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Verbesserte Ernährungssituation
im Rakhine-Staat

Projekt: Verbesserte Ernährungssituation und Resilienzstärkung durch den Aufbau lokaler Kapazitäten in konfliktbetroffenen und katastrophenanfälligen Gebieten im Rakhine-Staat

Geldgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 1. September 2018 – 31. August 2021

Projekthintergrund

Die Rohingya-Krise in Myanmar und Bangladesch hat in den vergangenen Monaten beispiellose Ausmaße angenommen, sodass hunderttausende Menschen nun auf humanitäre Hilfe, aber auch langfristige Unterstützung angewiesen sind. In Myanmar betrifft dies insbesondere die Region Rakhine, die durch hohe Armutsraten charakterisiert ist. In Rakhine eskalierten die bereits seit Jahrzehnten bestehenden Spannungen zwischen muslimischen und buddhistischen Bevölkerungsgruppen im Jahr 2012, in deren Folge runde 140.000 Menschen vertrieben worden sind, und erneut im August 2017, was zur Vertreibung von weiteren 700.000 Menschen führte. Viele Binnenvertriebene leben in Camps oder isolierten Dörfer in Zentral-Rakhine, welche daher in diesem Projekt im Fokus stehen. Das komplexe Zusammenwirken von Konflikt, Unsicherheit, Vertreibung, wiederkehrenden Naturkatastrophen sowie extremer Armut in Kombination mit fehlender sozialer Grundversorgung hat schwerwiegende Folgen für die Situation der Zivilbevölkerung; insbesondere für Frauen und Kinder als verwundbarste Bevölkerungsgruppen. Ein Großteil der vertriebenen Familien in diesen Camps und Dörfern kann aufgrund von Marginalisierung, fehlender Rechte und mangelnder Einkommensmöglichkeiten ihre Grundbedürfnisse nicht eigenständig decken. Durch die Anfälligkeit gegenüber Naturkatastrophen wird die Situation weiter verschärft – besonders in der Monsunzeit ist die Ernährungssituation für viele Familien daher ohnehin prekär.


Projektumsetzung

In diesem Projekt trägt Save the Children gefördert vom Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und in Kooperation mit Aktion gegen den Hunger dazu bei, die Widerstandsfähigkeit und Ernährungssituation der Bevölkerung insbesondere in Zeiten von Katastrophen und Konflikten in Zentral-Rakhine zu verbessern. Dazu wird das Projekt die Fähigkeiten lokaler Akteure und Gemeinden zur Prävention und Bewältigung von Unterernährung stärken, indem unter anderem Gesundheitspersonal zur Identifizierung und Behandlung von Kindern mit Unterernährung geschult wird, Gesundheitszentren logistisch unterstützt werden und Aufklärungskampagnen in den Gemeinden über die Bedeutung sicherer und ausgewogener Ernährungspraktiken durchgeführt werden. In einer weiteren Projektkomponente wird der Zugang zu alternativen Lebensgrundlagen zur Verbesserung der Haushaltseinkommens gefördert. Dafür werden vulnerablen Haushalten Schulungen zur Finanzbildung und unternehmerischen Grundkenntnisse angeboten und Start-up-Kapital zur Gründung eines Kleinunternehmens bereitgestellt. Die unterstützten Haushalte werden im weiteren Verlauf des Projekts betreut und beraten. Zudem werden berufsbildende Maßnahmen in erfolgsversprechenden Sektoren angeboten und Gemeindespargruppen gegründet und geschult. Des Weiteren wird der Zugang der Zielgemeinden zu katastrophensicheren Wasser- und Sanitäranlagen erhöht. Dafür werden bestehende Latrinen saniert oder neu aufgebaut. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Hygieneaufklärungsveranstaltungen, die über die Risiken von Infektionen und Durchfallerkrankungen hinweisen. Durch dieses Projekt werden 114 Camps und Dörfer und insgesamt mehr als 170.000 Menschen erreicht.


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