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Publisher Save the Children17.11.2017

Rettungsmission vorerst gestoppt

Save the Children hat seinen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer vorerst gestoppt. Grund dafür ist, dass die libysche Marine ihr Operationsgebiet vor der eigenen Küste massiv ausgedehnt hat. Das macht die Rettungseinsätze von Save the Children und anderen unabhängigen Hilfsorganisationen derzeit unmöglich.

Seit diesem Wochenende beansprucht die libysche Marine im Widerspruch zu geltendem Seerecht eine Zone von 70 Seemeilen als eigenes Operationsgebiet. Nachdem Rettungsschiffe mit Warnschüssen von ihrer lebensrettenden Tätigkeit abgehalten wurden, haben wir unser  Rettungsschiff "Vos Hestia" vorerst vor Malta geankert, um die Lage zu überprüfen und neu zu bewerten.

Save the Children befürchtet, dass aufgrund der Zuspitzung der Lage vielen Flüchtenden nun nicht mehr rechtzeitig geholfen werden kann, da die meisten schlecht ausgerüsteten Schiffe nur wenige Kilometer vor der libyschen Küste in Seenot geraten.

Unter den gegebenen Umständen ist das Risiko für die Retter jedoch zu groß, um den Einsatz fortzusetzen. Wir bleiben jedoch einsatzbereit und nehmen unsere Rettungsaktivitäten in dem Moment wieder auf, in dem die Sicherheitsbedingungen dies zulassen.

Save the Children International prüft in der Zwischenzeit, wie die Flüchtlinge in Libyen unterstützt werden können.

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