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Zukunftsperspektiven
für Geflüchtete in Istanbul

Projekt: Zukunftsperspektiven für vulnerable geflüchtete und türkische Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Istanbul

Geldgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 1. Januar 2019 – 31. Dezember 2021

Projekthintergrund

Mehr als drei Millionen Geflüchtete, von denen knapp die Hälfte minderjährig ist, leben derzeit in der Türkei. Rund die Hälfte der Geflüchteten hat sich auf der Suche nach besseren Existenzmöglichkeiten in Istanbul niedergelassen. Für viele geflüchtete Familien ist die Deckung der Grundbedürfnisse eine tägliche Herausforderung und über 64% leben unterhalb der Armutsgrenze. Viele jugendliche Geflüchtete arbeiten unter schwierigen, ausbeuterischen Bedingungen im Niedriglohnsektor. Darüber hinaus berichten Geflüchtete häufig von Diskriminierungen im täglichen Leben, Vorurteile mangelnde soziale und politische Anerkennung und mangelnden Zukunftsperspektiven. Die prekäre Situation von Familien in Armut trägt dazu bei, dass viele Kinder und Jugendliche selbst zum Einkommenserwerb beitragen müssen und nicht zur Schule gehen oder eine Ausbildung absolvieren können.


Projektumsetzung

Save the Children fördert durch dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Zukunftsaussichten von vulnerablen Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund durch verbesserten Zugang zum regulären Arbeitsmarkt und Möglichkeiten zur Selbstständigkeit. Dazu werden Schulungen und Berufsausbildungsmöglichkeiten angeboten, die auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts zugeschnitten sind, Mentoring-Programme für Auszubildende gestartet, Start-up-Finanzierungen angeboten und eng mit der Privatwirtschaft zusammengearbeitet. Die Maßnahmen werden alle Mitglieder der Gemeinden einbeziehen, um sicherzustellen, dass die Geflüchteten nicht weiter diskriminiert werden und vulnerable Gruppen der Aufnahmegemeinden gleichermaßen von den angebotenen Dienstleistungen profitieren können. Dabei sollen durch gemeinsame Aktionen Hemmschwellen zwischen Geflüchteten- und Aufnahmegemeinden abgebaut und der soziale Zusammenhalt gefördert werden. Eine weitere Projektkomponente wird dazu beitragen, den Kinderschutz zu fördern, indem über Kinderarbeit und deren Folgen aufgeklärt wird, akute Fälle von Kinderschutzverletzungen an die zuständigen Akteure überwiesen werden und die Fähigkeiten der lokalen Kinderschutzinstitutionen, Kinderschutzfälle zu bearbeiten oder vorzubeugen, gestärkt werden. Mit den Projektmaßnahmen werden circa 3.000 Menschen direkt und über 15.000 Menschen indirekt erreicht.


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