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Unsere Projekte
in Kenia

Im Einsatz für Kinder in Kenia

Erfahren Sie hier mehr über Projekte in Kenia, die Save the Children aus Deutschland unterstützt. Über die Aktivitäten anderer Länderorganisationen von Save the Children in Kenia können Sie sich auf der Seite von Save the Children International informieren.

Projekt: Verbesserte Ernährungssicherheit und Resilienz

Projekt: Ernährungssicherheit und erhöhte Resilienz in Turkana County
Geldgeber: GIZ
Laufzeit: Januar 2016 – Dezember 2019

Die Turkana Region gilt mit ihren rund einer Millionen Einwohner als die ärmste Region Kenias – der Human Poverty Index beträgt hier 94,3 %. Armut, wiederkehrenden Dürreperioden, Tierseuchen und immer wieder anschwellenden Konflikten sind die Hauptgründe dafür, dass viele auf Land- und Viehwirtschaft angewiesene Haushalte ihre Existenzsicherung nicht gewährleisten können. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit in dieser ohnehin schon ariden und von Wasserknappheit gekennzeichneten Region treffen insbesondere die extrem armen Haushalte, die aufgrund fehlenden Zugangs zu Märkten oder fehlenden Kapitals besonders gefährdet sind. Folglich ist die Rate von Mangelernährung in dieser Region besonders hoch.

Save the Children wird mit diesem Projekt die Nahrungs- und Versorgungssituation für rund 3,000 Frauen und Kinder unter 5 Jahren verbessern. In Kooperation mit der GIZ soll die Ernährungssicherung gewährleistet und das Haushaltseinkommen die betroffenen Familien erhöht werden, wodurch die Existenzgrundlagen der Familien durch den finanziellen Zugang zu Märkten gesichert werden. Durch die Weiterbildung von gemeindebasierten Mütterunterstützungsgruppen (ca. 30 Frauen pro Gruppe) zu Spar- und Mikrofinanzgruppen werden die Frauen in die Lage versetzt, nachhaltig einkommensschaffenden Aktivitäten nachzugehen. Diese verbesserte wirtschaftliche Situation ermöglicht den Zugang zu angemessener Nahrung und anderen grundlegenden Haushaltsausgaben (Wasser, Kleidung, Schulbücher). Nach dem ersten Projektjahr nehmen bereits über 70% der geschulten Frauen erfolgreich Kleinkredite in Anspruch, um mit Handel, handwerklichen Tätigkeiten oder der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten das Haushaltseinkommen zu verbessern. Zusätzlich finden Sensibilisierungskampagnen bezüglich einer ausgewogenen Ernährung statt, die die angemessene Nahrungsversorgung von Kindern langfristig gewährleisten. Aus den Gewinnen der Spargruppen wurden außerdem Sozialfonds für Mitglieder in Notlagen eingerichtet.

Abgeschlossene Projekte

Projekt: Kinderschutz und Re-Integration in das somalische Schulsystem für Flüchtlingskinder aus Dadaab
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: 1. März 2017 – 31. Dezember 2018

Kenia hat seit dem Bürgerkrieg in Somalia 1991 den größten Teil der somalischen Flüchtlingsbevölkerung aufgenommen. In den in Dadaab errichteten Flüchtlingslagern befinden sich derzeit rund 275.000 Menschen. Trotz der seit Jahrzehnten anhaltenden humanitären Krise, dem bewaffneten Bürgerkrieg und der wiederaufkommenden Dürren, die zu Hungerkrisen führen, hat die kenianische Regierung beschlossen, die Flüchtlingslager in Dadaab zu schließen und die Rückführung der somalischen Flüchtlinge zu beginnen. Auf dem Weg sind die Rückkehrenden, insbesondere vulnerable oder unbegleitete Kinder und Frauen, einem erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt und es kann zu Familientrennungen kommen. In Somalia werden die Rückkehrenden von Unsicherheit, Konflikten, Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten und Nahrung erwartet. Eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten zu Bildung in den Lagern in Dadaab und mangelnde Kapazitäten der Schulen in Somalia stellen ein besonderes Problem dar, da sie die Wiedereingliederung von rückkehrenden Kindern in das Bildungssystem erschweren und das Recht von Kindern auf Bildung beeinträchtigen.

Im Rahmen dieses Projektes sorgt Save the Children mit Unterstützung des Auswärtigen Amts zum einen für Schutz und psychosoziale Unterstützung der Kinder während der Rückkehr und zum anderen für die Wiedereingliederung in das somalische Schulsystem nach der Rückkehr. Der Zugang zu Bildung soll dabei sowohl für die vorerst in Dadaab verbleibenden Kinder als auch für die nach Somalia zurückkehrenden Kinder sichergestellt werden. Dazu werden unter anderem Schulen in Kismayo, einer der Hauptanlaufstätten für Rückkehrende, saniert und Förderkurse für rückkehrende Kinder angeboten, damit diese sich schneller in das bestehende somalische Bildungssystem integrieren können. Um den Schutz und das Wohlbefinden der Kinder während der Rückreise sicherzustellen, werden grenzüberschreitende Kommunikationsverbindungen zwischen relevanten Kinderschutzakteuren eingerichtet, verschiedene gewaltpräventive Maßnahmen vorgenommen, die das Wissen der Kinder über potentielle Gefahren erhöhen und Child Friendly Spaces an den wichtigsten Rückkehrstationen eingerichtet. Dazu wird psychosoziale Unterstützung für betroffene Kinder bereitgestellt.

