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Publisher Save the Children26.04.2018

Hebammen sind für viele Frauen Lebensretterinnen!

In Deutschland gehen Mädchen im Schnitt zehn Jahre zur Schule. Die Lebenserwartung liegt bei 83 Jahren. Und: Jede Schwangere wird von einer Hebamme betreut. In Afghanistan dagegen gehen Mädchen gerade einmal fünf Jahre zur Schule. Im Schnitt wird eine Frau 45 Jahre alt. Alle 30 Minuten stirbt eine Frau während der Schwangerschaft oder Geburt.

In dem "Bericht zur Lage der Mütter der Welt", den Save the Children jedes Jahr zum Muttertag vorlegt, werden die Lebensumstände von Müttern in 164 Ländern untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es Mütter in Afghanistan am schwersten haben. Das Land belegt in der Rangliste den letzten Platz.

Trotz der andauernden Konflikte in Afghanistan ist das Risiko einer werdenden Mutter bei der Geburt zu sterben größer, als das von einer Bombe getroffen zu werden. Jede elfte Frau stirbt während Schwangerschaft oder Geburt. Auch die Mutter der kleinen Fazila starb nachdem sie ihren Sohn Shamsubin zur Welt brachte.

In Afghanistan werden gerade einmal 14 Prozent aller Geburten von ausgebildeten Hebammen oder Ärzten durchgeführt. Shakila brachte vor vier Monaten ohne medizinische Hilfe Zwillinge zur Welt. Die Babyse haben überlebt - doch im letzten Jahr verlor Shakila ein Kind kurz nach der Geburt.

Sediqa, 12, besucht ein Gesundheits-Training speziell für Kinder im Nordosten Kabuls. Die Kinder sprechen über Gesundheistprobleme und Lösungen. "Alles was ich hier lerne, wende ich sofort zuhause an," sagt Sediqa. "Ich spüle das Geschirr mit sauberem Wasser, koche das  Trinkwasser ab und putze die Toilette."

Weltweit fehlen etwa 3,5 Million Gesundheitmitarbeiter, darunter 350.000 Hebammen. Im Rahmen der Kampagne EVERY ONE unterstützt Save the Children  Ausbildungsprogramme von 400,000 Geburtshelferinnen und unterhält eine Hebammenschule in Afghanistan.

Als Hebammenschülerin hat die 20-jährige Sidiqa schon vielen Babys zu einem gesunden Start ins Leben verholfen. "Ich möchte den Müttern in meinem Dorf helfen. Dort gibt es keine Hebamme. Die nächste Gesundheitstation ist meilenweit entfernt."

  

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