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Nahaufnahme vom Gesicht einer Jugendlichen.


Was ist die Europawahl?

Die Europawahl ist eine Wahl, bei der die Mitglieder des Europäischen Parlaments gewählt werden. Sie findet alle fünf Jahre statt. In Deutschland wird die Europawahl am 9. Juni 2024 abgehalten. Zum ersten Mal dürfen Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

Unser Aufruf zur Europawahl

Am 9. Juni werden in Deutschland die Abgeordneten für das Europaparlament gewählt – und zum ersten Mal dürfen dabei schon Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Ein großer Erfolg für die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen! In den sozialen Medien informieren wir über die Wahl und rufen Erstwähler*innen, aber auch alle anderen Wahlberechtigten dazu auf, ihre Stimme zu nutzen. So können sie sich dafür einsetzen, dass die EU-Politik Kinder und Jugendliche, ihre Rechte und ihre Zukunft in den Mittelpunkt stellt.

"Ich zähle, ich wähle."
Warum sollten Jugendliche bei der Europawahl abstimmen?


Europa muss Kinder bei seinen Entscheidungen in den Mittelpunkt stellen.

Eric Großhaus, Advocacy Manager Kinderarmut und Soziale Ungleichheit

Jugendliche sagen, warum sie zur Wahl gehen

Wir haben 16- und 17-Jährige gefragt, welche Themen ihnen am Herzen liegen und warum sie wählen gehen wollen. Mit den Videos und Fotos, die daraus entstanden sind, möchten wir weitere Jugendliche auf die Wahl aufmerksam machen. Eine Sorge, die wir mit vielen Jugendlichen teilen: Dass rechtsextreme Kräfte im Europäischen Parlament erstarken könnten. Denn sie stellen die Gleichheit aller Kinder in Frage und damit ein fundamentales Kinderrecht.

Mitmachen und Kinderrechte stärken!

Was EU-Politik auch mit anderen Kinderrechten zu tun hat, erklären wir in einem weiteren Spot. Wir wollen, dass das Europaparlament bei seinen Entscheidungen die Belange und das Wohl von Kindern im Blick hat. Denn obwohl „die EU” manchmal weit weg erscheint, haben ihre Entscheidungen ganz konkrete und weitreichende Auswirkungen auf das Leben von Kindern in den EU-Staaten, aber auch weltweit.  Regelungen der EU betreffen den Klima- und Umweltschutz, die Wirtschafts- und Handelspolitik, die Arbeitsmarkt- oder auch die Migrationspolitik sowie die Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.

Wer mitwählt, kann also etwas dafür tun, dass die Kinderrechte hier mehr Gewicht bekommen. Zum Beispiel:

Wie funktioniert die Europawahl?



TIPP

Bei uns stehen 34 verschiedene Parteien und Vereinigungen auf dem Wahlzettel. Um sich ein erstes Bild davon zu machen, welche Partei die eigenen Meinungen am besten vertritt, hilft zum Beispiel der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.

96 Abgeordnete aus Deutschland - wen wählen?

Das Europaparlament mit seinen bald 720 Abgeordneten ist das einzige EU-Organ, das die Stimmen der Bürger*innen repräsentiert. Deutschland als bevölkerungsreichstes Land der EU darf bei den Wahlen 2024 die meisten Abgeordneten entsenden, nämlich 96. Bei der Wahlentscheidung kann der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung helfen.


Die wichtigsten Fragen zur Europawahl

Was wird gewählt?

Das Europäische Parlament: Es ist die Vertretung der Bürger*innen in der Europäischen Union (EU). Die Abgeordneten diskutieren und beschließen Gesetze, die für alle EU-Länder gelten. Sie genehmigen und kontrollieren außerdem den EU-Haushalt, also das Geld, das die Europäische Union ausgibt. Außerdem wählt es den Vorsitz und prüft und bestätigt die Mitglieder der Europäischen Kommission, also quasi die europäische Regierung. Im Parlament werden nach der Wahl 720 Abgeordnete aus den 27 EU-Staaten sitzen, davon kommen 96 aus Deutschland.

Was muss man tun, um mitzuwählen?

Wer mindestens 16 Jahre alt ist und die Staatsangehörigkeit eines EU-Staates hat, darf in Deutschland mitwählen. Die Wahlbenachrichtigung kommt automatisch per Post – nur falls man keine erhalten hat, muss man sich bei der zuständigen Gemeinde melden. Menschen, die in Deutschland leben, aber eine andere EU-Staatsangehörigkeit haben, müssen sich entscheiden, ob sie hier oder in ihrem Heimatland an der Wahl teilnehmen. Denn jeder darf nur einmal innerhalb der EU wählen. Mit der Wahlbenachrichtigung und dem Ausweis geht man am 9. Juni ins Wahllokal, das auf der Benachrichtigung genannt ist. Man kann auch per Brief wählen, den Antrag dazu findet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Online kann man bisher in Deutschland nicht wählen.

Wie viele Kreuze kann man machen?

Genau eins. Damit wählt man eine politische Partei oder einen politischen Zusammenschluss – also immer die ganze Gruppe, nicht die einzelnen Menschen, die kandidieren. Je mehr Stimmen eine Partei bekommt, desto mehr Personen kann sie ins Europäische Parlament schicken. In Deutschland gibt es bei dieser Wahl keine Sperrklausel. Das heißt, die Parteien müssen nicht über eine bestimmte Prozentzahl kommen, um es überhaupt ins Parlament zu schaffen.

Dürfen überall schon 16-Jährige mitwählen?

Tatsächlich nicht. Auch in Deutschland ist es neu, dass Jugendliche ab 16 wahlberechtigt sind. Beim letzten Mal vor fünf Jahren musste man dafür noch 18 sein. Obwohl es überall die gleiche Wahl ist, entscheiden die einzelnen Länder jeweils über das Wahlalter. So können in Deutschland jetzt 16- und 17-Jährige mitwählen, in Frankreich zum Beispiel muss man weiterhin 18 sein.

Nutzt eure Stimme, um Kinder und ihre Rechte in der EU-Politik zu stärken.

Teilt die Videos und unseren Wahlaufruf in den Sozialen Medien!