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Unsere Projekte
in Indien

Im Einsatz für Kinder in Indien

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Indien, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Indien können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

Indien ist ein Land, das durch extreme Gegensätze gekennzeichnet ist. Einerseits gilt Indien als Weltmarktführer wichtiger Informationstechnologien. Andererseits kämpfen 300 Millionen Menschen um das tägliche Überleben. Immer wieder auftretende Naturkatastrophen wie verheerende Fluten und großflächige Erdbeben verschärfen die Armut der Menschen im indischen Subkontinent zusätzlich. Besonders betroffen sind Kinder: 43% der Mädchen und Jungen unter fünf Jahren sind chronisch mangelernährt. Kinderarbeit und Kinderhandel sind noch immer weit verbreitet. 

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Etwa 30 % der Einwohner Indiens leben unterhalb der Armutsgrenze – und die Kluft in zwischen Arm und Reich wächst.
  • Die große Armut wirkt sich auch auf die Ernährung aus: Fast die Hälfte aller Kinder im Alter unter drei Jahren leidet an Unterernährung. Die einseitige Ernährung sowie die problematischen hygienischen Bedingungen oder der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser haben zur Folge, dass die Kindersterblichkeitsrate Indiens zu den höchsten weltweit zählt.
  • Ständig wiederkehrende Naturkatastrophen erschweren einen nachhaltigen Wiederaufbau der Infrastruktur und die langfristige Sicherstellung der Grundversorgung.
  • Obwohl auch die indische Regierung Maßnahmen gegen organisierten Kinderhandel ergriffen hat, ist Kinderarbeit weit verbreitet.

Die Antwort von  Save the Children

Schon 1975 wurde das erste Büro von Save the Children in Neu Delhi geöffnet. Heute unterstützen wir Projekte in elf Staaten und arbeiten stets mit lokalen Gemeinden, Regierung und anderen NGOs zusammen, um eine flächendeckende Umsetzung der Rechte der Kinder in Indien zu erreichen. Schwerpunkte der Arbeit sind der Einsatz zum Schutz gegen Missbrauch und ausbeuterische Arbeit, die Realisierung von vielseitigen Bildungsprojekten auch in den schwer zugänglichen Regionen Indiens, sowie eine sofortige und effektive Nothilfe bei Naturkatastrophen. Mit der internationalen Kampagne EVERY ONE gegen Kindersterblichkeit konnten wir 300.000 Kinder in Indien durch unsere Arbeit in der Verbesserung der Gesundheitsversorgung erreichen.

Projekt: Initiative für sichere Schulen in Süd Delhi

Projekt: Initiative für sichere Schulen in Süd Delhi, Indien 
Geldgeber: Private Spender
Laufzeit: Oktober 2016 – Oktober 2018

In den vergangenen Jahren kam es in Indien zu mehreren desaströsen Naturkatastrophen. Besonders Delhi ist durch seine erdbebengefährdete Lage und sein monsunbedingtes Flutrisiko einer erhöhten Gefahr ausgesetzt. Bevölkerungsgruppen und Kinder, die sich in einer prekären Lage befinden und in informellen Siedlungen leben, sind besonders gefährdet. Um die Anfälligkeit der betroffenen Menschen gegenüber Katastrophen zu minimieren, müssen Risiken identifiziert und die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen gegenüber Naturgefahren und Folgen des Klimawandels gestärkt werden.

Das Projekt zielt darauf ab, Katastrophenrisiken, Risiken durch den Klimawandel und andere Schutzrisiken für Kinder in Schulen zu reduzieren. In 40 besonders risikogefährdeten Schulen in Süd-Delhi unterstützt Save the Children Kinder, Lehrer und Bildungsbehörden darin, Risiken zu identifizieren, sich auf Katastrophen vorzubereiten und Risiken gemeinsam zu verringern. In diesem Rahmen werden unter anderem Schulnotfallpläne entwickelt und Sicherheitsübungen durchgeführt, die unter anderem Erste-Hilfe-Versorgung, Evakuierungspläne und Notfallübungen beinhalten. Um die Nachhaltigkeit und weitere Verbreitung der Maßnahmen zu gewährleisten, werden Gemeinde- und Katastrophenmanagementabteilungen in das Projekt eingebunden.

