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Publisher Save the Children26.04.2018

Erstes Rettungsschiff von Save the Children

Ab September wird sich Save the Children mit einem eigenen Rettungsschiff an der Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer beteiligen.

Noch immer begeben sich zahlreiche Menschen auf die gefährliche Flucht über das Mittelmeer. Dabei sind allein in diesem Jahr 3.150 Menschen ums Leben gekommen – 40 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Mit Unterstützung der zuständigen Behörden wird Save the Children daher ein voll ausgestattetes und besetztes Schiff für Such- und Rettungseinsätze auf See schicken.

Das Rettungsschiff von Save the Children wird Anfang September in See stechen. Es hat Kapazitäten, um gleichzeitig rund 300 Menschen aus dem Meer zu bergen. An Bord werden Kinder und ihre Familien von unserem speziell ausgebildeten Personal bis zur Ankunft in einem sicheren Hafen versorgt. So sind unsere Einsatzteams dazu in der Lage, sofort medizinische Nothilfe zu leisten und, wenn nötig, Menschen reanimieren, die aus dem Meer geborgen werden. Dass dies sofort passieren kann, ist entscheidend – denn der Weg bis zu medizinischer Versorgung an Land kann für manche zu weit sein.

Sobald sie auf dem Schiff sind, steht den Geretteten eine Grundversorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und Kleidung zur Verfügung. Das Schiff wird so konstruiert sein, dass es auch den Bedürfnissen von besonders hilfsbedürftigen oder unbegleiteten Kindern gerecht wird. Kinder werden von geschultem Personal betreut, das ihnen hilft, sich von ihren traumatischen Erfahrungen zu erholen und bekommen praktische Hilfe. Das ist besonders wichtig: Denn 2016 sind bereits doppelt so viele unbegleitete Kinder mit dem Boot nach Italien gelangt wie im Vorjahr. Mehr als 90 Prozent der Kinder, die 2016 an der italienischen Küste gelandet sind, kamen ohne Begleitung ihrer Eltern an.

Wir müssen alles dafür tun, um flüchtende Kinder und ihre Familien zu schützen. Nicht nur in ihren Heimatländern, den Nachbarstaaten und hier bei uns in Europa – sondern auch auf dem gefährlichen Weg nach Europa über das Mittelmeer.

Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende.Vielen Dank.

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