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Winkende Kinder mit Schultaschen

Bildungs- und Kinderschutzmaßnahmen
in Jammu und Kaschmir

Projekt: Schulen des Friedens: Integrierte Bildungs- und Kinderschutzmaßnahmen für vom Konflikt betroffene Kinder an Schulen in Jammu und Kaschmir, Indien

Geldgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 01. August 2019 - 31. Juli 2022

Projekthintergrund

Schülerin mit Schultasche

Der Konflikt in Jammu und Kaschmir reicht bis ins Jahr 1947 zur Zeit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans und des jeweiligen Territorialanspruchs zurück. Seit 1989 hat sich die Situation verschärft und der Bundesstaat befindet sich seither in einem ständigen Konfliktzustand mit wiederkehrenden schweren Unruhen. Insgesamt wurden bis heute 1.081 Opfer unter der Zivilbevölkerung erfasst. Die politische Instabilität und gewaltsamen Auseinandersetzungen haben zu einer wirtschaftlichen Instabilität in der Region geführt, wobei Jammu und Kaschmir mittlerweile die höchste Arbeitslosenquote in Indien aufweisen. In Jammu und Kaschmir leben ca. 214.000 Waisenkinder, von denen mehr als ein Drittel durch den Konflikt psychischem Stress ausgesetzt waren und traumatisiert sind. Der anhaltende Konflikt hat das Leben der Kinder und ihrer Familien tiefgreifend beeinträchtigt, unter anderem durch strukturelle Ungerechtigkeit, anhaltende Unsicherheit, fehlenden Einkommensmöglichkeiten, mangelndem Zugang zu Dienstleistungen, einer eingeschränkten Schulbildung und Vertreibungen. Eine Analyse verschiedener Erhebungen zeigte, dass ein sicherer und adäquater Schulunterricht in Kaschmir nur während einiger Monate des Jahres gewährleistet werden kann. Während der Unruhen wurden im Jahr 2016 insgesamt 32 Schulgebäude durch Brandstiftung zerstört. Die sozialen und psychologischen Folgen für Kinder sind mannigfaltig und beunruhigend; sie leiden unter ständiger Angst, Stress, fehlendem Zukunftsglauben und mangelnden Kompetenzen in der Bildung.


Projektumsetzung

Save the Children reagiert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit dem BMZ auf die humanitären Bedürfnisse der Menschen in Jammu und Kaschmir. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt hier besonders auf den Rechten und Bedürfnissen der Kinder. Um die genannten Herausforderungen in den vom Konflikt betroffenen Bezirken anzugehen, werden die bestehenden Friedensförderprogramme der Regierung durch Save the Children unterstützt, um Kinderschutzmechanismen in den Schulen einzuführen, Schulen als sichere Orte zu etablieren und langfristig einen angemessenen Unterricht zu gewährleisten. Ein wesentlicher Schritt ist die Bereitstellung einer Friedensförderung und -pädagogik für traumatisierte Kinder und Lehrer unter Einbeziehung von Gemeinden, lokalen Entscheidungsträgern und Behörden. Bis zum Ende des Projekts sollen mindestens 60 Prozent der staatlichen Schulen in den Projektgemeinden von der Regierung und den Gemeindemitgliedern als „Friedenszonen“ anerkannt werden und somit den Kindern kontinuierlich eine sichere Lernumgebung bieten. Dadurch sollen die Ausfalltage an öffentlichen Schulen auf ein Minimum reduziert werden. Außerdem werden Gemeindemitglieder sowie soziale und religiöse Interessensvertreter und Entscheidungsträger sensibilisiert und aktiv in die Gestaltung und Vermittlung friedensfördernder Aktivitäten involviert. Das Projekt soll etwa 6.000 (Schul-)Kinder, eine der vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen, direkt mit friedensfördernden Maßnahmen erreichen.


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