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Bildungsinfrastruktur
für südsudanesische Geflüchtete

Projekt: Verbesserung der Bildungsinfrastruktur für südsudanesiche Geflüchtete und Gastgebergemeinden

Geldgeber:  Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Laufzeit: 01. Dezember 2017 – 30. November 2020

Projekthintergrund

Bis Ende 2017 hat Uganda knapp 1,2 Millionen Geflüchtete aufgenommen, von denen die Mehrheit aus dem Südsudan kommt. Das Bidibidi-Settlement im Yumbe-Distrikt ist mit einer Bevölkerung von rund 270.000 Menschen eine der größten Geflüchtetensiedlungen der Welt. Die ugandische Regierung verfolgt eine progressive Geflüchtetenpolitik, die Geflüchteten die Rechte auf Bewegungsfreiheit und Beschäftigung zusagt und den Zugang zu Land, Unterkünften und Nothilfegütern sowie freier Bildung und Gesundheit ermöglicht. Ziel ist es, dass die Geflüchteten auf langfristige Sicht ihre Bedürfnisse und ihren Lebensunterhalt eigenständig sichern können. Dennoch gibt es Defizite hinsichtlich des Versorgungsangebots an Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen für die häufig traumatisierten Geflüchteten. Insbesondere der Zugang zu Bildung stellt in Bidibidi, wo die Geflüchtetenbevölkerung zu 86 Prozent aus Frauen und Kindern besteht, eine Herausforderung dar. Die bestehenden Schulen sind bereits stark überfüllt und dennoch sind mehr als zwei Drittel der Kinder in Bidibidi nicht in Schulen eingeschrieben.


Projektumsetzung

Kinder sollten ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Dafür arbeitet Save the Children in Kooperation mit der KfW daran, dass konfliktbetroffene Kinder und Kinder aus der Aufnahmegemeinde Zugang zu Lernmöglichkeiten, Unterrichtsmaterialien und einer angemessenen Lernumgebungen haben. Dazu werden zunächst bauliche Maßnahmen getätigt, sodass es mehr Klassenräume für mehr Schüler*innen gibt. Die Klassenräume werden entsprechend ausgestattet und den Kindern werden Lernmaterialien, Bücher und Stifte bereitgestellt. Eine weitere Projektkomponente sorgt dafür, dass die Lernergebnisse der Schüler*innen und die Unterrichtsqualität an den Schulen verbessert wird. Dazu werden unter anderem Nachholunterrichtsangebote für Kinder bereitgestellt, die länger nicht zur Schule gehen konnten, und das Lehrpersonal wird darin geschult, hochwertigen und inklusiven Unterricht zu geben. Damit die verbesserten Lernmöglichkeiten auch nach Projektende erhalten bleiben und das Engagement in den Gemeinden zur Teilnahme und Förderung der Schulen bestehen bleibt, werden im Zuge des Projekts Schulverwaltungskomitees und Eltern-Lehrer-Verbände gegründet. Die Schulverwaltungskomitees sorgen dafür, dass die Schulen und Klassen verwaltet und die Gebäude instandgehalten werden, während die Eltern-Lehrer-Verbände sicherstellen, dass die Gemeinden gut mit den Schulstrukturen zusammenarbeiten und zukünftig ankommende Geflüchtete über die Unterrichtsangebote informiert sind. Von den Projektmaßnahmen werden knapp 25.000 Kinder profitieren, deren Lernmöglichkeiten hergestellt oder erweitert werden. Zudem werden rund 250 Lehrer und Lehrerinnen durch die Schulungen für das Lehrpersonal begünstigt.


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