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Die fünfjährige Mi Mi May Htet Aung wurde in ihrer Gemeinde von dem Gesundheitshelfer Aye Min Htike gewogen und auf ihre allgemeine Gesundheit überprüft. Aye Min Htike nahm an der vom Gesundheitsministerium organisierten Schulung für Gemeindegesundheitspersonal mit Unterstützung des Save the Children-Programms teil.

Stärkung der Kinderschutzstrukturen
im Rakhine-Staat

Projekt: Stärkung der Kinderschutzstrukturen in Entwicklungs- und humanitären Kontexten im Rakhine-Staat – Myanmar​​​​​​

Geber: BMZ ÜH

Laufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023

Projekthintergrund

Die seit Jahrzehnten bestehenden Spannungen zwischen muslimischen und buddhistischen Bevölkerungsgruppen in Rakhine eskalierten 2012. Infolge des bewaffneten Konflikts kam es zu Vertreibungen und zu einer weiteren Zuspitzung der emotionalen und sozialen Spannungen und des Misstrauens zwischen den Gruppen. Im August 2017 kam es im Nördlichen Rakhine Staat zu weiteren Gewaltausbrüchen. Als Folge mussten etwa 720.000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch fliehen.

Die Menschen leiden unter den Folgen des andauernden Konflikts, der unsicheren Lage und Zwangsunterbringung in Camps sowie dem begrenzten Zugang zu Grundversorgungsleistungen. Rakhine, insbesondere abgelegene ländliche Regionen und Grenzregionen, wurde von der Zentralregierung gezielt vernachlässigt. Die Gemeinden haben daher oft keinen Zugang zu Schulen, Gesundheitszentren oder anderen Dienstleistungen. Die Armee hat eine einseitige Waffenruhe bis Ende August 2020 verkündet, um die Eindämmungsmaßnahmen gegen die Covid-19 Pandemie koordinieren zu können. Während die Waffenruhe in den Staaten Kachin und Nord Shan aufrechterhalten wird, gehen die Kämpfe zwischen der AA und der Armee in Rakhine weiter. Die Zahl der zivilen Opfer ist seit Februar 2020 deutlich angestiegen. Familien werden vertrieben und suchen in benachbarten Dörfern und Camps Schutz.

Kinderschutzverletzungen stellen eine große Gefahr für Kinder dar. Sie sind verschiedenen Gefahren ausgesetzt, wie Gewalt, Kampfhandlungen, Kinderarbeit, Kinderehen und zahlreiche Formen des Missbrauchs und der Vernachlässigung. Des Weiteren haben viele Kinder in den abgelegenen Dörfern keinen Zugang zu Bildung und können daher weder lesen noch schreiben. Statt zur Schule zu gehen müssen sie zum Familieneinkommen beitragen und auf Geschwister und Vieh aufpassen, Wasser holen oder Feuerholz sammeln. Verschärft werden die vielfachen Kinderschutzrisiken noch durch die Verbreitung von Covid-19 im Land. Ausgangssperre und Isolation können eine zusätzliche Belastung für Eltern darstellen, die vermehrt Gewalt gegen Kinder anwenden.

Projektumsetzung

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung soll ein verbesserter Zugang zu Kinderschutzdiensten für konfliktbetroffene Mädchen und Jungen geschaffen werden. Um dies zu erreichen werden Fallmanagementkapazitäten auf Regierungs- und Gemeindeebene sowie die Kapazitäten des zivilgesellschaftlichen Akteurs (Partnerorganisation Thazin Justice) gestärkt. Zivilgesellschaftliche Akteure spielen eine zentrale Rolle im Fallmanagementsystem, da die Regierungsstellen nur unzureichend ausgestattet sind und systematische Veränderungen auf Regierungsebene nur zögernd möglich sind.

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