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Publisher Save the Children26.04.2018

Haiti: Wettlauf gegen die Zeit

Das Save the Children-Team hat die ersten Hilfsgüter im Katastrophengebiet in Haiti verteilt. Ein Container, den unsere Kollegen in der Dominikanischen Republik losgeschickt hatten, ist in Port-au-Prince angekommen.

Der Container enthält vor allem Hygiene-Sets mit Wasser, Wundalkohol, Seife, Binden, Windeln, Babyfeuchttüchern, Shampoo, Toilettenpapier, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsspray, Chlor. Außerdem Lebensmittel und Wasser. Die Lebensmittel, u.a. Reis, Bohnen, Öl, Wasser, reichen für mehr als 2000 Menschen. Die Ladung ist für zwei Waisenhäuser und das Hospital de l’Espoir („Klinik der Hoffnung“) bestimmt.

Save the Children geht insgesamt von über einer Million betroffener Kinder im Erdbebengebiet aus. Kinder sind nach einem Katastrophenfall besonders gefährdet, weil sie sehr anfällig für Infektionskrankheiten sind. Trotz der angelaufenen Hilfe fehlen immer noch Nahrungsmittel. Auch Trinkwasser ist weiterhin knapp. Eltern in den Notlagern sind gezwungen, Babynahrung mit verunreinigtem Wasser zuzubereiten. Durchfallerkrankungen können besonders für Kleinkinder und Babys tödlich sein.

Trotz der weiterhin chaotischen Zustände und der angespannten Sicherheitslage, gibt es immer wieder auch Lichtblicke. “Selbst in dieser Extremsituation sind die Menschen hier sehr geduldig. Sie geben nicht auf”, sagt Save the Children Länderkoordinator Lee Nelson.

Am Wochenende hatten Save the Children- Mitarbeiter ein Baby in ihre Obhut genommen und medizinisch versorgt. Das kleine Mädchen war wie durch ein Wunder gerettet worden: Ein australisches Fernsehteam hatte das Kind in der Nähe des Büros von Save the Children unter den Schuttbergen eines eingestürzten Hauses gefunden. Das kleine Mädchen heißt Winnie. Sie ist nur leicht verletzt. Ihre Eltern sind tot. Aus der Familie überlebte lediglich ein Onkel das Beben.


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