Jetzt spenden DZI Siegel
Publisher Save the Children16.07.2019Emergency

In Mosambik droht Nahrungsmittelkrise

Durch die verheerenden Folgen der Zyklone Idai und Kenneth verschlechtert sich die Ernährungslage in Mosambik zunehmend: Über 400.000 Familien haben ihr Ackerland verloren und somit ihre Hauptnahrungs- und Einkommensquelle. Sie sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen, um überleben zu können.

Eine Mutter mit ihrem Neugeborenen Kind in Mosambik. © Sacha Myers / Save the Children

Eliza* und ihre Familie haben Wirbelsturm Idai überlebt. Ihr Haus und ihre Felder jedoch wurden durch die Überschwemmungen zerstört.  

Auf unseren Feldern haben wir Gemüse, Bohnen und Zwiebeln angebaut. Unsere Ernte wurde durch die Überschwemmungen zerstört. Da ist nichts übrig. Wir haben nicht einmal mehr Saatgut, um unseren Acker erneut zu bepflanzen. Mein Herz tut so weh.

Eliza* aus Mosambik

Die Menschen brauchen langfristige und nachhaltige Hilfe

Nach Angaben der Behörden haben die Wirbelstürme Idai und Kenneth über 650 Menschen getötet. Mehr als 2,2 Millionen Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Oxfam und Care bildet Save the Children das Hilfskonsortium COSACA. Wir fordern dringend weitere Unterstützung für die Menschen vor Ort, die Nahrungsmittel und Hilfe beim Wiederaufbau einer eigenen Lebensmittelversorgung benötigen. Kinder müssen so schnell wie möglich zurück in die Schule gehen können, damit ihre Zukunftschancen nicht zerstört werden.

Klimawandel trifft die Ärmsten

Die Wirbelstürme und Überschwemmungen sind auch ein Beweis dafür, dass der Klimawandel die Ärmsten trifft. Darum fordert Save the Children gemeinsam mit Oxfam und Care die Regierungen dazu auf, sich schnell auf Klimaziele zu einigen und diese auch durchzusetzen. „In Wirklichkeit haben diese klimabedingten Katastrophen zur Folge, dass Kinder nicht in die Schule gehen können, nicht genug zu essen haben und einem größeren Risiko für Krankheiten wie Cholera ausgesetzt sind. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln und ihre Zusagen und Verpflichtungen gegenüber denjenigen einhalten, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind“, so Gillian Moyes, Einsatzleiterin des Nothilfeteams von Save the Children in Mosambik. 

Bitte unterstützen auch Sie die Menschen in Mosambik mit einer Spende. 

Artikel teilen

Auch interessant

Heuschreckenplage am Horn von Afrika
KlimawandelEmergency

Heuschreckenplage in Ostafrika: Noch mehr Hunger droht

In mehreren Ländern Ostafrikas drohen riesige Heuschrecken-Schwärme die Versorgung der Menschen akut zu gefährden. Bislang kämpfen Somalia,…

EmergencyIndonesien

Starke Überschwemmungen in Indonesien: Tausende Kinder auf der Flucht

Mindestens sechs Kinder sind bei den schweren Überschwemmungen in Indonesien ums Leben gekommen, Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen.…

Ein mangelernaehrtes Kind im Jemen wird mit Notnahrung versorgt.
EmergencyJemen

Tausende Kinder im Jemen von Hungerkrise bedroht

Der Krieg im Jemen hat viele Gebiete von der Außenwelt abgeschlossen. Über 17.000 Kindern, die in diesen Regionen leben, droht jetzt eine…

Ein Mädchen aus Mosambik steht vor ihrer Schule, die vom Zyklon zerstört wurde.
EmergencyIdai

Mosambik nach dem Sturm

Im März diesen Jahres zerstörten Sturm und riesige Überflutungen ganze Landstriche in Südostafrika. Mit den Folgen der Wirbelstürme Idai und…

Zwei syrische Geschwister haben Schwierigkeiten zu sehen.
EmergencySyrien

Syrien: Familie musste in Höhle leben

Als die Heimatstadt von Salwa (6) und Issa (3) bombardiert wurde, floh ihre Familie in eine Höhle. Sechs Jahre lang lebten sie dort mehr oder…

Zwei Schwestern, die in Nordsyrien vertrieben wurden.
EmergencyFluchtSyrien

Syrien: "ES FEHLT IHNEN AM NÖTIGSTEN"

Vertriebene Familien im Nordosten Syriens müssen unter schlimmsten Bedingungen leben. Viele von ihnen haben alles zurücklassen müssen, sogar das…

Ein syrisches Kind hält die rechte Hand zu einem Stop-Zeichen nach oben gestreckt.
EmergencySyrien

Syrien: Lage nach Truppeneinmarsch verzweifelt

Die Türkei hat ihre Drohungen wahr gemacht. Nach Luftangriffen gegen kurdische Stellungen in Nordsyrien sind nun auch Bodentruppen im Einsatz.…

Ein acht Jahre alter Junge in Syrien schaufelt mit seinem älteren Bruder Gräber auf einem Friedhof aus.
EmergencySyrien

Die Totengräber von Idlib

Jawad* ist acht Jahre alt, sein Bruder Yazan* 15. Anstatt in die Schule gehen zu können, müssen die beiden Jungen gemeinsam mit ihrem Vater auf…

Kinder in einem Flüchlingscamp, Libanon
InterviewEmergency

Geflüchtete im Libanon: Kindheit in einer Krisenregion

Im Libanon leben über eine Million Geflüchtete aus Syrien. Die meisten von ihnen in provisorischen Siedlungen, oftmals bestehend aus einfachen…

EmergencyRohingya

Rohingya-Krise: Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Auch zwei Jahre nachdem mehr als eine Million Rohingya aus ihrer Heimat Myanmar ins benachbarte Bangladesch fliehen mussten, ist die Situation…

Kinder, die aus Myanmar nach Bangladesch gefluechtet sind, haben ihre Wuensche fuer die Zukunft auf Polaroids geschrieben.
EmergencyRohingya

Kinderwünsche aus Bangladesch

Vor knapp zwei Jahren flohen mehr als eine Million Angehörige der muslimischen Rohingya vor der eskalierenden Gewalt in ihrem Heimatland…

EmergencyJemen

Schulbus-Angriff im Jemen: „Nachts habe ich schlimme Träume.“

Vor einem Jahr kamen bei einem verheerenden Schulbus-Angriff im Jemen 40 Kinder ums Leben. Save the Children hat mit zwei Schülern gesprochen,…

Kinder auf Lastwagen in provisorischen Lagern für Geflüchtete aus Idlib.
EmergencySyrien

Syrien: Lage in Idlib ist verzweifelt

Die syrische Stadt Idlib hat im Juli die verheerendsten Angriffe seit Monaten erlebt. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bei den…

© Sacha Myers / Save the Children
EmergencyIdai

In Mosambik droht Nahrungsmittelkrise

Durch die verheerenden Folgen der Zyklone Idai und Kenneth verschlechtert sich die Ernährungslage in Mosambik zunehmend: Über 400.000 Familien…

Gesundheitshelferin Sarah. © Sacha Myers / Save the Children
EmergencyIdai

Wirbelstürme in Mosambik: „Ich bin dankbar, helfen zu können.“

Sarah ist ausgebildete Krankenschwester aus Mosambik. Als vor drei Monaten Zyklon Idai Häuser, Schulen, Krankenhäuser und die Infrastruktur in…