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Unsere Projekte
in Nepal

Im Einsatz für Kinder in Nepal

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Nepal, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Nepal können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

Nepal gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Über 30% der Nepalesen leben unterhalb der Armutsgrenze. Bei den erbitterten Kämpfen zwischen maoistischen Aufständischen und Anhängern der Monarchie starben mindestens 13.000 Menschen. Nach mehr als zehn Jahren endeten die Auseinandersetzungen im November 2006. Seitdem gibt endlich wieder Hoffnung auf dauerhaften Frieden.

Save the Children arbeitet seit 1984 in Nepal. Zentrale Aufgabe ist die Verbesserung des Bildungssystems. Außerdem schützen wir Kinder vor Gewalt und Ausbeutung. Eine der größten Herausforderungen ist die Bekämpfung von Kinderarbeit. Obwohl gesetzlich verboten, schuften 2,6 Millionen Kinder als Hausangestellte, Lastenträger, Fabrik- oder Grubenarbeiter. Zusammen mit lokalen Partnern bieten wir alternative Bildungsprogramme an, um arbeitenden Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Wir unterstützen außerdem staatliche Schulen und Lehrerfortbildungen und stellen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Mehr als die Hälfte der 28 Millionen Einwohner Nepals sind Analphabeten.
  • Über 42% der Bevölkerung ist arbeitslos, die Hälfte davon sind Jugendliche.
  • Über 1 Million Kinder können keine Schule besuchen. Nur 16% aller Schüler in Nepal beenden die Schule mit einem Abschluss.
  • Lediglich 41% der Kinder zwischen 3-5 Jahren werden schon im Vorschulalter gefördert.

Die Antwort von  Save the Children

Da das Bildungssystem in Nepal sehr schwach ist, arbeiten wir verstärkt in Bildungsprojekten. In unseren Projekten entwickeln wir zum Beispiel kindgerechtes Lernmaterial, um Kindern die Freude am Lernen zu vermitteln. Außerdem bildet Save the Children Lehrer aus und errichtet neben Schulen auch Zentren für frühkindliche Entwicklung, z.B. Kindergärten.

In Kriegs- und Nachkriegsländern wie Nepal sind Schulen nicht nur ein Ort des Lernens. Schulen sind auch Orte, an denen die Gesundheit und Entwicklung von Kindern beobachtet und gefördert werden. So werden in den Schulen in regelmäßigen Abständen das Wachstum und die Gewichtszunahme aller Kinder überprüft. Außerdem erhalten die Kinder Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel Eisentabletten. Nur wenn die Kinder gesund sind, können sie in der Schule „am Ball" bleiben, sich konzentrieren und für ihre Zukunft lernen.

Projekt: Förderung von Kindern mit Behinderungen

Projekt: Förderung von Kindern mit Behinderungen in erdbebenbetroffenen Gebieten
Geldgeber: Christoffel Blindenmission
Laufzeit: September 2016 – September 2018

Nach den Zahlen des nepalesischen Bildungsministeriums besuchen ca. 22% der Kinder mit Behinderungen keine Grundschule. Gründe für diese Ausgrenzung von Kindern mit Behinderungen in Nepal aus dem Schulsystem ist einerseits das Schulumfeld, das abweisend und nicht behindertengerecht ist. Andererseits gibt es ein Mangel an Ressourcen auf Regierungsebene, die Belangen von Kindern mit einer Behinderung auf lokaler Ebene zu identifizieren und entsprechende Schulungen anzubieten, um die Gemeindemitglieder dafür zu sensibilisieren.

Mit der Unterstützung der Christoffel Blindenmission fördert Save the Children durch dieses Projekt eine Verbesserung der Bedürfnisse und Inklusion schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen in den Erdbeben betroffenen Gebieten Nepals. Sie sollen motiviert werden wieder in die Schule zu kommen und im Rahmen von Kinderklubs und in Zusammenarbeit mit anderen lokalen Vereinen, an der Gestaltung einer behindertenfreundlichen Schulumgebung mitzuarbeiten. Gleichzeitig soll die Lehrqualität verbessert und an die inklusiven Klassen angepasst werden, in dem Lehrer Schulungen zu neuen Lehrtechniken erhalten und neue Lern- und Lehrmaterialien ausgeteilt werden. Als Vorsorgemaßnahme für weitere mögliche Naturkatastrophen werden die Kapazitäten der Regierung darin gestärkt, inklusive Materialien zum Thema Katastrophenvorsorge für die Schulen zu entwickeln und somit auch Kinder mit Behinderungen auf erneute Erdbeben und dergleichen vorzubereiten.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Gemeinsame Antwort auf das Erdbeben in Nepal
Laufzeit: April 2015 - Dezember 2016

Zwei schwere Erdbeben – am 25. April und am 12. Mai – haben in Nepal verheerende Schäden angerichtet. Den ersten Einschätzungen zufolge wurden ca. 800.000 Häuser komplett zerstört oder schwer beschädigt. Mindestens 3 Millionen Kinder sind durch die Katastrophenfolgen gefährdet.

In der ersten Phase des Wiederaufbaus steht die Notversorgung der betroffenen Familien und Kinder im Vordergrund. Dazu gehört u.a. die Verteilung von Shelter- und Hygiene-Kits, Errichtung von temporären Latrinen, Lernzentren und mobilen Krankenhäusern. Die nachfolgende Phase ist auf den Wiederaufbau und die Versorgung im Winter ausgerichtet. Im Fokus stehen auch die Zusammenführung von Familien sowie die Prävention und Behandlung von Mangelernährung bei Kindern. Save the Children setzt sich dafür ein, dass Kinder schnell wieder zur Schule gehen können, um zur Normalität zurückzukehren und die Geschehnisse spielerisch zu verarbeiten. In der Abschlussphase setzt sich Save the Children für die langfristige Stärkung der Widerstandsfähigkeit lokaler Gemeinden gegenüber künftigen Naturkatastrophen ein.

Projekt: Gemeindebasierte Mikro-Krankenversicherungen für Familien in den Bezirken Banke und Dhading 
Geldgeber: Misereor
Laufzeit: 2010-2013