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Unsere Projekte
im Libanon

Im Einsatz für Kinder im Libanon

Erfahren Sie hier mehr über Projekte im Libanon, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children im Libanon können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Zentrale Herausforderungen

Seit Ende Februar 2012 sind tausende Syrer in den Libanon geflohen. Die meisten syrischen Flüchtlinge im Libanon sind Frauen und Kinder, da viele Männer Syrien nicht verlassen konnten. Viele Organisationen haben ihre Nothilfe im Norden auf Tripoli ausgeweitet, wo eine große Zahl syrischer Familien ansässig ist. In der Bekaa-Ebene leben etwa 700 syrische Familien, hauptsächlich aus Baba Amr in Homs, Tal Kalakh, Zabadani und Hama. Die meisten vertriebenen Syrer wohnen bei Gastfamilien und etwas mehr als 200 sind in leer stehenden Schulen oder Unterkünften im Norden untergebracht.

Die zentralen Herausforderungen

  • Das gesamte Ausmaß der Unruhen in Syrien und die Auswirkungen auf die Kinder ist noch nicht absehbar. Die Ausnahmesituation und Fluchterfahrungen haben viele Kinder noch nicht verarbeiten können: Der Verlust von Familienangehörigen oder das Miterleben von Gewalt wird Spuren hinterlassen.
  • Die Zahl der Flüchtlinge steigt vor allem im Bekaa-Tal ständig an, da es immer schwieriger wird, die nördlichen Grenzen in den Libanon zu passieren.
  • Eine besondere Herausforderung für unsere Bildungsarbeit vor Ort ist die Unterrichtssprache: Im Libanon wird auf Französisch unterrichtet, die Zweitsprache in Syrien ist allerdings Englisch. Dies erschwert es den syrischen Kindern, sich dem libanesischen Schulsystem anzupassen und dem Unterricht folgen zu können.

Die Antwort von Save the Children

Save the Children arbeitet seit den 1950er Jahren im Libanon. Seit September 2011 unterstützen wir im Norden des Libanon die Aufnahme der ankommenden syrischen Flüchtlinge und leisten Nothilfe: Wir stellen für syrische Kinder und die Kinder der Empfängergemeinden non-formale Bildungsmaßnahmen bereit und schaffen kinderfreundliche Orte, um auf die direkten und unmittelbaren Auswirkungen durch die Erfahrung von Gewalt und Flucht zu reagieren. Wir schaffen ein Bewusstsein für die Konsequenzen der anhaltenden Gewalt bei Eltern, Lehrern und Kindern. Zusätzlich bieten wir Kinderrechtsfortbildungen an. Gemeinsam mit dem UNHCR leisten wir psychosoziale und pädagogische Unterstützung für 500 syrische Flüchtlingskinder und libanesische Kinder vor Ort.

Projekt: Förderunterricht für syrische Flüchtlingskinder

Projekt: Förderunterricht für syrische Flüchtlingskinder an öffentlichen Schulen im Libanon
Laufzeit: Oktober 2016 – August 2017
Geldgeber: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Im Libanon leben mehrere hunderttausende aus den syrischen Kriegsgebieten geflüchtete Kinder. Ungefähr 290.000 dieser syrische Kinder können aufgrund mangelnder Kapazitäten keine Schule besuchen, wodurch ihnen das in der Kinderrechtskonvention zugestandene Recht auf Bildung verwehrt bleibt und eine kindergerechte Entwicklung verhindert wird. Auch leiden viele Kinder unter den emotionalen und mentalen Belastungen durch die Erfahrungen von Flucht, Gewalt und Verlust. Zwar ist die libanesische Regierung bemüht, allen Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, doch befindet sich die Region Bekaa, die den größten Teil der syrischen Flüchtlinge aufnimmt und in der dieses Projekt stattfindet, selbst in einer wirtschaftlich prekären Situation, was den Schulzugang zusätzlich erschwert.

Unterstützt durch die GIZ Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und in Zusammenarbeit mit dem libanesischen Bildungsministerium setzt sich Save the Children dafür ein, dass syrischen Kindern der Zugang zu Schulbildung wieder gewährt wird. 300 Kinder, die Gefahr laufen die Schule abzubrechen, und denjenigen, die bereits nicht mehr zu Schule gehen können, erhalten Förderunterricht, um ihnen die Weiterführung bzw. die Wiederaufnahme des Schulbesuchs zu ermöglichen. In einem ganzheitlichen Ansatz wird das Projekt sowohl neue Lehrer mit den entsprechenden methodischen Kompetenzen ausbilden als auch die Eltern der betroffenen Kinder mit einbeziehen. Auch erhalten die Kinder psychosoziale Unterstützung, um ihr soziales und psychisches Wohlbefinden zu fördern. An dieser Stelle wird der HEART-Ansatz (engl. für Heilung und Bildung durch Kunst) genutzt, bei dem gesundheits- und bildungsfördernde Prozesse durch kunsttherapeutische Methoden in Gang gesetzt werden. Über die gesamte Projektdauer wird Save the Children mit lokalen Vertretern des Bildungswesens und ansässigen Organisationen, die Teil der Back-to-School-Kampagne sind, zusammenarbeiten, um das Bildungsumfeld zu verbessern und somit geflüchteten Kindern das Recht auf Bildung zukommen zu lassen.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Winterhilfe für syrische Flüchtlinge (u.a. Heizöl, Decken, Kleidung, Material zur Verbesserung von Unterkünften), Förderung frühkindlicher Entwicklung, Arbeitsmöglichkeiten (Cash-for-Work)
Geldgeber: Auswärtiges Amt und private Spender