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Kinderrechte
in Faryab

Projekt: Stärkung der Kapazität und Handlungsfähigkeit von Kinderrechtsakteuren in den Provinzen Faryab und Kabul, Afghanistan

Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit Teil 1: 1. Mai - 31. Dezember 2017
Laufzeit Teil 2: 1. Januar - 31. Dezember 2018
Laufzeit Teil 3: 1. Januar - 31. Dezember 2019

Projekthintergrund

Die Provinz Faryab ist im Norden Afghanistans gelegen und wird von mehr als einer Millionen Menschen bewohnt. Zurzeit ist Faryab von bewaffneten Konflikten betroffen. Die Taliban verfügt über eine starke Präsenz in dieser Provinz und liefert sich Auseinandersetzungen mit der afghanischen Polizei und der afghanischen Armee. Neben der unsicheren Sicherheitslage zählen Kinderrechtsverletzungen zum Alltag vieler Kinder: Einer Umfrage (Knowledge Attitude and Practice Survey) von 2016 zufolge erlebten 91% der 1.000 befragten Kinder Gewalt verschiedener Formen; 38% verloren ein Haushalts- bzw. Familienmitglied durch Gewalt; 31% erlebten Schießereien oder Bombardements; 18% wurden Opfer sexueller Gewalt; über 50% berichteten von Kinderehen und 75% der Kinder mussten einer unangemessenen Beschäftigung nachgehen, um das Haushaltseinkommen zu unterstützen. Zudem besteht die ständige Gefahr, in bewaffnete Gruppen rekrutiert zu werden. Zwar hat die afghanische Regierung bereits Strukturen mit dem Mandat für Kinderschutz geschaffen, die sogenannten Child Protection Action Network (CPAN), doch hat eine jüngste Umfrage von Save the Children gezeigt, dass diese ihre Rolle momentan kaum ausfüllen können, da es an Basiswissen sowie Koordinierungs-, Überwachungs- und Reaktionssystem fehlt.   


Projektumsetzung

Im Rahmen des Projekts verbessert Save the Children zusammen mit dem Auswärtigen Amt die Kinderrechtssituation in der konfliktbetroffenen Region Faryab. Ziel des Vorhabens ist es die Kapazitäten von kinderrechtsrelevanten Akteuren und staatliche Institutionen nachhaltig aufzubauen und zu stärken. Dabei sollen kinderrechtsbezogene Institutionen wie das Child Protection Action Network und das Sozialministerium sowie weitere Regierungsstellen und zivilgesellschaftliche Organisationen auf lokaler und regionaler Ebene in die Lage versetzt werden, Kinderrechte- basierend auf der Kinderrechtskonvention (CRC) und den Minimalstandrads des Kinderschutz (CPMS)- durchsetzen und wahren zu können. 

Ein Teil des Projektes besteht beispielsweise aus Schulungen von Mitgliedern der Child Protection Action Networks, der Polizei und Akteuren der Justizvollzugsanstalten im Umgang mit Kinderrechtsverletzungen. Sie sollen lernen Kinderrechtsverletzungen zu verhindern und den Schutz der Kinder zu gewährleisten. Speziell dafür sollen nachhaltige Monitoring- und Reaktionssysteme aufgebaut werden. Darüber hinaus wird Advocacy für die Verankerung von Kinderschutz auf der nationalen Ebene betrieben und sich für die Verabschiedung des nationalen Kinderschutzgesetztes eingesetzt.


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