansania führen dazu, dass viele Kinder die Grundschule frühzeitig verlassen und nach Beendigung der Grundschule keiner qualifizierten Arbeit nachgehen können. Landesweit schließen nur 62% der Kinder überhaupt die Grundschule ab. Durch die Verbesserung der Unterrichtsqualität und die Durchführung von berufsorientierten außerschulischen Aktivitäten trägt dieses Projekt dazu bei, die lokalen Chancen von Kindern und Jugendlichen in Mbeya zu verbessern. So wird auch einer Abwanderung in die Städte als unqualifizierte Arbeiter entgegengewirkt.

Im Rahmen des Projekts werden Lehrkräfte zu neuen Unterrichtsmethoden fortgebildet und Schulclubs zu den Themen wie Zukunftsplanung oder Kinderrechte gegründet. Wir eröffnen Kindern und Jugendlichen verschiedene lebenspraktische und berufsorientierte Ausbildungsoptionen nach regulärer Beendigung der Grundschule. Auch für Schulabbrecher werden lokale Ausbildungsangebote geschaffen. So bietet Save the Children gemeinsam mit lokalen Unternehmen Praktika und Ausbildungsplätze, z.B. als Schneider oder Schreiner, an. Auch politische Entscheidungsträger werden adressiert, um der chronischen Unterfinanzierung von Schulen und dem Mangel an Lehrkräften nachhaltig entgegenzuwirken.

Projekt: Stärkung der Resilienz in Puntland und Somaliland, Nordsomalia
Geldgeber: Privatspender aus Deutschland / Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: September 2014 bis Juni 2017

Andauernde politische Konflikte, extreme Armut und wiederkehrende Naturkatastrophen in Somalia beeinträchtigen das Leben von Kindern und ihrer Familien in vielfältiger Weise. So gehen nur 57% aller Jungen und 40% aller Mädchen im Grundschulalter in die Schule. Viele Kinder sind akut unterernährt; im Durchschnitt geben Haushalte mehr als 80% ihres bescheidenen Einkommens für Nahrungsmittel aus. Das Projekt bekämpft die Nahrungsunsicherheit und ermöglicht den Menschen vor Ort den Zugang zur Basisversorgung wie Bildung, sauberes Wasser und Gesundheitsleistungen.

Der Projektansatz zieht traditionelle Dorfstrukturen und Bewältigungspraktiken von lokalen Gemeinden mit ein und zielt auf langfristige und nachhaltige Veränderungen ab. Durch regelmäßige Geldtransfers sowie Cash-for-Work Maßnahmen können die begünstigten Familien eine Minimalversorgung mit Nahrungsmitteln auch in Trockenzeiten aufrechterhalten. Zudem erwerben Individuen neue Kompetenzen wie Schreiner oder Bäcker und diversifizieren dadurch ihre Einkommensquellen. Zur Stärkung der Katastrophenvorsorge werden gemeindebasierte Frühwarnsysteme eingerichtet und Komitees für Katastrophenrisikominderung ausgebaut. Schließlich fördert das Projekt kinderfreundliche Ernährungspraktiken und trägt zur Verbesserung der sanitären Infrastruktur bei.

Projekt: Lebensrettende humanitäre Maßnahmen für die Flutopfer in Hiraan, Somalia
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: November 2015 bis Februar 2016

Die humanitäre Lage in weiten Teilen Somalias ist durch die Auswirkungen des El-Nino-Phänomens und die daraus resultierende ungleiche Verteilung von Niederschlägen gekennzeichnet. Die Folgen von Dürre und Überschwemmungen sowie der anhaltende bewaffnete Konflikt insbesondere im Süden des Landes waren zu Jahresbeginn ca. 4,7 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Über 950.000 Menschen werden als akut krisenbetroffen eingestuft und insgesamt 305.000 Kinder gelten als akut mangelernährt. Vor allem die Projektregion Hiraan in Zentral-Somalia war besonders durch die verstärkten Regenfälle und die folgenden Überschwemmungen von Mitte Oktober bis Ende November 2015 betroffen, die in den Überschwemmungsregionen die Evakuierung von insgesamt ca. 144.000 Menschen erforderten.

Zur Eindämmung von notfallbedingten Krankheits- und Todesfällen von Kindern zielt dieses Projekt mit zwei Komponenten darauf ab, die sanitäre Bedingungen und Ernährungssicherheit in der Stadt Beletweyne, in der besonders viele Familien von den Überschwemmungen betroffen sind, zu verbessern. Zur Deckung grundlegender Ernährungsbedarfe von besonders betroffenen Haushalten, werden in der ersten Komponente Lebensmittel-Gutscheine verteilt, mit denen die Familien Rationen an Lebensmitteln (Reis, Öl, Zucker, Weizen, Hülsenfrüchte) beziehen können. In einer zweiten Komponente soll die sanitäre Versorgung für mehr als 2.100 Menschen (davon 1.500 Kinder) verbessert werden und so die Ausbreitung übertragbarer Krankheiten verhindert werden. Dafür wird die sanitäre Basis-Infrastruktur wiederhergestellt und betroffene Haushalte erhalten Hygiene- und Wash-Kits, die unter anderem aus Gegenständen wie Wasserkanistern, Baby-Töpfchen, Seife, Waschmittel, oder Handtüchern bestehen.

Projekt: Kinderschutz und Kinderbeteiligung
Geldgeber: Private Spender
Laufzeit: März 2015 bis Februar 2016

Dieses Projekt baut auf einem anderen Projekt – „Stärkung der Wiederstandfähigkeit von Familien“ – auf. Die Projektzielorte umfassen drei Flüchtlingscamps und drei Aufnahmegemeinden in Hargeisa, der Hauptstadt von Somaliland. Obwohl die Sicherheitslage in diesem Teil des Landes relativ stabil ist, leben viele Kinder – vor allem aus binnenvertriebenen Familien – unter schrecklichen Bedingungen. Sexuelle und physische Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung, fehlender Zugang zur Grundversorgung und zu Bildung sind die gravierendsten aber nicht die einzigen Kinderrechtsverletzungen. Die vorhandenen Kinderrechts-Komitees tragen aufgrund fehlender Kenntnisse und Ressourcen  noch nicht ausreichend zur Verbesserung der Situation bei.

Save the Children schult daher die in den bestehenden Komitees engagierten erwachsenen Gemeindemitglieder und unterstützt die Gründung neuer Komitees. Inhalte der Schulungen sind beispielsweise der Schutz von Kindern vor Gewalt und Ausbeutung sowie der Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystems.  werden erwachsene Gemeindemitglieder zu Schutz der Kinder von Gewalt und Ausbeutung geschult. Zudem ermutigt Save the Children Kinder aus Camps und Gastgemeinden, selbst Kinderrechtsgruppen zu gründen und sich für die Durchsetzung der eigenen Rechte einzusetzen. Trainings zu Führungs- und Lebenskompetenzen wie Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick sollen Kinder dabei unterstützen, ihre Interessen gegenüber Erwachsenen in der Gemeinde und politischen Akteuren zu vertreten.  Kindergruppen und Kinderrechts-Komitees arbeiten anschließend als Partner zusammen. Diese Maßnahmen fördern eine sichere Umgebung für schutzbedürftige Kinder.