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Publisher Save the Children12.07.2018

Irak: Kinder sind schwer traumatisiert

Ein neuer Bericht von Save the Children zeigt, dass nach der Befreiung von Mossul im Irak viele Kinder unter immensen psychischen Problemen leiden.

Die 10-jährige Rahaf* aus dem Irak hat beide Eltern verloren. © Sam Tarling/Save the Children

Ich möchte nicht noch einen Krieg erleben. Ich möchte nicht, dass andere Kinder zu Waisen werden. Es reicht, dass ich Waise bin auf dieser Welt. 

Rahaf*, 10 Jahre aus dem Irak

Die zehnjährige Rahaf* wurde aus den Trümmern ihres Hauses gerettet, wo ihre Familie durch eine Explosion getötet wurde. Sie leidet unter ihren Erinnerungen. Ihr Onkel sagt: „Sobald sie ein Flugzeug sieht, bekommt sie große Angst, dass Bomben fallen". 

Save the Children befragte im Mai 2018 mehr als 250 Kinder und ihre Betreuer in West-Mossul.
Das Ergebnis: 

  • Fast die Hälfte der befragten Kinder empfindet die ganze oder einen großen Teil der Zeit Trauer.
  • Weniger als jedes zehnte Kind konnte sich an einen glücklichen Moment erinnern.
  • Mehr als ein Viertel der Jugendlichen sagt aus, dass sie sich selbst nie mochten.
  • 80 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen fühlten sich nicht sicher, alleine unterwegs zu sein.
  • Mehr als 80 Prozent der Eltern oder anderen betreuenden Angehörigen gaben an, dass  sie durch schlechte wirtschaftliche Bedingungen und Arbeitsmöglichkeiten, unter Schlafstörungen leiden.
  • 72 Prozent der Betreuer gaben selbst an, sich unglücklich oder deprimiert zu fühlen, und mehr als 90 Prozent beschrieben ein Gefühl der Wertlosigkeit.

Bericht: Irak

PICKING UP THE PIECES | Rebuilding the lives of Mosul’s children after years of conflict and violence

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* Name zum Schutz geändert. 

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