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Publisher Save the Children26.04.2018

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Nepal

Vor einem Jahr, am 25. April 2015, erschütterten zwei schwere Erdbeben Nepal und richteten verheerende Schäden an. Seither konnten wir mit unseren Hilfsmaßnahmen mehr als 580.000 Menschen erreichen, darunter 350.000 Kinder. Und unsere Hilfe geht weiter.

Als die Erde zu beben begann, schlief Bikalpa gerade. Seine Großmutter griff den Zweieinhalbjährigen und schützte ihn mit ihren Armen, während das Dach ihres Hauses über der Familie herabzufallen begann; sie konnten es nicht mehr verlassen und mussten im Schutt ausharren – doch sie überlebten. Durch die zwei Erdbeben am 25. April und am 12. Mai 2015 starben rund 9.000 Menschen. Tausende wurden verletzt, mehr als 600.000 Gebäude – Wohnhäuser, Kliniken und Schulen – zerstört.

Innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Beben waren unsere Teams vor Ort und verteilten die ersten lebensrettenden Hilfsgüter. In den nächsten Wochen, der ersten Phase unserer Nothilfe, halfen wir hunderttausenden Menschen mit Notunterkünften. Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und medizinischer Hilfe – mehr als 500 Tonnen Hilfsgüter wurden verteilt und unsere mobilen Gesundheitsteams versorgten Menschen in schwer erreichbaren Regionen.

Doch in Erdbebenregionen wie Nepal bleibt auch nach der akuten Nothilfe viel zu tun. In den Monaten nach dem Erdbeben errichteten wir insgesamt 61 Schutz- und Spielräume für Kinder, in denen Kinder wie Bikalpa von speziell geschulten Mitarbeitern betreut werden. Wir eröffneten 586 temporäre Lernzentren und 18 Gesundheitsstationen, halfen bei der Reparatur von 238 Wasserversorgungssystemen und vieles mehr.

„Die dringendsten Bedürfnisse sind nun abgedeckt“, berichtet Delailah Borja, Länderdirektorin von Save the Children in Nepal. „Aber es wird Jahre dauern all das wieder aufzubauen, was die Beben in wenigen Sekunden zerstört haben“. Dabei geht es darum, die Familien so gut wie möglich dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Save the Children plant, in den kommenden drei Jahren insgesamt 600.000 Menschen in Nepal zu unterstützen. So werden zum Beispiel Arbeiter darin geschult, erdbebensicher zu bauen. 10.000 Familien erhalten Materialien, Werkzeug oder auch Geld, um ihre vom Erdbeben zerstörten Häuser zu reparieren oder wieder aufzubauen. Geplant ist zudem, weitere zehn Gesundheitszentren für die medizinische Grundversorgung zu errichten und 50 Schulen wieder aufzubauen.

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