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POLITISCHER EINSATZ
FÜR GESUNDHEIT UND ERNÄHRUNG

KEIN KIND DARF AN HUNGER ODER VERMEIDBAREN KRANKHEITEN STERBEN

Trotz erheblicher Fortschritte in der Reduzierung von Kindersterblichkeit seit den 1990er Jahren sterben weiterhin jährlich 5,9 Millionen Kinder an vermeidbaren Ursachen, davon 3,1 Millionen durch Mangelernährung. Die Hälfte der unter Fünfjährigen stirbt in den ersten 28 Tagen nach der Geburt. 

Unsere programmatische Arbeit kann viele Kinder erreichen und Leben retten. Um alle Kinder zu erreichen müssen alle Staaten starke Gesundheitssysteme aufbauen. Dazu gehören genügend ausgebildete Gesundheitsfachkräfte, wie Geburtshelfer, und Impfstoffe und Medikamente, die für alle Menschen bezahlbar und zugänglich sind.

Kriege und die zunehmende Dauer von Konflikte sind auch in unserer Arbeit eine der größten Herausforderungen. Kinder unter fünf Jahren wie auch werdende und stillende Mütter in Krisenkontexten und auf der Flucht sind gesundheitlich besonders gefährdet und anfällig für Mangelernährung: 45 Prozent der Kindersterblichkeit bei Neugeborenen geschieht in Krisengebieten.

In Deutschland haben geflüchtete Kinder, die mit ihren Eltern ankommen, ebenso wie schwangere Frauen, nur einen eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung solange ihr Aufenthaltsstatus ungeklärt ist. Chronische Krankheiten und Traumata bleiben oft unbehandelt.

Was Save the Children macht

Programmatisch unterstützt Save the Children Kinder und Mütter durch den Betrieb von Gesundheits- und Ernährungsstationen in Krisenregionen, in denen an akuter Mangelernährung leidende Kinder und werdende und stillende Mütter mit therapeutischer Zusatznahrung behandelt oder gegen infektiöse Krankheiten geimpft werden.

Was Save the Children von der Politik fordert

  • Die Bundesregierung sollte Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit  darin unterstützen, das Recht auf Gesundheit zu realisieren. Dabei sollte der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Stärkung und Finanzierung von Gesundheitssystemen und dem Zugang zu qualitativer und bezahlbarer Gesundheitsversorgung liegen, wozu auch der Zugang zu Immunisierung als Teil medizinischer Grundversorgung zählt. Der Anteil für Krisengebiete und an vulnerable Gruppen – insbesondere Kinder – sollte erhöht werden.
  • Die Bundesregierung sollte Mütter- und Kindergesundheit zur Priorität machen und Partnerländer dabei unterstützen sexuelle, reproduktive, Mütter-, Neugeborenen- und Kindergesundheit in die für alle Bevölkerungsgruppen zugängliche und bezahlbare Grundversorgung zu integrieren, um Versorgungskontinuität sicherzustellen.
  • Die Bundesregierung sollte sich für die Umsetzung aller Globalen Ernährungsziele der Weltgesundheitsversammlung der WHO einsetzen, sowohl durch ernährungsspezifische Maßnahmen als auch durch die Einbindung von Ernährungskomponenten in andere Sektorvorhaben und deren Ausrichtung auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern.

Die Bundesregierung sollte das Recht auf Gesundheit für alle Kinder auch national umsetzen, und alle Gesundheitsleistungen für geflüchtete Kinder zugänglich machen, inklusive für chronische Krankheiten und Traumata.

Anna Wasiak