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Publisher Save the Children17.11.2017

Rohingya-Flüchtlinge in akuter Not

Ende August 2017 ist in Myanmar die Gewalt eskaliert. Seither sind mehr als 400.000 Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit nach Bangladesch geflohen. (Stand: 19.09.2017) Die Lage für die Geflüchteten ist dramatisch. Die Flüchtlingslager sind überfüllt, es fehlt am Nötigsten. Save the Children ist vor Ort und leistet Nothilfe. Wir werden unsere Hilfsmaßnahmen massiv ausweiten und rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, Hilfszahlungen im Umfang von 77 Mio. USD bereitzustellen.

Auslöser der aktuellen Gewalteskalation waren Angriffe von Rohingya-Rebellen auf Polizeistationen und Armeeposten im Verwaltungsbezirk Rakhine im Westen von Myanmar. Das myanmarische Militär reagierte darauf mit einer Gewaltoffensive. Berichtet wurde von Vergewaltigungen und Tötungen. Ganze Dörfer wurden niedergebrannt. Unter den Opfern sind auch sehr viele Kinder.

In Bangladesch wächst die Verzweiflung

Infolge dieser Gewaltexzesse flüchteten die Rohingya zu Hunderttausenden aus den Konfliktgebieten nach Bangladesch; die Fluchtbewegung hält weiter an. Die Menschen sind von tagelangen Fußmärschen völlig erschöpft, viele haben Schreckliches erlebt und sind verwundet.  Die Flüchtlingscamps sind überfüllt und an den Grenzen ihrer Kapazität. Es fehlt an Nahrung, sauberem Wasser, Latrinen Unterkünften und medizinischer Versorgung. Die Kinder leiden zunehmend an Infekten, Fieber und Durchfällen.  Hunderte Kinder haben in den Wirren der Flucht ihre Familie verloren und sind nun allein. Sie brauchen besonderen Schutz. „Die humanitäre Lage ist erschütternd und der Bedarf an Hilfsgütern ist riesig“, sagt George Graham, Experte für humanitäre Fragen von Save the Children.

Save the Children unterstützt bereits seit 2012 Kinder und Familien in Vertriebenenlagern der Rohingya in Myanmar. Bereits vor der jüngsten Eskalation des Konfliktes arbeiteten wir in einem Flüchtlingscamp in Cox’s Bazar, einem Gebiet in Bangladesch nahe der Grenze zu Myanmar. Dort sind in den letzten zwei Wochen tausende Geflüchtete angekommen. Familien schlafen am Straßenrand, weil sie nirgendwo mehr unterkommen. Wir verteilen Hilfsgüter und schaffen geschützte Orte, an denen Kinder spielen können und auch psychologisch betreut werden. Wir kümmern uns um unbegleitete Kinder, denn diese benötigen besonderen Schutz.

In den nächsten Tagen werden wir unsere Hilfsleistungen massiv ausweiten. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Kinder in Not weltweit  mit einer Spende.

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