Projekt: Sanitärversorgung in den Slums von Delhi

Projekt: Sauberes Wasser, Sanitärversorgung und Hygienepraktiken in den Slums von Delhi
Geldgeber: BASF-Stiftung, Private Spender
Laufzeit: Juli 2016 – Dezember 2018

Die unzureichende Versorgung mit Trinkwasser und die mangelnde sanitäre Versorgung sowie die damit verbundenen hygienischen Probleme und Ausbreitungen von Krankheiten gehören zu den Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit in den informellen Siedlungen marginalisierter Bevölkerungsgruppen in Delhi. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen für gefährdete Kinder und ihre Familien zu verbessern.

Zunächst soll durch spielerische und breitenwirksame Aktivitäten (z.B. Theaterspiele und Wettbewerbe) das Bewusstsein von Schulkindern und Gemeindemitgliedern für Hygienepraktiken gestärkt werden. Anschließend wird der Zugang zu sauberem Wasser und hygienischen Sanitäreinrichtungen unter anderem durch den (Um-)Bau gemeindeverwalteter Toiletten gesteigert. Dabei werden Gemeindemitglieder darin geschult, die renovierten Wasser- und Sanitäranlagen selbstständig zu betreiben. Um einen langfristigen Zugang zu wahren, werden Verantwortliche aus der Politik und Verwaltung einbezogen und Gemeindemitglieder darin gestärkt, selbstständig Verbesserungen der sanitären Dienstleistungen einzufordern.

Projekt: Sanitärversorgung in Schulen und Gemeinden

Projekt: Förderung von sauberem Wasser, Sanitärversorgung und Hygienepraktiken in Schulen und Gemeinden in Delhi, Indien
Geldgeber: REWE Far East Limited, Private Spender
Laufzeit: Dezember 2016 – November 2019

Die unzureichende Versorgung mit Trinkwasser und die mangelnde sanitäre Versorgung sowie die damit verbundenen hygienischen Probleme und Ausbreitungen von Krankheiten gehören zu den Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit in den informellen Siedlungen marginalisierter Bevölkerungsgruppen in Delhi. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen für gefährdete Kinder und ihre Familien zu verbessern.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnerorganisationen in drei Slumgebieten, sieben integrativen Kindergärten und vier Grundschulen Süd Delhi umgesetzt und soll 3.000 Kinder direkt und über 20.000 Menschen indirekt erreichen. Dabei soll zunächst das Bewusstsein für Hygienepraktiken und damit verbundenen Gesundheitsrisiken bei den Kindern und Gemeindemitgliedern gestärkt werden. Anschließend wird der Zugang zu Wasser- und Sanitärinfrastruktur unter anderem durch den (Um-)Bau von Toiletten und Waschbecken ermöglicht. Die Gemeindemitglieder werden in den Prozess eingebunden und darin geschult, die Wasser- und Sanitäreinrichtungen eigenständig instandzuhalten. Um einen langfristigen Zugang zu wahren, werden Verantwortliche aus der Politik und Verwaltung einbezogen und Gemeindemitglieder darin gestärkt, selbstständig Verbesserungen der sanitären Dienstleistungen einzufordern.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Förderung der Gesundheit von Müttern und Kindern mit den Schwerpunkten Ernährung, Hygiene sowie Wasser- und Sanitärversorgung in Slumgebieten von Delhi
Geldgeber: Private Spender
Laufzeit: Februar 2013 - März 2015

Keine Gesundheitsversorgung, mangelnde Hygiene, Unterernährung: die Ursachen für eine hohe Kindersterblichkeit in Indien sind oft eine Folge von Armut. Daher fördert Save the Children die Ausbildung von Gesundheitshelfern, den Bau von Sanitäranlagen und die medizinische Betreuung von Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern.

Um die Situation nachhaltig zu verbessern, binden wir die Bewohner und auch die zuständigen Behörden in die Programmarbeit ein. So unterstützen wir die Menschen in den Vierteln dabei, sich in Gruppen zusammenzuschließen und ihren Anspruch auf sauberes Trinkwasser, adäquate medizinische Hilfe und funktionierende sanitäre Einrichtungen bei der Stadt geltend zu machen. Lokale Gesundheitsmitarbeiter werden weitergebildet, damit sie den Gesundheitszustand von Schwangeren und Kindern besser erkennen können. Zudem werden in vielen Vierteln Trinkwasseranlagen installiert, um sicherzustellen, dass die Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Die Bewohner werden darin geschult, die Anlagen selbst zu warten, defekte Leitungen zu reparieren und ihr Wissen über Gesundheit und Hygiene weiterzugeben.