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Publisher Save the Children27.07.2021

Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer

Flüchtlinge brauchen sichere Wege nach Europa.

Über 300 Menschen sind auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Letzte Berichte sprechen davon, dass höchstens neun Menschen überlebt haben. Zuvor waren bereits 29 Leichen in einem gekenterten Boot entdeckt worden. Trotz Lebensgefahr steigt die Zahl der Flüchtlinge, die versuchen, über den Seeweg nach Europa zu fliehen, kontinuierlich an. Im Januar dieses Jahres erreichten bereits 3528 Flüchtlinge die italienische Küste, davon 195 Frauen und 374 Kinder. Das sind erschütternde 60% mehr Menschen als in 2013. 
    
„Normalerweise fahren vor Frühlingsbeginn keine solchen Boote, weil die Gefahr von Winterstürmen und extremer Kälte zu groß ist. Diese Tragödie zeigt, wie verzweifelt die Menschen sein müssen, dass sie die waghalsige Reise trotzdem antreten“, betont Kathrin Wieland, die Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Save the Children hat wiederholt darauf hingewiesen, wie verheerend die Entscheidung war, die italienische Rettungsmission „Mare Nostrum“ durch die EU-Grenzschutzmission „Triton“ zu ersetzen“, sagt Wieland. 

Save the Children fordert die EU-Staaten auf, dringend die Kapazitäten für Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer auszubauen. Nur so können Migranten und Flüchtlinge vor dem Tod auf See gerettet werden. Vor allem aber müssen dringend andere legale Wege für Flüchtlinge  nach Europa geschaffen werden, damit schutzbedürftige Menschen sich um Asyl bemühen können, ohne auf der Flucht nach Europa ihr Leben riskieren zu müssen.

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