Projekt: Verbesserter Zugang zu qualitativ guter Schulbildung für Kinder im Turkana Bezirks

Geldgeber: BASF Stiftung (Spendenaktion der BASF-Mitarbeiter)
Laufzeit: April 2015 bis März 2016

Trotz der neusten Bildungsreformen der kenianischen Regierung liegt die Analphabetenrate in einigen Gegenden wie z.B. im Bezirk Turkana über 80%. Aufgrund der extremen Armut, der personellen Unterbesetzung und der mangelhaften Ausstattung der Schulen, aber auch infolge einiger kultureller Praktiken wie Frühverheiratung bleibt vielen Mädchen und Jungen in Turkana der Zugang zur Schulbildung verwehrt.

In Zusammenarbeit mit den lokalen Bildungsbehörden adressiert Save the Children diese verschiedenen Hindernisse und zielt darauf ab, die Ausstattung und die Lehrqualität von Schulen zu verbessern, sowie die Einschulungsrate zu erhöhen und Schulabbrecher wieder zurück in eine geregelte Schullaufbahn zu bringen. So tragen Projektaktivitäten wie z.B. die Errichtung von Latrinen für Mädchen, Schulungen zu gewaltfreier Erziehung oder die Renovierung von Klassenzimmern zur dauerhaften Verbesserung der Lernumgebung in fünf Zielschulen bei. Das Projekt gibt Schulkindern, insbesondere Mädchen, die Chance, sich aktiv zu beteiligen und eigene Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Auch Eltern und die gesamten Gemeinden werden in die Entscheidungsfindung auf der Schulebene mit einbezogen

Projekt: Verbesserter Zugang zu qualitativ guter Schulbildung für Kinder im Turkana Bezirks
Geldgeber: BASF Stiftung & private Spender
Laufzeit: Juli 2016 bis Dezember 2016

Trotz der neusten Bildungsreformen der kenianischen Regierung liegt die Analphabetenrate in einigen Gegenden wie z.B. im Bezirk Turkana über 80%. Aufgrund der extremen Armut, der personellen Unterbesetzung und der mangelhaften Ausstattung der Schulen, aber auch infolge einiger kultureller Praktiken wie Frühverheiratung bleibt vielen Mädchen und Jungen in Turkana der Zugang zur Schulbildung verwehrt.

Mit der Unterstützung der BASF und privater Spender adressiert Save the Children in Zusammenarbeit mit den lokalen Bildungsbehörden diese verschiedenen Hindernisse und zielt darauf ab, die Einschulungsrate zu erhöhen und Schulabbrecher wieder zurück in eine geregelte Schullaufbahn zu bringen. Dazu tragen Projektaktivitäten wie z.B. die Errichtung von Latrinen für Mädchen, Schulungen zu gewaltfreier Erziehung oder die Renovierung von Klassenräumen bei. Insbesondere Mädchen soll durch dieses Projekt die Chance gegeben werden, sich aktiv an der Bewältigung von Problemen zu beteiligen und eigene Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Im Anschluss an ein vorheriges Projekt in dieser Region, durch das in fünf Zielschulen eine verbesserte Lernumgebung geschaffen werden konnte, werden in diesem Folgeprojekt verschiedene Ansätze wie z.B. die Verteilung von Menstruationstassen, oder gemeinschaftliches Viehhüten für einen verbesserten Schulzugang für Mädchen und Jungen pilotiert.

Projekt: Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung durch Zugang zur Gesundheitsversorgung im Verwaltungsbezirk Turkana
Geldgeber: Christoffel-Blindenmission e. V. (CBM)
Laufzeit: Januar 2014 bis August 2015

Die Benachteiligung und Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen in Kenia führen dazu, dass viele betroffene Kinder und Erwachsene keinen Zugang zu Bildungs-, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen haben. In Zusammenarbeit mit der Christoffel Blindenmission und lokalen Akteuren wie Regierungsvertretern oder der Diözese Lodwar adressiert Save the Children diese Herausforderung im nordkenianischen Bezirk Turkana. Dort  sind beispielweise nur drei von 789 Schulen auf spezielle Bedürfnisse von behinderten Kindern ausgerichtet. Die fehlende Wahrnehmung der Aufsichtsfunktion seitens der Regierung und der Gesundheitsdienstleister verschlimmert die Situation.

Dieses Projekt ist darauf angelegt, die Exklusion von Kindern mit physischen Behinderungen zu überwinden und ihre Lebensqualität zu verbessern. Aufklärungskampagnen, Schulungen für Fachkräfte in der Bildung und im Gesundheitswesen sowie psychosoziale Unterstützung für betroffene Familien helfen, kulturell bedingte Vorurteile zu bekämpfen und eine auf Inklusion ausgerichtete Gesellschaft zu fördern. Advocacy-und Lobbyarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Einer der Projektschwerpunkte liegt darauf, Programme zur sozialen Sicherung für Kinder mit Behinderung und ihre Familien zugänglich zu machen. Zudem unterstützt unsere Organisation die lokalen und nationalen Behörden bei der behindertengerechten Ausstattung von Schulen und Krankenhäusern.