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Publisher Save the Children22.10.2018

Keine Waffen für den Krieg im Jemen

Save the Children begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass aus Deutschland vorerst keine Waffen mehr an Saudi-Arabien geliefert werden. Die Aufmerksamkeit der internationalen Staatengemeinschaft muss sich jetzt auch auf den Krieg im Jemen richten.

© Mohammed Awadh / Save the Children

Saudi-Arabien ist aktive Kriegspartei in diesem brutalen Konflikt, der ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung ausgefochten wird. Über 22 Millionen Jemeniten, das sind 75% der Bevölkerung, sind für ihr Überleben inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Seit Beginn des Konflikts vor mehr als drei Jahren sind fast 2.400 Kinder in über 18.000 Bombenangriffen getötet worden, über 3.600 Kinder wurden verletzt.

Wir unterstützen alle Maßnahmen, die zum Schutz der Kinder im Jemen und zu einer Beendigung dieses Krieges beitragen. Die an diesem brutalen Konflikt beteiligten Parteien müssen ihre Waffen niederlegen und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Länder müssen aufhören, den Konflikt mit Waffen zu schüren. Wir dürfen diesen Krieg keinen einzigen Tag mehr zulassen. Ein Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland.

Im Jemen sind derzeit 13 Millionen Kinder unterernährt, der Krieg droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen seit Jahrzehnten auszulösen. 

Diese Krise ist keine Naturkatastrophe, sie ist vollständig von Menschenhand geschaffen. Unsere Mitarbeiter vor Ort sehen die unterernährten Kinder hinter diesen Statistiken jeden Tag. Wir dürfen nicht warten, bis dies zu einer ausgewachsenen Hungersnot wird. 

Tamer Kirolos, Geschäftsführer von Save the Children im Jemen.

Save the Children ist vor Ort, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Wir müssen unsere Arbeit dringend ausweiten. 

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe im Jemen mit Ihrer Spende!

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