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Zyklon Idai: Kinderberichte von Tod und Zerstörung

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Berlin, 18. April 2019. Die weltweit größte Kinderrechtsorganisation Save the Children weist nachdrücklich daraufhin, dass die internationale Gemeinschaft die Situation der Kinder nach dem Zyklon Idai in Mosambik nicht aus den Augen verlieren darf. Aus einer Befragung von Betroffenen geht hervor, dass die kurz- und langfristigen Nöte der fast 1 Million betroffenen Kinder immer größer werden. Viele Mädchen und Jungen zeigten Anzeichen von schwerem psychischem Stress, einschließlich Bettnässen, Alpträumen und Angstzuständen.

„Wir sind sehr besorgt um das langfristige Wohlergehen der Kinder”, sagt Maria Waade, Save the Childrens Spezialistin für psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung in Mosambik. „Mitzuerleben, wie alles, was man liebt und kennt, in Sekunden zerstört wird, ist eine verheerende Erfahrung. Kinder werden noch lange darunter leiden – selbst wenn die Fluten zurückgegangen sind. Ein Mädchen erzählte uns, dass sie ihre Mutter das letzte Mal gesehen hat, als diese sie auf ein Dach in Sicherheit geschubst hat. Ihre Mutter hat es nicht geschafft. Das ist nur eine von zahlreichen Geschichten und unsere Befragungen verdeutlichen, dass wir uns jenseits vom Wiederaufbau vor allem auch um die mentale Gesundheit der Kinder und ihrer Familien kümmern müssen. Nur so können sie die Traumata dieser Erfahrungen überwinden können.”

Save the Children hat in der Hafenstadt Beira Kinder und ihre Familien nach ihren Erfahrungen während der Naturkatastrophe gefragt. Mehr als 100 Kinder wurden gebeten, ihre Häuser vor und nach dem Zyklon zu malen. Eltern berichteten, dass ihre Kinder anhänglicher oder aggressiver geworden sein. „Die Kinder haben sich verändert. Manchmal werden sie wütend, manchmal fragen sie immer wieder, wann wir zurückkehren können.  Es ist für sie wie ein Krieg. Meine sechs-jährige Tochter Belinha macht seit dem Zyklon sehr häufig ins Bett”, berichtet eine Mutter.

Save the Children ist bereits seit 1986 in Mosambik aktiv und konnte deshalb schnell reagieren. Sämtliche Hilfe wird eng mit der mosambikanischen Regierung und anderen Nichtregierungsorganisationen koordiniert, um möglichst effizient zu sein. Die Organisation stellt

Not-Unterkünfte und Nahrungsmittel zur Verfügung und hat nun auch mit Programmen zu Kinderschutz und psychosozialer Unterstützung begonnen. Dazu gehören auch sechs kinderfreundliche Räume in und bei Beira, 50 weitere kommen in den nächsten Wochen dazu. Die Organisation macht auch Bildungsangebote und unterhält mobile Gesundheitseinrichtungen, um auch Kinder in abgelegenen Gebieten erreichen zu können. Mit dieser Arbeit wurden bisher fast 40.000 Menschen erreicht.

Kontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 280                      
Mail: presse@savethechildren.de

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