Jetzt spendenDZI Siegel

Unsere Projekte
in Rumänien

Im Einsatz für Kinder in Rumänien

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Rumänien, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Rumänien können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

In Rumänien leben 25 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Der durchschnittliche Nettolohn lag im Jahr 2012 bei etwa 300 Euro im Monat. Der Übergang zur Marktwirtschaft hat gravierende sozio-ökonomische Folgen. Noch immer herrscht hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes beeinträchtigt den Lebensstandard vieler Menschen.

Ende der 1980er Jahre wurde der rumänische Diktator Ceausescu gestürzt. In Europa ist er bis heute für sein Programm zur Steigerung der Geburtenrate bekannt: Verhütungsmittel und Schwangerschaftsabbrüche waren verboten, weil sich die Bevölkerung Rumäniens innerhalb einer Generation verdoppeln sollte. Die Folgen für die Gesellschaft sind noch heute überall zu spüren. Viele Kinder leben auf der Straße oder in Heimen. Körperliche und seelische Gewalt gehören heute zum Alltag vieler Kinder genauso, wie mangelnde Bildungschancen. Besonders Roma-Kinder und Kinder mit Behinderungen werden diskriminiert und gesellschaftlich ausgegrenzt. Save the Children steht in einem der ärmsten Länder Europas vor großen Herausforderungen. 

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Prostitution und Kinderhandel ist zu einem alarmierenden Problem in Rumänien geworden. Jedes Jahr werden bis zu 140.000 Kinder Opfer von Menschenhändlern. Für ein junges Mädchen zahlen Menschenhändler ca. 1.000 €. (Das Anfangsgehalt eines Arztes in Rumänien ist 200 €.) Die Mädchen und Jungen werden nach Spanien und Italien, aber auch nach Deutschland geschafft, wo sie betteln gehen, als Haushaltsangestellte wie Sklaven behandelt oder an die Sexindustrie verkauft werden.
  • In Rumänien müssen Schätzungen zufolge 70.000 Kinder arbeiten. Mädchen und Jungen sind gezwungen, ihre Familien finanziell zu unterstützen. Kinderarbeit geht oft mit dem Abbruch der Schule, sozialer Ausgrenzung und psychischer oder physischer Ausbeutung einher. Vor allem Kinder von ethnischen Minderheiten gehen nicht in die Schule: 100.000 Roma im Alter zwischen 15-25 Jahren sind Analphabeten.
  • In Rumänien ist die Kindersterblichkeitsrate immer noch sehr hoch, auch wenn sie in den letzten Jahren gesunken ist. 1990 betrug sie 26,9 pro Tausend Lebendgeburten, im Jahr 2005 nur noch 16. (Der Durchschnitt in Westeuropa liegt gerade einmal bei 4/1.000).
  • Auch Jahre nach dem Sturz des Regimes leben noch immer viele Kinder unter erbärmlichen Umständen in Heimen. Viele der Heime sind mangelhaft ausgestattet und gleichen Verwahrungsstätten. Trotz dieser Zustände in den Heimen landen noch immer viel zu viele Kinder hier: Sie werden von Ihren Eltern verlassen oder weggegeben. Alkoholsucht, mangelnde Bildung oder einfach Armut sind nur einige der Gründe, warum sich Eltern von ihren Kindern trennen.

Die Antwort von Save the Children

„Salvati Copiii“ heiß Save the Children in Rumänien. Seit 1990 hilft die Organisation den Kindern und ihren Familien im Land. Mittlerweile gibt es 15 Büros, die über das Land verteilt sind, das Generalsekretariat befindet sich in Bukarest. Unsere Projekte richten sich gegen die Missachtung von Kinderrechten, bieten aber ganz praktische Hilfe für die betroffenen Kinder. Wir unterstützen zum Beispiel Straßenkinder, missbrauchte, in Armut lebende oder an HIV/ AIDS erkrankte Mädchen und Jungen. Unsere Projekte richten sich weiterhin an Kinder, die aufgrund ihres ethnischen oder sozialen Hintergrunds diskriminiert werden.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: „Raising children in a stigma-free society“: Bildung und psychosoziale Unterstützung für Roma-Kinder
Laufzeit: Juli 2013 - Juli 2015
Geldgeber: IKEA Foundation

Projekt: Förderangebote für Kinder, deren Eltern im Ausland leben und arbeiten
Laufzeit: 2013-2015
Geldgeber: BASF Stiftung

Projekt: We grow up together
Laufzeit: Juli 2013 - Juli 2015
Geldgeber: IKEA Foundation