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Widerstandsfähigkeit
im Rakhine-Staat

Projekt: Stärkung der humanitären Widerstandsfähigkeit von binnenvertriebenen Kindern in Zentral-Rakhine durch integrierte WASH- und psychosoziale Maßnahmen

Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: 15. September 2018 ­– 14. September 2020

Projekthintergrund

Die Rohingya-Krise in Myanmar und Bangladesch hat in den vergangenen Monaten beispiellose Ausmaße angenommen, sodass hunderttausende Menschen nun auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Insbesondere die Region Rakhine ist sowohl von andauernden Konflikten als auch von wiederkehrenden Naturkatastrophen und extremer Armut geprägt. Infolge der Eskalation der Spannungen zwischen muslimischen und buddhistischen Bevölkerungsgruppen wurden 2012 rund 140.000 Menschen vertrieben, die gegenwärtig größtenteils in Flüchtlingscamps oder isolierten Dörfern. Infolge einer weiteren Gewalteskalation und militärischen Auseinandersetzungen im August 2018 wurden mehr als 700.000 Menschen, hauptsächlich Muslime, vertrieben. Den in Flüchtlingscamps und Dörfern lebenden Vertriebenen werden in vielen Fällen Grundrechte verweigert, was dazu führt, dass sie kaum Zugang zu existenzsichernden Ressourcen und Infrastruktur oder grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit oder Bildung haben und somit auf externe Unterstützung angewiesen sind. Die sanitäre Ausstattung und Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist in diesen Dörfern meistens nur mangelhaft und es besteht dringender Bedarf an adäquaten Latrinen, Handwaschstellen und Hygieneprodukten. Die Anfälligkeit der Region gegenüber Naturkatastrophen verschärft die Situation zusätzlich. Kinder sind besonders von den harten Lebensbedingungen in den Camps und Dörfern betroffen und leiden unter den psychosozialen Konsequenzen des Konflikts. Sie können häufig nicht zur Schule gehen, sind von erhöhten Krankheitsrisiken betroffen und können kaum auf sichere Orte zurückgreifen, an denen sie spielen oder Kind sein können, was wiederum zu erhöhten Kinderschutzrisiken führt.


Projektumsetzung

Durch dieses Projekt trägt Save the Children in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt dazu bei, dass betroffene Kinder notwendige psychosoziale Unterstützungsleistungen erhalten und der Schutz der Kinder vor Gewalt, Missbrauch und den Konfliktfolgen gewährleistet wird. Gleichzeitig wird die Basis-Infrastruktur in den Gemeinden katastrophensicher saniert oder neu aufgebaut. Für diese Ziele werden im Rahmen dieses Projekts BetreuerInnen ausgebildet, so dass sie Kinder, die Hilfe benötigen, identifizieren und psychologische Unterstützungsmaßnahmen leisten können. Die Kinder werden dadurch Fähigkeiten zur Bewältigung von Herausforderungen und traumatischen Erfahrungen erlernen, Selbstbewusstsein aufbauen und über ihre Rechte aufgeklärt. Im Zuge der zweiten Projektkomponente werden Kinderzentren an über 80 Standorten überprüft und den Bedürfnissen entsprechend katastrophensicher saniert. Dazu werden neue Wasserstellen an den Zentren eingerichtet und kindgerechte Waschbecken gebaut. Zudem werden mehr als 150 Sanitäreinrichtungen renoviert, neu aufgebaut oder mit Latrinen ergänzt. Damit die renovierten Sanitäreinrichtungen auch nachhaltig ihren Zweck erfüllen, wird die zukünftige Wartung der Einrichtungen gemeinsam mit den Begünstigten geplant und Reinigungsequipment bereitgestellt. Die Maßnahmen werden mehr als 37.000 Menschen, davon rund 24.000 Kinder, zugutekommen.


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