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Race for
Survival

Schülerinnen und Schüler überreichen ihr eigenes Rezept fürs Überleben

Was macht eigentlich eine gute Gesundheitsversorgung aus? Und vor welchen Herausforderungen stehen Menschen auf der ganzen Welt, wenn sie krank werden?

Am 19. September 2018 waren wir in der Galileo Schule in Berlin-Wilmersdorf zu Gast, um diese und viele andere Fragen mit 18 Schülerinnen und Schülern aus der 7. bis zur 12. Klasse zu diskutieren, die sich gemeinsam mit uns für die Verbesserung von Kindergesundheit weltweit stark machen wollten.

Es dauerte nicht lange, bis sich unsere Ideenwand mit Vorschlägen füllte. Ausgebildete Ärzte, Krankenwagen und gute Krankenhäuser bzw. eine stabile Infrastruktur sollten auf jeden Fall dazugehören, entschieden die Schülerinnen und Schüler. All dies sei wichtig, weil „Vorsorge besser als Nachsorge sei“, erklärten sie. Man sollte möglichst verhindern, dass Menschen überhaupt krank werden und wenn sie es tun, wenigstens schnell gegen Krankheiten angehen. Deswegen seien aber auch ganz andere Faktoren wichtig, an die vielleicht nicht gleich gedacht wird. Zum Beispiel eine gute Bildung, sauberes Wasser und ausreichend Nahrung. Denn: Wer hungrig ist oder nicht weiß, wie er sich vor Krankheiten schützt oder richtig ernährt, würde ja auch schneller krank werden.

Engagierte Schülerinnen und Schüler

Nach einer Pause tauchte die Klasse in Geschichten aus unseren internationalen Projekten ein. Sie lernten Zipporah Lomo aus Kenia, Mohamed und Leyla aus Somalia sowie Alice aus Liberia kennen, die von verschiedenen Herausforderungen aus ihrem Alltag berichteten. In Gruppen arbeiteten sie ihre Probleme heraus – zum Beispiel, dass der Weg zu einer medizinischen Einrichtung in Zipporahs Heimat, der Provinz Turkana in Kenia, durchschnittlich 12 km beträgt. Oder, dass die andauernde Trockenheit in Somalia viele Kinder und Familien durch den Mangel von Nahrung schwächt und so anfälliger für Krankheiten macht. In ihren Gruppen überlegten sie sich mögliche Lösungen für die Probleme – z.B. mobile Krankenhäuser oder mehr Investitionen in Ernährung – die sie anschließend der Klasse vorstellten. Gemeinsam überlegte sich die Gruppe Botschaften und Fragen, die sie an verschiedene Akteure aus der Gesundheitspolitik richteten.

Ihre Forderungen:

  1. Finanzielle Unterstützung erhöhen
  2. Mangelernährung bekämpfen
  3. Medizinische Grundversorgung mit ausreichend Personal aufbauen

Das Race for Survival 2018

Im Rahmen des diesjährigen Race for Survivals trafen die Schülerinnen und Schüler am 26. September die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth, sowie die Vorsitzende des Unterausschusses für Globale Gesundheit, Heike Baehrens, und die Unterausschussmitglieder Georg Kippels und Rudolf Henke. Gemeinsam verschrieben sie den Akteuren ihre Empfehlungen zur Verbesserung weltweiter Kindergesundheit – ihr „Rezept fürs Überleben“ – und erinnerten sie an die Aufgabe, sich stärker für Kinder und Mütter auf der ganzen Welt einzusetzen. Auch Fragen hatten die Schülerinnen und Schüler aus dem Workshop mitgebracht. In einer Diskussionsrunde mit den Mitgliedern des Unterausschusses besprachen sie, welche Pläne die Bundesregierung für die Verbesserung von Kindergesundheit hat und was bisher schon erreicht wurde. Oder, warum die verschiedenen Politiker sich das Thema Gesundheit ausgesucht haben – und erfuhren dabei, dass Rudolf Henke gleichzeitig auch ein Arzt ist. Mit einer starken Bekenntnis des Unterausschusses, sich intensiver für die Bekämpfung von Mangelernährung, der Verbesserung von Hygienebedingungen und der Durchsetzung einer medizinischen Grundversorgung einsetzen zu wollen, endete die spannende Diskussion im Paul-Löbe-Haus. 

Weitere Informationen:

Gesundheitheitsversorgung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unserer internationalen Programmarbeit erzählen von ihren Herausforderungen und Lösungsansätzen für wirksamere Gesundheitsversorgung vor Ort.

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