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Stoppt den
Krieg gegen Kinder

Kinder erleben so viel Gewalt wie nie zuvor

Unsere dritte Ausgabe des Reports Krieg gegen Kinder zeigt, dass sich die Situation in Kriegs- und Konfliktgebieten weiter verschärft. Kinder in Konflikten sind gleich mehrfach betroffen: Sie werden angegriffen, entführt, von bewaffneten Gruppen rekrutiert, sexuell missbraucht. Die Zahl der schweren Verbrechen an Kindern hat sich seit 2010 um 170 Prozent erhöht.  Mädchen und Jungen, die in Kriegs- und Konfliktgebieten leben, sind dabei unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. 

Kinder haben nichts mit dem zu tun, was bewaffnete Konflikte verursacht. Dennoch sind wir diejenigen, die am meisten davon betroffen sind: Wir leiden unter Hunger und Krankheiten, wir werden vertrieben, gefoltert, getötet, sexuell missbraucht, der Bildung beraubt, wir werden Opfer von Menschenhandel, von den Eltern getrennt, als Kindersoldaten rekrutiert. Wann wird das Leid der Kinder enden?  

Purity* (14), Aktivistin für Mädchenrechte in Nigeria

Die 6 schweren Verbrechen gegen Kinder:

  • Tötung und Verstümmelung von Kindern
  • Rekrutierung von Kindern und deren Einsatz durch bewaffnete Streitkräfte und Gruppen
  • Kindesentführungen
  • Vergewaltigungen oder andere sexuelle Gewalt gegen Kinder
  • Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser
  • Verweigerter Zugang zu humanitärer Hilfe für Kinder

So unterschiedlich wirken sich Kriege und Konflikte auf Mädchen und Jungen aus

Im Jahr 2018 lebten weltweit 415 Millionen Kinder in einem Konfliktgebiet. Das sind fast 18 Prozent aller Kinder der Welt – jedes sechste Kind. Von ihnen wachsen 149 Millionen Kinder in Gebieten mit hoher Konfliktintensität auf. Das sind Regionen, in denen innerhalb eines Jahres mehr als 1.000 Menschen durch Kampfhandlungen oder deren Folgen sterben.

Die wichtigsten Ergebnisse des Reports im Überblick: 

  • Neun von zehn Kindern, die Opfer sexueller Gewalt wurden, sind Mädchen.
  • Mädchen werden häufiger durch Sprengstoffanschläge schwer verletzt oder getötet.
  •  Jungen werden häufiger verstümmelt oder getötet, entführt oder von bewaffneten Gruppen rekrutiert.
  • Jungen werden eher in direkten Kriegshandlungen schwer verletzt oder getötet.
Ein Maedchen aus Afghanistan blickt veraengstigt in die Kamera.

Ghazal* acht Jahre alt, lebt in Afghanistan. Sie geht allein zur Schule, fürchtet sich aber dabei – sie hat Angst davor, entführt zu werden, auf eine Landmine zu treten oder durch ein Selbstmordattentat zu sterben. Als Mädchen ist sie auch einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer von Belästigungen oder sexueller Gewalt zu werden. 

Mädchen sind besonders oft sexueller Gewalt ausgetzt

Verbrechen gegen Mädchen finden in bewaffneten Konflikten vor allem im privaten Raum statt, denn oft dürfen sich Mädchen und Frauen nicht in der Öffentlichkeit bewegen. Hier werden Kinderrechtsverletzungen weniger dokumentiert und die Verbrechen gegen Mädchen bleiben oft unsichtbar. Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt sind die einzigen schweren Verbrechen, bei denen die Gesamtzahl der bestätigten Fälle bei Mädchen höher ist als bei Jungen. Dies spiegelt den übergreifenden Trend wider, dass die überwiegende Zahl der Überlebenden sexueller Gewalt Frauen und Mädchen sind. In Somalia und der Demokratischen Republik Kongo wurden die meisten Fälle gemeldet. Auch im Südsudan, im Sudan und in der Zentralafrikanischen Republik sind die Zahlen erschreckend hoch.

Ein Junge mit amputiertem Bein auf Krücken.

Jungen werden rekrutiert und öfter durch direkte Kriegshandlungen verletzt

Der 15-jährige Shadi lebt ohne seine Eltern in einem Vertriebenencamp im Nordosten Syriens. Als 13-Jähriger verlor er sein Bein infolge eines Luftangriffs – trotz dieser Behinderung versuchte der IS, ihn für den Kampf auszubilden. Auf eigene Faust gelang es Shadi, das vom IS kontrollierte Gebiet zu verlassen.

Für militärische Zwecke missbraucht

In Syrien wurden 2016 nahezu alle rekrutierten Jungen von bewaffneten Akteuren für militärische Zwecke eingesetzt – diese reichten von Frontkämpfen über die Ausführung von Hinrichtungen bis hin zu Selbstmordattentaten. Vor allem in Nigeria und Somalia werden Kinder entführt, als Kindersoldaten eingesetzt und als menschliche Schutzschilder benutzt. 

Die zehn gefährlichsten Länder für Kinder in Konflikten

Die auf der Karte markierten Länder sind die gefährlichsten Länder für Kinder in Konflikten. Hier ist die Gefahr besonders groß, dass die sechs schweren Verbrechen an Kindern begangen werden. Auch die Anzahl der Kinder, die in Konfliktgebieten leben ist in den Ländern am höchsten. Mit Klick auf den Marker erfahren Sie mehr über die einzelnen Länder. 

Petition: Safe Schools

Zerstört, besetzt, geplündert – Schulen werden in bewaffneten Konflikten zunehmend zu Kriegs­schauplätzen. Wir fordern: Keine Bomben auf Schulen!

Petition unterschreiben

Leben im Krieg

415 Millionen Kinder leben in Kriegen und Konflikten. Hinter dieser mächtigen Zahl stecken einzelne Schicksale von Kindern, die nicht das Glück hatten, im Frieden aufwachsen zu können. 

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Mädchen auf der Flucht

Gemeinsam mit Pippi Langstrumpf geben die Astrid Lindgren Company und Save the Children Mädchen auf der Flucht eine Stimme, denn sie müssen oft besonders große Herausforderungen überwinden.

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