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Unsere Projekte
in Guatemala

Im Einsatz für Kinder in Guatemala

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Guatemala, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Guatemala können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

In Guatemala geht die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Während der Reichtum des Landes auf wenige einflussreiche Familien beschränkt ist, lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung – vor allem indigene Menschen in ländlichen Gebieten – in Armut. Viele Kinder sind mangelernährt und brechen die Schule ab, weil sie zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen müssen. Darüber hinaus sind Gewalt und Missbrauch an der Tagesordnung. Die Formen der Gewalt reichen von alltäglicher innerfamiliärer Gewalt über Jugendbandenkriminalität bis hin zu Drogenhandel und organisiertem Verbrechen. Besonders Frauen und Kinder sind von Marginalisierung und Gewalt betroffen.

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Armut, Gewalt und frühe Erwerbsarbeit gefährden die Kindheit vieler Jungen und Mädchen in Guatemala.
  • Die Maya-Bevölkerung ist sozial und wirtschaftlich benachteiligt.
  • Knapp 20 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs ist die Gesellschaft noch auf dem Weg zu einem Miteinander ohne Gewalt.
  • Starke Regenfälle, Wirbelstürme und Erdbeben haben in den letzten Jahren immer wieder große Schäden angerichtet. Die lokalen Hilfskräfte sind mit solchen Situationen oftmals überfordert. Gerade die Kinder leiden unter den Folgen dieser Naturkatastrophen.

Die Antwort von Save the Children

Save the Children setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Gesundheit und Bildung von Kindern in Guatemala ein und ist nach Katastrophen direkt vor Ort, um rasch und effektiv Notfallhilfe zu leisten. Wir helfen lokalen Nichtregierungsorganisationen, besser für Notfälle gerüstet zu sein und erstellen Notfallpläne, in denen wir besonders auf die Bedürfnisse der Kinder achten.

Wir treten für die am stärksten gefährdeten Kinder in Guatemala ein. So unterstützen wir beispielsweise den Kampf gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit sowie gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Auch fördern wir die Partizipation von Kindern an gesellschaftlichen Prozessen.

Save the Children bemüht sich besonders um eine Grundbildung für alle Kinder in Guatemala. Der Schlüssel hierfür ist die Sprache und Kultur der Maya. Erst durch ihre Muttersprache wird vielen Maya-Kindern der Einstieg in die Schule möglich. Dass ihre Tradition auch im Unterricht vermittelt wird, stärkt das Selbstbewusstsein dieser Schüler.

Wir setzen uns dafür ein, die Ernährungssituation und die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Familien in ländlichen Gebieten nachhaltig zu verbessern. Unsere Programme unterstützen Familien durch verbesserten Zugang zu Märkten und Finanzdienstleistungen, die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und Ressourcenmanagement. Save the Children arbeitet mit lokalen Gemeinden und nationalen Entscheidungsträgern zusammen, um die aktive Teilhabe in der Gemeinde und darüber hinaus zu stärken. Wir unterstützen den Ausbau von Gesundheitszentren, informieren Hebammen und werdende Mütter über die Pflege von Neugeborenen und klären Jugendliche über den Umgang mit Sexualität auf.

Projekt: Bildung, Betreuung und Schutz vor Kinderarbeit

Projekt: Förderung von Bildung, Betreuung und Schutz vor schädlicher Kinderarbeit für Kinder in kaffeeproduzierenden Gemeinden in Jacaltenango, Huehuetenango
Laufzeit: August 2014 – September 2018
Geldgeber: Tchibo und RTL Stiftung

Aufbauend auf den Erfahrungen aus Olopa, setzt sich Save the Children mit der Unterstützung von Tchibo und der RTL Stiftung auch in der Gemeinde Jacaltenango in der Region Huehuetenango für umfangreichen Schutz von Kindern ein. Neben der Stärkung von Bildungs- und Betreuungsangeboten arbeitet Save the Children daran, die Gemeinden für Kinderrechte und den Schutz von Kindern vor schädlicher Arbeit zu sensibilisieren und engagieren. Darüber hinaus werden Familien in der Stärkung ihrer Lebensgrundlagen unterstützt.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Betreuungsangebote, Bildungsförderung und Schutz  für Kinder von Kaffee-Erntehelfern in der Gemeinde Olopa, Chiquimula
Laufzeit: Februar 2013 – Mai 2017
Geldgeber: Tchibo und private Spender

Tchibo und Save the Children haben im Frühjahr 2013 ein Bildungsprojekt in Guatemala gestartet, das eine pädagogische und altersgerechte Betreuung für die Kinder von Kaffeebauern gewährleistet.  Denn die Kinder begleiten ihre Eltern während der Erntezeit häufig zur Arbeit. Während die kleinen Kinder an den steilen und gefährlichen Berghängen spielen, arbeiten die größeren Kinder oft mit. Hierzu schaffen wir mit unserem Projekt eine sinnvolle Alternative.

Unterstützt werden Kinder in der Region Chiquimula. Hier werden in der Erntezeit von November bis Februar Betreuungsangebote geschaffen. Während die Eltern arbeiten, werden die Kinder durch spielerisches Lernen gefördert und die größeren Kinder können schulische Inhalte vertiefen. Eine ausgewogene Ernährung und Gesundheitschecks gehören auch zum Angebot.

Von unserem Projekt profitieren nicht nur die Kinder der Erntehelfer: Im restlichen Jahr bieten wir zusätzliche Bildungsangebote, Lehrer-Trainings und Eltern-Workshops an lokalen Schulen an.

Ab Mitte 2015 unterstützen wir gemeinsam mit einem lokalen Partner zusätzlich Eltern, höhere Einkommen zu erzielen, etwa durch Schulungen, die ihnen helfen, außerhalb der Kaffeeernte eigene Produkte besser anzubauen und zu vermarkten. Des Weiteren arbeiten wir verstärkt daran, Gemeinden für Kinderrechte, darunter speziell den Schutz von Kindern vor schädlicher Kinderarbeit, zu sensibilisieren und engagieren.