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Publisher Save the Children26.04.2018

Flüchtlingskrise im Sudan: 500.000 Kinder auf der Flucht

In den kommenden Wochen und Monaten werden bis zu 800.000 Flüchtlinge aus dem Norden in den Süden zurückkehren, mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Der kleine Chot lebt mit seiner Mutter Deu und seinen sieben Geschwistern in der Stadt Leer im Südsudan. Deu weiß oft nicht, wie sie ihre Kinder satt bekommen soll. Jetzt hat sie noch vier Rückkehrer Familien aus dem Norden bei sich aufgenommen.

Millionen Menschen sind in vergangenen Tagen aus dem Norden des Landes in den Süden gekommen, um beim Referendum über die Unabhängigkeit ihre Stimme abzugeben.  Experten sind bereits jetzt sicher, dass sich der Südsudan abspalten und unabhängig werden wird. In den kommenden Wochen und Monaten werden dann bis zu 800.000 Flüchtlinge aus dem Norden in den Süden zurückkehren. mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Viele der Rückkehrer müssen auf der Straße oder in überfüllten Notlagern leben, ohne ausreichend Nahrungsmittel und Trinkwasser und ohne medizinische Versorgung. Gastfamilien, die die Menschen aufnehmen haben oft selbst nicht genug zu Essen.

Die Kinder im Südsudan gehören zu den ärmsten der Welt. Eines von sieben Kindern stirbt noch vor seinem fünften Geburtstag und nur zwei Prozent haben einen Grundschulabschluss. Durch die Binnenflüchtlinge aus dem Norden wird sich ihre Situation in den kommenden Monaten dramatisch verschärfen. Schon jetzt reichen die Lebensmittel im Süden nicht einmal für die Hälfte der Menschen aus. Viele Kinder sind unterernährt. Außerdem gibt es im Südsudan kaum Gesundheitsstationen und Schulen.

Unser Einsatz

Save the Children hilft den Familien und bereitet sich auf eine mögliche Flüchtlingskrise vor.  Unsere Mitarbeiter haben bereits mehr als 15.000 Menschen mit Decken, Plastikplanen, Mosiktonetzen und Nahrungsmitteln versorgt.
Wir behandeln unterernährte Kinder und versorgen sie mit therapeutischer Spezialnahrung. Schwangere und Mütter Kindern werden von unseren Mitarbeitern medizinisch behandelt. Vor allem Babys und Kleinkinder müssen vor tödlichen Krankheiten wie Lungenentzündung und Durchfall geschützt werden.

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