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Publisher Save the Children26.04.2018

Katastrophe in Japan: Der Blick nach vorn

Vor knapp zwei Monaten erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9 den ostasiatischen Inselstaat Japan. Das Beben und der folgende Tsunami haben ein unglaubliches Bild der Zerstörung hinterlassen.

Über 11.000 Menschen starben in den Trümmern, 250.000 Menschen leben seitdem in Notunterkünften – fast die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die Bedrohung durch austretende radioaktive Strahlung am beschädigten Atomkraftwerk Fukushima bleibt weiter unberechenbar.

Unsere Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die betroffenen Mädchen und Jungen. Save the Children arbeitet derzeit an einem Dreijahresplanes, um Kindern im Katastrophengebiet auch langfristig zu helfen.

Neben der Versorgung mit warmen Kleidungsstücken und Hygieneartikeln konzentriert sich unser Team vor Ort auch weiterhin auf den Ausbau der Kinderschutzmaßnahmen. Viele Eltern und Lehrer fragen sich, ob ihre Kinder die schrecklichen Erlebnisse der letzten Wochen je verarbeiten können.

Ein Lehrer in Ishinomake erzählt über die Erlebnisse seiner Schüler. „Ein Mädchen musste mitansehen, wie ihre Mutter von den Wassermassen weggespült wurde“ erklärt er „viele Kinder sind seit dem sehr still und zurückhaltend“.

Diesen Kindern will Save the Children durch die Einrichtung von Kinderschutzzentren (Child Friendly Spaces) eine geschützte Rückzugsmöglichkeit bieten. In den Schutzzentren können Mädchen und Jungen ein Stück Alltag erleben – spielen, basteln und sie haben die Möglichkeit über ihre Ängste und Sorgen zu reden.

In Notsituationen wird in der ersten Panik und Angst oft über die Köpfe der Kinder hinweg entschieden. In den Kinderschutzzentren von Save the Children können die Mädchen und Jungen selbst entscheiden, was sie am liebsten machen möchten. Wir stellen Spiel- und Malsachen sowie Bücher zur Verfügung.

In Japan konnte Save the Children schon 19 Kinderschutzzentren in Betrieb nehmen. Das Konzept der Kinderschutzzentren wird weltweit nach Katastrophenfällen wie diesem umgesetzt. Seit vielen Jahren weiß man, dass Kinder mit den Folgen schlimmer Erlebnisse besser umgehen können, wenn ihnen schnellstmöglich die Möglichkeit gegeben wird, in eine annähernde Alltagsroutine zurückzukehren.

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