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Unsere Projekte
in Japan

Im Einsatz für Kinder in Japan

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Japan, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Japan können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

Der Inselstaat Japan ist mit über 127 Millionen Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Das hoch entwickelte Industrieland ist jedoch aufgrund seiner geographischen Lage einer hohen Erdbeben- und Tsunami-Gefahr ausgesetzt. Am 11. März 2011 erschütterte eines der stärksten Beben der japanischen Geschichte das Land, worauf ein Tsunami mit meterhohen Wellen weite Küstengebiete überschwemmte. Tausende Menschen wurden dabei in den Tod gerissen. Die schlimmen Erinnerungen an das Beben werden auf lange Zeit ihre Spuren in den Köpfen der Kinder hinterlassen. Save the Children unterstützt die Kinder dabei, einen Weg zurück in die Normalität zu finden.

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

Die Folgen der verheerenden Katastrophe, aber auch schmerzvolle Erinnerungen und Verlusterfahrungen sind noch heute zu spüren:

  • Mehr als 15.800 Menschen sind ums Leben gekommen, unter ihnen 727 Kinder. Mehr als tausend Kinder haben ein oder sogar beide Elternteile verloren.
  • Fast 400.000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.
  • 7.524 Kindergärten und Schulen wurden zerstört oder beschädigt.
  • Das Kernkraftwerk in Fukushima wurde so stark beschädigt, dass radioaktive Strahlung austrat, deren Ausmaß und Langzeitfolgen bis heute nicht endgültig eingeschätzt werden können.

Die Antwort von  Save the Children

Auch wenn Jahre nach der Katastrophe die meisten materiellen Bedürfnisse gedeckt sind, der Schulunterricht weitgehend normal läuft und viele Familien die Notunterkünfte verlassen haben, sind die Herausforderungen nach wie vor groß. In einem Fünf-Jahres-Plan haben wir vielseitige Projekte in Japan realisiert, sodass die Kinder das Erlebte verarbeiten und unbeschwert in die Zukunft blicken können.

In den letzten Jahren haben wir erfolgreich mit Behörden und Gemeinden zusammengearbeitet, um unsere vielseitigen Projekte so zu gestalten, dass Mädchen und Jungen schnellstmöglich in die Normalität zurückkehren können. Für die Schulbildung heißt das, dass Materialien und Mittagessen bereitgestellt, sowie außerschulische Aktivitäten angeboten wurden: Unsere Arbeit hat mehr als 28.000 Kindern geholfen.

Für den Schutz und die Fürsorge der Kinder bedeutet es weiterhin, dass wir uns in vielfältigen Projekten um die langfristige psychosoziale Betreuung der Kinder und ihrer Familien kümmern. Durch Kinder-Clubs, die wir in vielen Regionen gegründet haben, geben wir Mädchen und Jungen durch Erfahrungs- und Ideenaustausch die Möglichkeit, den Wiederaufbauprozess aktiv mitzugestalten. Umfangreiche Katastrophenvorsorgeprogramme werden in Schulen und Gemeinden durch Kompetenzaufbau und Forschung realisiert. 

Zudem hat Save the Children ein Forschungszentrum in Sendai gegründet, das die besonderen Bedürfnisse von Kindern in humanitären Notsituationen und im akuten Katastrophenfall erforscht und Gemeinden als 'Think Tank' und Anlaufstelle dienen soll. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden erarbeiten wir Vorsorgepläne, bei denen der Schutz von Kindern besonders berücksichtigt wird, wie zum Beispiel Evakuierungspläne und Richtlinien für Notunterkünfte. Ziel ist es, Kinder bei zukünftigen Katastrophen besser zu schützen.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Bekämpfung von Erdbeben- und Tsunami-Folgen in Japan – Kinderbeteiligung in Form von kindergeführten Clubs
Geldgeber: Lanxess AG
Laufzeit: November 2011 - Dezember 2015

Save the Children setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in Japan zu Akteuren des sozialen Wandels werden und die Möglichkeit erhalten, bei der Entwicklung und Umsetzung von Wiederaufbau- und Katastrophenvorsorgeplänen aktiv mitzuwirken.

Dafür unterstützten wir beispielweise die Gründung von vier Kinderzentren. Neben regelmäßigen Freizeitaktivitäten bieten diese Zentren den Raum für den Wissensaustausch und die Ideenfindung, sei es in Form von Kinderforen oder Kindergipfel. Außerdem unterstützt Save the Children so-genannte Kinder-Clubs in betroffenen Regionen und schult Sozialarbeiter in Methoden zur Förderung der Kinderpartizipation. So können junge Clubmitglieder im Rahmen des Real Time Video Projekts Fotos und Videos über ihre Aktivitäten austauschen sowie bei regelmäßigen clubübergreifenden Gipfeln über ihre gemeinsamen Aktionen berichten. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist Advocacy-Arbeit mit nationalen und lokalen Regierungsakteuren. Kinder und Jugendliche werden dabei unterstützt, ihre Forderungen an die Politik zu formulieren und eigene Interessen gegenüber politischen Akteuren zu vertreten. 
 

Projekt: Nothilfe für vom Erdbeben und Tsunami betroffene Familien 
Geldgeber: Private Spender

Save the Children hat 100.000 Kinder und ihre Familien durch verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern langfristig unterstützen können. Die psychosoziale Betreuung der Kinder im Katastrophengebiet spielt hierbei eine wichtige Rolle. Dazu haben wir unter anderem Spielplätze in den am stärksten betroffenen Gebieten wieder aufgebaut und arbeiten eng mit Kindertagesstätten zusammen. Darüber hinaus organisierten wir Sommerlager, um den Kindern zu ermöglichen ohne Angst vor radioaktiver Strahlung wieder in der freien Natur zu sein.