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Unsere Projekte
in Kambodscha

Im Einsatz für Kinder in Kambodscha

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Kambodscha, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Kambodscha können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

Seitdem der Bürgerkrieg in Kambodscha beendet ist, hat das Land am Golf von Thailand einen wirtschaftlichen Fortschritt erfahren. Jedoch sind die Folgen des über drei Jahrzehnte andauernden Konflikts noch heute überall zu spüren: Landminen, illegaler Handel, hohe Armut und mangelnde Gesundheitsversorgung sind nur einige Probleme, mit denen Kambodscha heute konfrontiert ist. Besonders die Kinder leiden unter den schwierigen Bedingungen in einem der ärmsten Länder der Welt.

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Kambodscha ist heute nach jahrelangem Bürgerkrieg als „Least Developed Country“ eines der ärmsten Länder der Welt. Rund 18% der Bevölkerung lebt in extremer Armut – die Hälfte der Bevölkerung in Kambodscha sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Eine große Mehrheit lebt in ländlichen Regionen, viele müssen mit 50 Cent am Tag auskommen.
  • Viele Kinder können die Grundschulbildung nicht beenden oder haben erst gar nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen.
  • Ein besonderes Problem stellen die mangelnden hygienischen Bedingungen dar. In den Slums leben viele Familien in provisorisch errichteten Behausungen an Müllplätzen. Die Kinder sind daher regelmäßig krank. Auch schwangere Frauen leiden unter diesen Bedingungen, da sie keinen Zugang zur nötigen Gesundheitsversorgung erhalten.
  • Tausende Kinder sind Aidswaisen. Die Zahl der Neuinfektionen von Kindern steigt dramatisch.

Die Antwort von  Save the Children

Save the Children arbeitet bereits seit 1979 in Kambodscha. Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in den Bereichen Bildung und Gesundheit. In der Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium setzen wir uns dafür ein, die Lehr- und Lernbedingungen der Grundschulen langfristig zu verbessern, so zum Beispiel durch die Errichtung von „kinderfreundlichen Schulen“ besonders in abgelegenen Regionen. Wir setzen uns stark für den Zugang zu Bildung auch für benachteiligte Kinder ein dazu gehören Mädchen, Waisen und Kinder mit Behinderungen. 

Durch die Errichtung von Gesundheitszentren und Krankenhäusern haben verstärkt Frauen und Kinder Zugang zu medizinischer Versorgung. Außerdem mobilisieren wir auf kommunaler Ebene die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen oder Geburtsvorbereitungskursen und bilden Gesundheitsmitarbeiter und Hebammen aus. Um die von AIDS/HIV betroffenen Kinder und Familien zu schützen, bieten wir in Kinderzentren Beratung an und unterstützen den Schulbesuch sowie den Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Gegen Gewalt und Diskriminierung in Schulen: Projekt für inklusiven, kinderfreundlichen Unterricht an 147 Grundschulen in sechs Provinzen
Geldgeber: IKEA Foundation
Laufzeit: Juli 2012 – Juni 2015

Mit der Unterstützung durch die jährliche Stofftier-Kampagne von IKEA können wir mit unserem Projekt mehr als 55.000 Kinder erreichen und ihnen den Zugang zu guter Schuldbildung hin zu einem Alltag ohne Diskriminierung ermöglichen. Dazu führen wir Fortbildungen für Lehrer in gewaltfreiem Unterricht durch, vermitteln Toleranz und Verständnis und fördern in Workshops die Partizipation von Kindern an einem inklusiven Unterricht. Denn alle Kinder haben das gleiche Recht auf Bildung!

Hintergrund: Dreißig Jahre Bürgerkrieg in Kambodscha haben Spuren hinterlassen, die besonders für Kinder ein hohes Risiko darstellen und ihre Gesundheit gefährden: Nicht überwundene Traumata, aber auch Landminen und ein Mangel an gesunder Nahrung tragen dazu bei, dass körperliche und psychische Beeinträchtigungen weit verbreitet sind. 

Außerdem führen Rückstände chemischer Kampfstoffe auf Feldern und in Gewässern zu überdurchschnittlich vielen Geburten von Kindern mit Entwicklungsstörungen. Die Gefahr durch die rund sechs Millionen Landminen ist deshalb so gravierend, weil sie über das gesamte Land verteilt sind, auch auf Feldern und Schulwegen. Zehntausende Menschen haben bereits Füße oder Beine verloren und Kinder mit fehlenden Gliedmaßen werden in der Schule oft von Mitschülern und Lehrern ausgegrenzt. 

Auch das staatliche Bildungssystem erschwert diesen Kindern den Zugang zu Bildung in einem gewaltfreien und geschützten Umfeld. Hier setzt das Projekt von Save the Children an.