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Unsere Projekte
in Bangladesch

Im Einsatz für Kinder in Bangladesch

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Bangladesch, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Bangladesch können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

Bangladesch hat in den letzten 20 Jahren viel im Kampf gegen die Armut erreicht. Dennoch lebt in Bangladesch noch immer fast ein Drittel der Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Die gesundheitliche Versorgung im Land ist unzureichend, sodass noch viele Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr sterben. Rund 41% der Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Viele Neugeborene kommen bereits unterernährt zur Welt, da ihre Mütter in der Schwangerschaft nicht ausreichend Vitamine und Mineralien zu sich nehmen können. 

Das Land ist durch seine geografische Lage besonders anfällig für Naturkatastrophen und ist immer wieder von Überflutungen und Zyklonen betroffen, welche Lebensgrundlagen zerstören und häufig zahlreiche Todesopfer fordern.

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Jedes Jahr sterben tausende von Säuglingen in den ersten Lebenstagen.
  • Die Zahl der Mädchen und Jungen in Bangladesch, die arbeiten müssen, wird auf über sieben Millionen geschätzt. Viele von ihnen werden ausgebeutet und sind Gewalt ausgesetzt.
  • Armut und Kinderarbeit sind die Gründe dafür, dass viele Kinder in Bangladesch nicht zur Schule gehen. Um die Armut langfristig zu überwinden, müssen alle Kinder eine Schul- und Berufsbildung erhalten.
  • Bangladesch wird immer wieder von schweren Wirbelstürmen und Regenfluten heimgesucht. Wie so oft ist besonders die arme Bevölkerung den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert und es sind die Kinder, die am stärksten unter den Folgen leiden.

Die Antwort von  Save the Children

Save the Children arbeitet seit 1970 in Bangladesch, um die Situation von Kindern nachhaltig zu verbessern. Wir arbeiten in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Kinderschutz, HIV/AIDs, Nothilfe und Kinderrechte. Wir arbeiten direkt mit Kindern, Familien und Gemeinden sowie Organisationen der Zivilgesellschaft, der Privatwirtschaft und staatlichen Behörden zusammen.  Bei allem, was wir tun, legen wir den Schwerpunkt auf die Bedürfnisse der Kinder.. 

Projekt: Nothilfe für die Rohingya-Krise in Bangladesch

Projekt: Nothilfe für die Rohingya-Krise in Bangladesch 
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: 15. November 2017 – 8. Februar 2018

Die gewaltsame Vertreibung der Rohingya aus Myanmar führte zu einer der gegenwärtig größten humanitären Krisen. Seit August 2017 sind mehr als 600.000 Rohingya vor Gewalt und Menschenrechtsverletzungen aus Myanmar über die Grenze nach Bangladesch geflohen (Stand November 2017). Zusammen mit der bereits bestehenden Gemeinde leben nun mehr als 800.000 vertriebene Rohingya in Cox’s Bazar – täglich kommen Tausende hinzu. Die Flüchtlinge leben in spontan errichteten, überfüllten und notdürftig ausgestatteten Siedlungen und Flüchtlingslagern. In diesen Siedlungen fehlt es an angemessenen Unterkünften und grundlegenden Haushaltsgegenständen. Die mangelhaften Lebensbedingungen, die unzureichende hygienische Situation und der anstehende Winter erhöhen das allgemeine Krankheitsrisiko und stellen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Rund 60 Prozent der vertriebenen Rohingya sind Kinder. Diese sind, genau wie schwangere und stillende Frauen, besonders gefährdet und zahlreichen Schutzrisiken ausgesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt wird Save the Children dazu beitragen, dass die Lebensbedingungen der geflüchteten Rohingya und den aufnehmenden Gemeinden unmittelbar und dauerhaft verbessert werden. Dafür wird Save the Children Materialien für verbesserte Unterkünfte zur Verfügung stellen, durch die sich die Familien vor den widrigen Wetterbedingungen der kommenden Monate schützen können. Dies wird durch die Verteilung von warmer Kleidung, Decken und wichtigen Haushaltsgegenständen ergänzt. Für den Fall, dass sich die humanitäre Situation in den folgenden Monaten weiter verschlechtert, werden zusätzliche Notfallvorräte angelegt. Durch die Maßnahmen in diesem Projekt werden direkt mehr als 15,000 bedürftige Menschen, darunter mehr als 10,000 Kinder erreicht.

Projekt: Berufsausbildung und Arbeitssicherheit

Projekt: Berufsausbildung sowie Förderung von Arbeitssicherheit und -gesundheit für benachteiligte Jugendliche in der Textilindustrie im Distrikt Gazipur (Work 2 Learn Advanced)
Geldgeber: s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG
Laufzeit: Juli 2014 – September 2017

Über sieben Millionen Mädchen und Jungen unter 17 Jahren in Bangladesch arbeiten, weil ihre Familien sonst nicht überleben könnten – oft für extrem wenig Geld und unter gesundheitsschädigenden Bedingungen. Im Rahmen dieses Projekts erhalten benachteiligte Jugendliche die Chance, ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zu entkommen und fair bezahlte Jobs zu finden.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Vorschulbildung für Kinder aus Minderheiten in den Chittagong Hill Tracts
Geldgeber: Private Spender

Projekt: Gemeindebasiertes Projekt zum Schutz und zur Förderung von Kindern mit Behinderungen 
Geldgeber: IKEA Foundation
Laufzeit: Oktober 2011 – Juni 2015

Zehn Prozent der Kinder in Bangladesch sind körperlich oder geistig beeinträchtigt. Es fehlt ihnen an sozialer Unterstützung und Schutz. Oft werden sie in gefährlicher und körperlich schädigender Arbeit ausgenutzt und haben nur einen begrenzten Zugang zu Bildung. 

Zusammen mit drei weiteren Partnern arbeitet Save the Children unter anderem an Rehabilitationsprogrammen in Kooperation mit lokalen Gemeinden, um Missbrauch, Ausbeutung und Diskriminierung entgegenzuwirken. Mit der Unterstützung von IKEA können wir so Kinder mit Behinderung erreichen, um sie besser zu schützen, und einen direkten Zugang zu psychosozialer und ärztlicher Versorgung zu ermöglichen.