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Kinderleicht
Kinderstark

Das Programm

„Kinderleicht – Kinderstark. Psychosoziale Unterstützung für Kinder mit belastenden Erfahrungen“ schafft psychische Stabilität für Kinder im Kita- und Grundschulalter, deren Leben durch Belastung und Stress beeinträchtigt ist. Wir stärken sie in ihrer psychosozialen Entwicklung und ihrem Bedürfnis nach Stabilität und Schutz. Pädagogische Fachkräfte werden qualifiziert, um Anzeichen und Verhaltensweisen von Stressbelastung zu erkennen, zu deuten und adäquat darauf zu reagieren. Sie können Kindern Stabilität und Schutz bieten, ihnen ein gutes Lernen ermöglichen und so letztendlich ihre Bildungschancen erhöhen.

Der Ablauf von „Kinderleicht – Kinderstark“ ist nicht bis ins Detail planbar. Gemeinsam mit uns machen sich die Einrichtungen mit ihren Teams auf einen zweijährigen Weg. Unterstützt werden sie durch externe Prozessbegleitungen. In auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Aktivitäten und Maßnahmen, in Fortbildungen, Beratungen und Hospitationen reflektieren sie ihr eigenes Handeln und erhalten neue Impulse.

Tipps und Impulse

Kinder brauchen Stabilität. Im pädagogischen Alltag setzt dies das souveräne Handeln der Fachkräfte voraus. Doch Krisen bringen Ungewissheit mit sich. Wir haben Tipps und Impulse zur Überwindung von belastenden Situationen zusammengestellt. Diese nehmen die Perspektive des Kindes in den Fokus. Verknüpft wird dies mit dem  Blick auf Kontakte, die den pädagogischen Alltag der Fachkräfte und somit der Kinder prägen: der Kontakt zu sich selbst als pädagogische Fachkraft, zum Team und zu den Eltern.

Ich selbst

Im pädagogischen Alltag geht es stets darum, für Kinder da zu sein, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu lernen und zu spielen. Als Fachkraft bin ich eine wichtige Bezugsperson im Leben der jungen Menschen. Die Freude, für sie da zu sein, kann ich mir bewahren,wenn ich meine Grenzen achte und gut für mich selbst sorge.

Achtsam im Alltag

Einfache Übungen helfen mir, Gedanken und Bewertungen loszulassen. Ihr Ziel ist es, dass ich in stressigen Situationen zur Ruhe komme, innehalten kann. Sie sensibilisieren mich und öffnen mir den Weg, mich und meinen Körper zu spüren. In der Krisensituation nehmen sie die Spannung und helfen mir, wieder klar zu sehen und Schritt für Schritt vorzugehen.

Team

Kindern erscheint die Welt der Erzieher*innen und Lehrer*innen oft geheimnisvoll. Die Stimmung der Erwachsenen, ihre Entscheidungen und Handlungen sind für Kinder nicht immer nachvollziehbar und bestimmen doch ihren Alltag.

Gemeinsam starten

Im Alltag fehlt uns manchmal die Zeit, uns länger zu unterhalten. Wir arbeiten zwar eng zusammen, wissen oftmals jedoch wenig voneinander, was uns verbindet, was uns unterscheidet. Ein kurzes Spiel zum Einstieg jeder Teamsitzung bringt uns in Verbindung, macht Spaß und erleichtert das Ankommen in gemeinsamer Runde.

Eltern

Eltern haben häufig viel zu tun. Kinder finden darum viele Wege, um auf sich aufmerksam zu machen. Den Eltern in ihren Bedürfnissen und Kompetenzen sensibel zu begegnen, erlaubt uns, eine vertrauensvolle Bindung mit dem Kind aufzubauen.

Elternabende gestalten

Schenken wir uns Zeit zum Kennenlernen, kommen wir miteinander ins Gespräch, hören zu und nehmen einander wahr. Wir haben Vertrauen zueinander und können die Kinder bestmöglich unterstützen. Wir achten darauf, dass alle verstehen können und verstanden werden.

Kinder

Kinder sind manchmal so durcheinander und aufgebracht, dass sie sogar ihr liebstes Spielzeug vergessen. Oft finden sie nicht gleich passende Worte für ihre Gefühle und nutzen viele Formen, um diese auszudrücken. Ihnen Zeit und eine sichere Atmosphäre zu bieten, ist eine Unterstützung. Es ist gut, dass wir da sind und sie unterstützen können.

Kindliches Verhalten in Krisen

Kinder mit belastenden Erfahrungen äußern sich auf ganz unterschiedliche Weise. Es ist nicht meine Aufgabe, eine Diagnose zu stellen. Trotzdem kann ich ein Kind in Not begleiten. Stille Kinder ziehen sich beispielsweise häufig noch stärker zurück, was bei ihnen nicht so sehr auffällt wie bei lebhaften Kindern. Darum ist es wichtig, dass ich auch die kleinen Anzeichen nicht ignoriere. Bei der Vermutung, dass hinter dem andauernden Anzeichen des Kindes eine seelische Belastung oder ein traumatisches Erlebnis liegt, beziehe ich eine speziell geschulte Fachkraft mit ein. Ich achte auf meine eigenen Grenzen und Möglichkeiten, denn nur als stabile, gesunde Begleitung bin ich eine gute Begleitung.

Stimmen aus dem Programm

Wir sind ein Fachkräfte-Netzwerk, welches partizipativ und bedarfsorientiert arbeitet und offen für neue Prozesse und jeglichen hilfreichen Input zur Stabilisierung und Stärkung von Kindern ist. Wir begrüßen sehr die Möglichkeit einer professionellen Begleitung durch Save the Children.

Dayana Dreke, Integrationsfachkraft beim SPIK e.V. & Netzwerk-Koordinatorin FamiFlu

Wir möchten den Fokus auf die Stärken der Kinder richten, ihre Kompetenzen fördern und ihnen neue Wege anbieten, um Belastungen und Stress abzubauen.

Ralf Hoffmann, Leitung DRK Familienzentrum Kita Villa Sonnenschein Herford

Belastende Situationen verstellen oft den Blick auf die eigenen Stärken. Daher setzte ich in meiner Arbeit zuallererst bei den vorhandenen Stärken und Ressourcen der Menschen an und rufe diese wieder mehr ins Bewusstsein.

Nuran Ayten, Prozessbegleiterin in Kinderleicht – Kinderstark

Der Partner

Das Programm „Kinderleicht – Kinderstark“ wird von IKEA durch den Verkaufserlös der Kuscheltiere SAGOSKATT gefördert. Der Clou dabei: Die SAGOSKATT-Kollektion wurde wiederum von Kindern selbst entworfen. Somit kommt die aktive Einbindung von Kindern und ihre Kreativität anderen Kindern zugute.
Die Förderung dieses Programms ist Bestandteil unserer langjährigen und umfassenden Partnerschaft mit IKEA, mit der wir uns für Kinderrechte in Deutschland und weltweit stark machen.

Ihr Ansprechpartner: 

Alexander Sobotta