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Publisher Save the Children01.03.2018

Rohingya-Petition in Brüssel übergeben

Tausende Petitionsteilnehmer haben ein Ende der Gewalt gegen die Rohingya in Myanmar gefordert. Die gesammelten Unterschriften konnten nun an einen Vertreter der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini übergeben werden. Sie hat sich heute mit Sigmar Gabriel und weiteren EU-Außenministern getroffen, um über mögliche Sanktionen gegen Myanmar zu sprechen.

Ester Asin, Direktorin des Büros von Save the Children EU, überreicht gemeinsam mit Camille Roux, EU-Beraterin für Save the Children Advocacy & Comms die Petitionen an Marc Giacomini, Stellvertretender Direktor für Menschenrechte. © Save the Children

Mehr als 680.000 Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar sind seit Ende August 2017 ins benachbarte Bangladesch geflohen. Die Hauptlast des Konfliktes tragen die Kinder. Sie haben Schreckliches erlebt, wurden Opfer sexuellen Missbrauchs und massiver Gewalt und sind oftmals Gräueltaten ausgesetzt, die kein Kind auf der Welt jemals erleben sollte (mehr dazu auch in unserem Bericht: "Horrors I will never forget"). Für die schrecklichen Verbrechen gegen die Rohingya sind vor allem burmesische Sicherheitskräfte verantwortlich.

Tausende Unterstützer haben unsere Petition unterzeichnet, die Sigmar Gabriel und andere EU-Außenminister auffordert, ein klares Zeichen gegen die Gewalt zu setzen, insbesondere Kinder besser zu schützen und die Krise zu beenden. Diese Petition konnte nun an einen Vertreter von Federica Mogherini in Brüssel überreicht werden. Dort wurden heute Sanktionen gegen Myanmar beschlossen. Laut aktuellen Medienberichten wird Federica Mogherini nun einen Vorschlag erarbeiten, der den Export von Waffen und anderen Gütern nach Myanmar noch weiter beschränkt.

Save the Children fordert von Mogherini und den EU-Außenministern eine klare und unmittelbare Botschaft an die zivilen und militärischen Behörden von Myanmar. Die anhaltenden Übergriffe und Missbräuche dürfen nicht länger toleriert werden.

Weitere Informationen über unsere Arbeit vor Ort: 

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